GRUNDSTEINLEGUNG

Raiffeisen Technik steckt Millionen in Kruckower Hauptsitz

Der Wirtschaftskrise zum Trotz wird bei der Raiffeisen Technik gerade kräftig investiert. Gleich zwei große Baumaßnahmen sollen den Service-Stützpunkt für die Landwirtschaft in eine neue Ära befördern.
Präsent seit mehr als einem Vierteljahrhundert: Mit den Baumaßnahmen geht eine völlige Neugestaltung des Gel&a
Präsent seit mehr als einem Vierteljahrhundert: Mit den Baumaßnahmen geht eine völlige Neugestaltung des Geländes auf dem Raiffeisen-Stützpunkt in Kruckow einher. Stefan Hoeft
Alles für die Nachwelt: Bauunternehmer Axel Gorkow verstaute in der Hülse für die Grundsteinlegung auch eine ak
Alles für die Nachwelt: Bauunternehmer Axel Gorkow verstaute in der Hülse für die Grundsteinlegung auch eine aktuelle Nordkurier-Ausgabe, dazu neben Dingen wie Münzen Hinweise auf die Corona-Pandemie. Stefan Hoeft
Hand und Hand: Der neue Geschäftsführer Julius Albrecht (links) und sein Vorgänger Andreas Langenberg setzten g
Hand und Hand: Der neue Geschäftsführer Julius Albrecht (links) und sein Vorgänger Andreas Langenberg setzten gemeinsam den sogenannten Grundstein. Stefan Hoeft
Zeitensprung: Das große Werkstattgebäude soll zur B 110 hin um drei Segmente erweitert und mit neuer Technik
Zeitensprung: Das große Werkstattgebäude soll zur B 110 hin um drei Segmente erweitert und mit neuer Technik ausgestattet werden. Stefan Hoeft
Zweigeschossige Zukunft: So soll das neue Verwaltungsgebäude mal aussehen.
Zweigeschossige Zukunft: So soll das neue Verwaltungsgebäude mal aussehen. Bauplanungs- und Ingenieurbüro Diana Hoth
Kruckow.

Dass auf dem großen Gewerbegrundstück in Kruckow an der B110 und der Kreisstraße Richtung Kruckow eine Menge Maschinen stehen und Leute umherwuseln, gehört bereits seit rund einem Vierteljahrhundert zum Bild. Schließlich hat dort die Raiffeisen Technik Nord-Ost GmbH ihren Hauptsitz. Ein weithin bekannter Landtechnik-Anbieter mit inzwischen fünf Niederlassungen und zurzeit rund 60 Angestellten.

Doch seit ein paar Wochen – und auch die kommenden Monate noch – arbeiten dort so einige Handwerker und Maschinen, die nichts mit dem alltäglichen Betrieb zu tun haben. Denn die Firma investiert mehrere Millionen Euro in die Erweiterung beziehungsweise den Neubau von Gebäuden. Das bringt nach mehreren Anbauten in der Vergangenheit nun eine komplette Ummodellierung des Geländes mit sich und vor allem deutlich bessere Arbeitsbedingungen, verbunden mit modernerer Technik.

Neues Verwaltungsgebäude mit großem Saal

Buchstäblicher Mittelpunkt dieses Vorhabens ist ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude mit den Grundmaßen von rund 24 Meter mal 10 Meter, das vor den alten flachen Gebäudekomplex gesetzt und eine völlig neue Optik schaffen wird. Zumal der Verbinder zwischen beiden Trakten künftig als Haupteingang dient. Während dann im Parterre mit seinen Büros das alltägliche Geschäft über die Bühne geht, soll das Obergeschoss auch funktionell eine neue Ära einleiten: Hier entsteht ein großer Saal für Veranstaltungen wie die Aus- und Weiterbildung, mittels verschiebbarer Trennwand den jeweiligen Bedürfnissen anpassbar. Die Tiefbauarbeiten starteten bereits im Mai, jetzt konnte zusammen mit den Angestellten und Handwerkern die Grundsteinlegung gefeiert werden.

„Das ist wirklich doll, dass hier so investiert wird“, befand Axel Gorkow vom gleichnamigen Jarmener Baubetrieb bei dieser Zeremonie. Gerade mit Blick auf die Corona-Krise. „So etwas ist überhaupt nicht selbstverständlich in dieser Zeit“, wusste der Mann zu berichten, der sich auch als Vizepräsident im Bauverband Mecklenburg-Vorpommern engagiert. „Wir haben im Moment viele Bauvorhaben, die gewollt sind, aber nicht voran kommen.“ Da empfindet er es mehr als wohltuend, was in Kruckow passiert. Verbunden mit der Hoffnung, trotz der Pandemie-Auswirkungen so schnell wie erwartet voran zu kommen. Immerhin wird für Ende November/Anfang Dezember das Richtfest anvisiert, um die kalte Jahreszeit über den Innenausbau stemmen zu können.

Auch Werkstatt-Rohbau soll noch in diesem Jahr stehen

In die Hülse, die bei der Grundsteinlegung eingemauert wurde, steckte Gorkow angesichts der besonderen Entwicklung 2020 neben den üblichen Zeitzeugnissen wie einer aktuellen Ausgabe des Nordkurier und Münzen auch eine kleine Flasche mit Desinfektionsmittel und ein Mund-Nasen-Schutz. Das Verfüllen übernahmen den Traditionen entsprechend als Bauherren Andreas Langenberg und Julius Albrecht. Ersterer ist der frühere Geschäftsführer und damit Wegbereiter für dieses Projekt, Letzterer seit Januar sein Nachfolger. Beide bedankten sich ausdrücklich für die bisherigen Mühen der Mitarbeiter, schließlich sei ihrem Engagement zu verdanken, dass Raiffeisen sich so gut entwickeln und nun diese Investition in Angriff nehmen konnte. „Damit es noch weiter nach vorne geht.“

Darin eingeschlossen ist die Erweiterung des Werkstattgebäudes gleich nebenan, die Erdarbeiten dafür liefen zufälligerweise ausgerechnet am Tag der Grundsteinlegung an. Dieser Trakt werde in Richtung B110 um gleich drei Segmente erweitert, jedes dank der zwei Tore an Vorder- und Rückseite komplett durchfahrbar. Als besonderen Clou sieht Unternehmenschef Albrecht aber die damit verbundene neue technische Aufrüstung an: Die reicht vom Portalkran über Montagegerüste bis hin zu einer stählernen Wartungsgrube, die zehn Meter in der Länge misst und in einem Stück im Boden versenkt wird. Bereits Anfang Oktober sollen nach dem bisherigen Plan die Stahlbauexperten für die Hallen-Errichtung anrücken, sodass die Fertigstellung auch dieses Rohbaus noch 2020 erfolgt.

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