Immer mehr Müll in der Natur

Säckeweise Schlachtabfälle bei Loitz entdeckt

In Peenetal-Loitz und Jarmen wird immer häufiger in Größenordnungen Müll in die Landschaft geschmissen. Besonders erschreckend ist der aktuellste Fall.
So schlimm sieht es derzeit an einem Verbindungsweg zwischen den Loitzer Ortsteilen Rustow und Voßbäk aus. Tierrest
So schlimm sieht es derzeit an einem Verbindungsweg zwischen den Loitzer Ortsteilen Rustow und Voßbäk aus. Tierreste in Mülltüten, Flaschen, Autoreifen und vieles mehr verunreinigen dort die Landschaft. Ulrike Rosenstädt
Der Wüstenfelder Ortsbeiratsvorsitzende Frank Baresel lässt nicht locker. Seit vielen Jahren macht er immer wieder a
Der Wüstenfelder Ortsbeiratsvorsitzende Frank Baresel lässt nicht locker. Seit vielen Jahren macht er immer wieder auf Dreckecken aufmerksam, die von Personen verursacht werden, die ihren Müll in die Landschaft rund um Loitz werfen. Ulrike Rosenstädt
Wer macht so etwas? Reste von Federvieh wurden in Mülltüten gestopft und nahe eines kleinen Gewässers zwischen
Wer macht so etwas? Reste von Federvieh wurden in Mülltüten gestopft und nahe eines kleinen Gewässers zwischen Rustow und Voßbäk abgelegt. Ulrike Rosenstädt
Loitz

Immer mehr illegale Müllkippen bringen immer mehr Menschen dazu, sich beim Nordkurier zu melden. Nach dem Beitrag über Staubsauger, Geschirr, alte Farbeimer und Grünschnitt in Plastiktüten an einem Feldrand zwischen Wüstenfelde und Demmin, erreichte die Redaktion jetzt eine Meldung, die das noch weit übertrifft: „Es ist nicht schön, was bei Wüstenfelde herumliegt, aber fahren Sie mal an einen Feldweg zwischen Rustow und Voßbäk. Dort sieht es noch viel schlimmer aus, wir sind erschüttert, was die Leute alles in die Landschaft werfen.“

Zu Recht ist die Rustowerin Thekla Käding aufgebracht über das fahrlässige Verhalten von denen, die unweit der B194 für ein Bild des Schreckens gesorgt haben: Große Mengen weißer Federn, sehr wahrscheinlich Abfälle von Schlachtvieh, in blaue Müllsäcke gestopft, die inzwischen von Wind oder Wild aufgerissen wurden, liegen an einem kleinen, mit Wasser gefüllten Tümpel. Gepaart mit alten Plastikkörben und allerlei anderem Müll, der nicht einfach mal so, sondern ganz offensichtlich bewusst in die Landschaft geschmissen wurde.

Ortsbeirat fordert härteres Durchgreifen

Leider gibt es auch von der anderen Seite der Peene in Sachen illegaler Müllentsorgung alles andere als Entwarnung: Nachdem der Wüstenfelder Ortsbeiratsvorsitzende Frank Baresel öffentlich auf Probleme in diesem Bereich aufmerksam gemacht hatte, schreckte das Personen nicht davon ab, weiter Hauswirtschaftsabfälle, Mülleimer, Plastik und vieles andere mehr in Gräben und unter Gebüschen verschwinden zu lassen. „Sogar Dachteile liegen jetzt an einem Weg zwischen Zeitlow und Pensin. Jetzt reicht es wirklich. Es müssen andere, strengere Maßnahmen ergriffen werden. Das müssen wir gemeinsam mit der Stadt beraten und in den Griff bekommen. Dieser Dreistigkeit muss endlich etwas entgegengesetzt werden“, sagte Frank Baresel am Mittwoch.

Auch ein Nordkurier-Leser aus Jarmen teilte jüngst seinen Unmut darüber mit, dass vor allem am Müssentiner Weg eine illegale Müllkippe entsteht. Ein Verhalten, das er nicht nachvollziehen und schon gar nicht akzeptieren kann.

Anzeigen gegen Unbekannt führen zu nichts

Strengere Maßnahmen werden gefordert. Doch wie könnten diese aussehen? Wie reagiert die Loitzer Stadtverwaltung, wenn sie von solchen Vorkommnissen, wie unweit von Rustow, erfährt? „Wir werden uns die Stellen auf jeden Fall ansehen. Mitarbeiter werden rausfahren, sich das anschauen und auch sehr genau hinschauen, denn manchmal ist es tatsächlich so, dass sich an Mülltüten oder anderen Gegenständen Hinweise auf Verursacher befinden. Mit denen können wir dann Kontakt aufnehmen. In anderen Fällen können wir Anzeigen gegen unbekannt erstatten. Doch das führt ja leider zu nichts“, sagte die Loitzer Ordnungsamtsleiterin Christiane Strobel. Auch sie reagierte sehr verärgert auf die Bilder vom Landweg zwischen Rustow und Voßbäk.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Vermüllung rund um Loitz heute bei der Stadtvertretersitzung diskutiert wird. „Ich werde mich dafür einsetzen, wir dürfen nicht locker lassen. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden die Probleme noch größer und unsere Natur verkommt immer weiter“, kündigte der Ortsbeiratsvorsitzende Franks Baresel an.

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