KEINE HEIßE SPUR

Polizei bittet um Hilfe bei Suche nach Demminer Feuerteufel

Die mutmaßlichen Brandstifter, die in Demmin wiederholt ihr Unwesen trieben, konnten bisher nicht gefasst werden. Die Polizei ermittelt auf Hochtouren und bittet um Mithilfe.
Bei den Demminer Sandbergtannen hatte es im April und Juni gleich mehrfach gebrannt. Die Polizei geht in allen Fällen von
Bei den Demminer Sandbergtannen hatte es im April und Juni gleich mehrfach gebrannt. Die Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus. Kai Horstmann
Demmin.

Wer steckt hinter den Brandstiftungen, die Polizei und Feuerwehr in den vergangenen Monaten gleichermaßen in Atem hielten? Eine Frage, die auch gut sechs Wochen nach der letzten nächtlichen Brandserie im Demminer Stadtgebiet noch nicht geklärt werden konnte. „Unsere Ermittlungen haben bislang leider zu keinem Ergebnis geführt. Die Beamten des Kriminalkommissariats setzen aber weiterhin alles daran, den oder die Täter zu schnappen. Auch polizeibekannte Personen, die schon wegen derartiger Delikte vorbestraft sind, werden von uns überprüft“, versicherte eine Sprecherin auf Nordkurier-Anfrage.

Mehr als die Hälfte der Brandstiftungen wird nicht aufgeklärt

Allerdings verdeutlicht ein Blick in die aktuellen polizeilichen Statistiken, dass es sich mitunter äußerst schwierig gestaltet, die Verursacher dingfest zu machen. Von den insgesamt 112 Brandstiftungen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im vergangenen Jahr sind nur 51 aufgeklärt worden – eine Quote von 45 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich für Demmin, wo die Täter nur in drei von sechs Fällen überführt werden konnten.

Seit Jahresbeginn mussten die Kameraden der Demminer Wehr bereits zu dreizehn Einsätzen ausrücken, bei denen Feuer nach derzeitigem Kenntnisstand fahrlässig oder vorsätzlich gelegt wurden. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnten sämtliche Brandherde gelöscht werden. In einigen Fällen entstand ein Sachschaden, verletzt wurde jedoch niemand. Dennoch sei die Wahrscheinlichkeit nach Ansicht der Ermittler sehr hoch, dass die skrupellosen Feuerteufel demnächst wieder zuschlagen – und das könnte im schlimmsten Fall nicht so glimpflich ausgehen.

Auf jeden kleinen Hinweis angewiesen

„Deswegen sind wir dringend auf jeden noch so kleinen Hinweis aus der Bevölkerung angewiesen“, macht die Polizeisprecherin deutlich. Manchmal würde sich der Täter in gewisser Weise sogar selbst überführen, wenn er im Freundes- und Bekanntenkreis mit seinen Zündeleien herumprahlt oder per Handy Fotos und Videos davon verschickt. Die Tatmotive sind laut Polizei sehr unterschiedlich. Während die einen krankhaft von dem Anblick fasziniert sind, wie ein Feuer anfängt zu lodern und immer größer wird, gehe es anderen einfach darum auf diese Weise Frust und Aggressionen abzubauen. „Die meisten vergessen dabei, dass vorsätzliche Brandstiftung kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verbrechen ist, dass im Falle einer Verurteilung Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren nach sich ziehen kann“, heißt es von den Beamten.

Wer etwas Verdächtiges beobachtet hat oder eventuell sogar weiß, auf wessen Konto die Brandstiftungen gehen, wird gebeten, sich beim Demminer Polizeihauptrevier unter 03998 2540 zu melden.

 

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