DEMMINER KOLLOQUIUM VERSCHOBEN

Pommern-Geschichtstag muss noch ein Jahr warten

Der im Rahmen des Demminer Kolloquiums für 2020 organisierte erstmalige „Tag der pommerschen Landesgeschichte“ ist sozusagen Corona zum Opfer gefallen. Doch die Beteiligten wollen das Ganze nächstes Jahr nachholen.
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Geplatzte Premiere: Das Herrenhaus in Schmarsow war als Ort für den ersten „Tag der pommerschen Landesgeschichte“ auserkoren. Doch wegen der Corona-Einschränkungen wurde das ganze auf den Juni des nächsten Jahres verschoben. Stefan Hoeft
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Auch dieser beschädigte Schädel eines Mannes wurde auf dem Schlachtfeld im Tollensetal bei Weltzin gesicher. Die Ausgrabungen dort sollten Thema beim Demminer Kolloquium sein. Jens Büttner
Demmin.

Eigentlich sollte die erfolgreiche Wiederbelebung des „Demminer Kolloquiums“ um und über die Geschichte Pommerns in diesem Juni mit einer fast schon staatstragend klingenden Premiere fortgesetzt werden, nun ist das ganze bedingt durch Corona abgesagt. Die bereits 1985 zu DDR-Zeiten gestartete regelmäßige Veranstaltungsreihe fand insgesamt 34 Mal statt, bevor sie 2017 mit der Absage zahlreicher Referenten abbrach. Doch auf Betreiben des Demminer Garnisonsvereins und mit Rückendeckung durch den früheren Cheforganisator, den Loitzer Ortschronisten Henning Rischer, gelang im Juni vergangenen Jahres ein Neustart in der Hansestadt. Verbunden mit Gedanken und Diskussionen, aus diesem Format künftig einen offiziellen „Tag der pommerschen Landesgeschichte“ zu machen.

Immerhin saßen und sitzen bei der Vorbereitung und Ausrichtung vier namhafte Institutionen mit im Boot, die sich der Bewahrung der Traditionen dieses über Jahrzehnte namentlich totgeschwiegenen Landesteils einsetzen: die Historische Kommission für Pommern und die Gesellschaft für pommersche Geschichte, Altertumskunde und Kunst, zudem die Arbeitsgemeinschaft für pommersche Kirchengeschichte sowie der Pommersche Greif – Verein für pommersche Familien- und Ortsgeschichte. Am Ende visierten sie die erste Runde unter dieser neuen Bezeichnung für den 13. Juni 2020 an. Als Treffpunkt sollte das ehemalige Herrenhaus Schmarsow im Amtsbereich Jarmen-Tutow dienen.

Forschungspreis soll verliehen werden

Nach Rücksprache mit der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern – die Veranstaltung wird mit Landesmitteln gefördert – sei entschieden worden, den „Tag der pommerschen Landesgeschichte“ und damit das 36. Demminer Kolloquium um ein Jahr zu verschieben, heißt es von den Organisatoren. Die vier Trägervereine hätten angesichts der aktuell gültigen Regeln zur Eindämmung der Pandemie keine Möglichkeit gesehen, diese Zusammenkunft, für die es bereits zahlreiche Anmeldungen gab, noch im laufenden Jahr durchzuführen. Als neuer Termin wurde unter Beibehaltung des Programms und des Tagungsortes der 12. Juni 2021 festgelegt.

Die erstmalige Verleihung des Forschungspreises für pommersche Landesgeschichte, die ursprünglich in diesem Rahmen vorgesehen war und die sich der Förderung aussichtsreicher Nachwuchswissenschaftler widmen will, wollen die Macher hingegen 2020 nicht streichen. Sie soll vielmehr im Laufe des Sommers in Greifswald beziehungsweise in Demmin nachgeholt werden, so die Ankündigung.

 

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