Geld vom Land
Romantik-Orgel soll vor Holzwurm gerettet werden

Ministerin Katy Hoffmeister übergab im Beisein des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow (links) und Pastor Martin Wiesenberg (rechts) einen symbolischen Scheck über 9900 Euro an Kirchenmusikdirektor Thomas Beck (zweiter von links) und Ernst Wellmer vom Orgelförderverein.
Ministerin Katy Hoffmeister übergab im Beisein des Landtagsabgeordneten Franz-Robert Liskow (links) und Pastor Martin Wiesenberg (rechts) einen symbolischen Scheck über 9900 Euro an Kirchenmusikdirektor Thomas Beck (zweiter von links) und Ernst Wellmer vom Orgelförderverein.
Georg Wagner

Mit Geld vom Land kommt die evangelische Kirchengemeinde Demmin dem Ziel ein Stück näher, den Schädling im Instrument der Kirche St. Bartholomaei zu bekämpfen.

Die evangelische Kirchengemeinde Demmin erhält aus dem Strategiefonds des Landes 9900 Euro zur Bekämpfung des Holzwurms auf der Orgelempore in der Kirche St. Bartholomaei. Er bedroht auch die wertvolle Buchholz-Grüneberg-Orgel. Nun überreichte die auch für Kirchenangelegenheiten zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU) den Zuwendungsbescheid an Kirchenmusikdirektor Thomas Beck und den Orgelförderverein. Es sei wichtig zu handeln, bevor es zu spät ist, erklärte sie.

Viel Zeit bleibt der Kirche dafür nicht mehr. Der Holzschädling hat sich bereits tief ins Gebälk der Empore gebohrt und laut Thomas Beck auch schon auf die Windladen der Orgel übergegriffen.

Die Demminer Orgel gilt als Deutschlands größte, noch erhaltene Orgel des berühmten Stettiner Orgelbaumeisters Barnim Grüneberg. Ihr romantischer Klang wird von Experten aus dem In- und Ausland geschätzt. Ihre originale Disposition soll aus dem Jahr 1867 stammen.