VANDALISMUS

Rechte Schmierereien an der Beermann-Arena

Die Beermann-Arena ist erneut Zielscheibe von Vandalismus geworden. Die Täter stahlen und hinterließen eine verbotene Signatur.
An der Beermann-Arena laufen derzeit Bauarbeiten, bei denen unter anderem Fenster und Türen erneuert wurden. Doch in der
An der Beermann-Arena laufen derzeit Bauarbeiten, bei denen unter anderem Fenster und Türen erneuert wurden. Doch in der Nacht zum Mittwoch hinterließen auch randalierende Diebe ihre Spuren auf der Baustelle. Christine Gerhard
In der Beermann-Arena trainieren Vereine und Schulklassen.
In der Beermann-Arena trainieren Vereine und Schulklassen. Christine Gerhard
Die Beermann-Arena ist nicht zum ersten Mal Opfer von Vandalismus geworden.
Die Beermann-Arena ist nicht zum ersten Mal Opfer von Vandalismus geworden. Christine Gerhard
Demmin.

Die Beermann-Arena ist der Stolz der Stadt, umso mehr als ihrem Bau jahrelange, teils heftige Kontroversen im Rathaus und auch unter Sportvereinen vorausgegangen waren. Hartnäckig hatten die Befürworter für das Vorhaben kämpfen müssen. Seit 2018 aber hat Demmin mit der Beermann-Arena eine wettkampftaugliche, moderne Sport- und Kulturhalle.

Am Mittwochmorgen stellte sich das Aushängeschild, dem nicht nur Sportfans so lange entgegengefiebert hatten, jedoch ganz anders dar. Gegen 6.15 Uhr entdeckte ein Frühaufsteher die Bescherung an der Schützenstraße: Die neue Tür und Fenster der Beermann-Arena waren mit Bauschaum beschmiert. Auf dem Bürgersteig am rechten Seiteneingang hatten die Täter deutlich sichtbar eine Signatur hinterlassen – ein 40 mal 40 Zentimeter großes Hakenkreuz, vor der Sporthalle, in Nachbarschaft der Pestalozzi-Schule und unweit des Jüdischen Friedhofs.

Hakenkreuz schnell beseitigt

„Das Hakenkreuz wurde gleich beseitigt“, erklärte eine Polizeibeamtin. „Solche verfassungswidrigen Symbole sollen nicht in der Öffentlichkeit zu sehen sein.“ An der Sporthalle stellten die Ermittler außerdem fest, dass Edelstahleinläufe gestohlen worden waren, vermutlich von denselben Tätern. Schätzungsweise 1000 Euro Schaden waren damit über Nacht entstanden.

Beeinträchtigt das nun die derzeit laufenden Bauarbeiten an der Sporthalle? Bauamtsleiter Dietmar Schmidt kann beruhigen: „Zu Bauverzögerungen kommt es deshalb nicht.“ Die Spuren der Tat seien in der Zwischenzeit vom Hallenpersonal beseitigt worden. Ärgerlich ist die Sachbeschädigung aber trotzdem, zumal sie kein Einzelfall war. „Generell sind Vandalismusschäden auf Baustellen leider keine Seltenheit“, weiß Schmidt.

Der Vorfall war auch nicht der erste mutwillige Schlag gegen die Beermann-Arena. Noch vor der feierlichen Eröffnung war der Eingangsbereich durch Brandstifter beschädigt worden. Im vergangenen Jahr zerstörten Krawallbürger dann die Scheiben an zwei Türen. An den Wänden prangen zudem bereits mehrere Graffiti, manche davon notdürftig übermalt. Eines ist aber noch deutlich zu lesen: „ACAB“, eine englische Beleidigung der Polizei. Bei dem aktuellen Fall schließlich handele es sich wohl um einen dummen Jungenstreich, meint Schmidt.

Polizei sucht Zeugen

Ein Dummejungenstreich, der für die noch unbekannten Täter weitreichende Folgen haben kann. Denn werden sie gefasst, müssen sie sich wegen gleich mehrerer Vergehen verantworten: Sachbeschädigung, Diebstahl und ein Verstoß nach Paragraph 86a, dem „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ wird ihnen zur Last gelegt. Auf die letztgenannte Straftat steht nach Strafgesetzbuch eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Entsprechende Anzeigen sind gestellt, die Polizei ermittelt in dem Fall und sucht nach Zeugen. Wer im Tatzeitraum zwischen Dienstag, 16.15 Uhr, und Mittwoch, 5.30 Uhr, etwas Verdächtiges gesehen oder gehört hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 03998 2540 bei der Polizei Demmin zu melden.

 

 

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Kommentare (1)

ob es sich bei den vermeintlichen Tätern tatsächlich um Angehörige eines spätantiken germanischen Volksstammes handelt. Ähnliche Artikel gab es 1989 auch schon in der Freien Erde. Später stellte sich heraus, daß einiges von der Stasi inszeniert wurde. Was bleibt ist klare Meinungsmache zugunsten der Roten.