Neugestaltung in Demmin

Promenadenbau am Schwanenteich läuft an

So frei wie jetzt hat man die Ufer des kleinen Demminer Gewässers selten gesehen. Kaum Schilf stört den Blick auf die Reuterschule, während an Land der Wegebau anläuft. Wie aber wird es in Zukunft weitergehen?

Wenn der Demminer Stadtentwicklungsausschuss am Donnerstagabend die Baustelle am Schwanenteich besichtigt, wird Bauamtsleiter Dietmar Schmidt in einer Beziehung voraussichtlich noch auskunftsfähiger sein als in den vergangenen Tagen – nämlich hinsichtlich des Baugrundes. Wie vor Ort zu erfahren war, sollen am Donnerstag mittels Drucktechniken Baugrunduntersuchungen gemacht werden.

Von deren Ausgang wird wiederum abhängen, wie stark die „Trasse“ für die künftige Promenade verfüllt werden muss. Zwar macht der bisherige Weg unterhalb des Brauereiparks hin zum Kahldenwallweg einen durchaus festen Eindruck, doch vor allem das Erdreich auf der gegenüberliegenden Seite an der Deutsch Kroner Straße gilt als eher schwankender Grund. Dort tritt der Schwanenteich bei Hochwasser auch immer wieder über die Ufer.

Zugangsmöglichkeit für Modellboote

Mittlerweile ist die Entschlammung des Teichs abgeschlossen, dafür ist die geplante Neugestaltung der Promenade angelaufen. Das zeigt sich neben der Vorbereitung der Gehwege vor allem an den vormals bis zu 15 Meter breiten Schilfgürteln. Sie wurden bis auf einige Inseln zurückgeschnitten. So soll es auch bleiben. „Wir wollen nur das stehen lassen, was jetzt da ist“, sagt Bauamtsleiter Dietmar Schmidt. „Alles andere muss dann jährlich mehrmals geschnitten werden.“ Das sei auch mit dem Naturschutz abgestimmt.

Den Planern geht es darum, neben der Natur auch die Wasserfläche wieder erlebbar zu machen und den Blick auf die Fritz-Reuter-Schule frei zu halten. Zudem soll das gesamte Areal nicht nur mit besser befestigten und entwässerten Spazierwegen statt der bei Regenwetter oft Schlammpisten gleichenden Pfade gestaltet werden, sondern unter anderem auch Bänke, Stege, ein Holzpodest und eine Zugangsmöglichkeit für Modellboote erhalten.

Neumodellierung des Lärmschutzwalls

Geplant sind auch die Aufwertung der Treppenanlagen, die Neugestaltung der Geh- und Radwegrampe, die Neumodellierung des Lärmschutzwalls am Patientenpark des Krankenhauses sowie der Einbau eines Überlaufes mit Schöpfwerk gegen Hochwasser.

Ein Teil dieser Maßnahmen wird sich auf den Bereich des Mühlengrabens zwischen Schwanenteich und Treppe zur Fußgängerampel gegenüber der roten Schule erstrecken. Denn die Umgestaltung des Schwanenteich-Areals ist gleichzeitig der erste Bauabschnitt für die Neugestaltung des Mühlengrabens. Die geplanten Investitionen dafür belaufen sich auf rund 675.000 Euro. Dafür hatte die Stadt im vergangenen Jahr einen Förderbescheid über rund 488.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung erhalten.

Georg Wagner

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