ANWOHNER IN ANGST

Raser machen Straße in Demmin unsicher

Anwohner im Pensiner Weg in Demmin haben nahezu täglich mit rücksichtslosen Autofahrern zu kämpfen und fühlen sich von den Behörden im Stich gelassen.
Auf der Straße, die stadtauswärts in Richtung Pensin führt, gilt Tempo 50. Viele Autofahrer sind hier aber deu
Auf der Straße, die stadtauswärts in Richtung Pensin führt, gilt Tempo 50. Viele Autofahrer sind hier aber deutlich schneller unterwegs. Tobias Holtz
Demmin.

„Die Straße wird leider immer mehr zur Rennstrecke“, schimpft eine Demminerin, während gerade wieder ein Wagen den Pensiner Weg viel zu schnell entlang brettert. Dass hier Tempo 50 gilt, scheint so manchen Autofahrer überhaupt nicht zu interessieren. Für die Anwohner ist das schon seit Längerem ein Problem. „Wenn Fußgänger aus dem angrenzenden Blumenweg kommen und die Straße überqueren wollen, müssen sie schon höllisch aufpassen, dass nicht gerade wieder ein Raser mit Vollgas von links um die Ecke gedüst kommt. Meist sind es Berufspendler“, meint die Seniorin zu wissen.

Gerade in ihrem Wohngebiet, wo viele ältere Menschen und Familien mit Kindern leben, sei die Gefahr für mögliche Unfälle besonders groß. Sie und ihr Mann hätten sich deshalb bereits wiederholt an das städtische Ordnungsamt gewandt – allerdings ohne Erfolg. „Muss erst ein Mensch angefahren werden, damit die Behörden endlich einschreiten?“, fragt sich das Ehepaar.

Kontrollen müssen beim Landkreis beantragt werden

Für sie wären verkehrsberuhigende Hindernisse oder verstärkte Blitzerkontrollen eine Möglichkeit, um die offensichtlichen Geschwindigkeitsübertretungen dauerhaft zu senken. Einfach umzusetzen ist ein solches Vorgehen jedoch nicht, wie Demmins Ordnungsamtsleiter, Jörg Küthe, auf Nordkurier-Nachfrage erklärte. „Der Pensiner Weg ist eine Kreisstraße. Und für die Überwachung des fließenden Verkehrs ist ohnehin der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zuständig. Dennoch nehmen wir die Sorgen der Anwohner sehr ernst“, versichert Küthe. So hätten in den vergangen Jahren bereits in regelmäßigen Abständen mobile Geschwindigkeitsmessungen auf der Strecke stattgefunden.

Diese müssen im Allgemeinen aber vorher beim Verkehrsamt beantragt werden. „Die Überwachung wird dann nach Dringlichkeit geregelt und hängt von mehreren Faktoren ab. Beispielsweise davon, ob eine bestimmte Straße in den polizeilichen Statistiken als Unfallschwerpunkt aufgeführt wird. Die Entscheidung, wann und wie oft Kontrollen durchgeführt werden, liegt also nicht bei uns“, so der Ordnungsamtschef.

Stationärer Blitzer wird erwogen

Durch wechselseitig angeordnete Parkverbotszonen entlang der Fahrbahn hatte die Stadt schon versucht die Temposünder im Pensiner Weg auszubremsen. Denn wenn mal auf der linken und mal auf der rechten Seite ein Wagen parkt, müssen Autofahrer automatisch vorsichtiger fahren, so die Überlegung.

Allerdings hat diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg mit sich gebracht. Sobald sie sich an einem der wenigen parkenden Fahrzeuge vorbeigeschlängelt haben, wird das Gaspedal wieder bis zum Anschlag durchgetreten, wie der Nordkurier vor Ort beobachten konnte. „Wir werden uns demnächst noch mal mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde in Verbindung setzen und darüber beraten, ob nicht doch die Notwendigkeit besteht, im Pensiner Weg künftig einen stationären Blitzer zu installieren“, erklärt Jörg Küthe.

Für die Anwohner ist eine schnellstmögliche Lösung auf jeden Fall wünschenswert, damit die Rennstrecke vor ihrer Haustür endlich der Vergangenheit angehört.

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Kommentare (1)

...erklären Sie doch mal Bitte was oder wer ist ein Raser? Dann hat man vielleicht ein besseres Verständnis für den Artikel.