ANWOHNER FÜHLEN SICH HINGEHALTEN

Sanierung am Hopfenfeld: Wann geht es endlich los?

Drei Jahre lang haben die Anwohner darauf gewartet, dass die Problemstraße am Hopfenfeld instand gesetzt wird. Doch bislang ist davon nichts zu sehen.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Die Demminer Huckelpiste Hopfenfeld ist nach wie vor von Löchern und Rissen übersät. Doch in diesem Monat soll
Die Demminer Huckelpiste Hopfenfeld ist nach wie vor von Löchern und Rissen übersät. Doch in diesem Monat soll nun endlich mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. Tobias Holtz
Die Bewohner der Straße warten seit drei Jahren auf die Sanierung.
Die Bewohner der Straße warten seit drei Jahren auf die Sanierung. Tobias Holtz
Demmin.

„Es tut sich hier einfach nichts“, sagte ein verärgerter Anwohner kopfschüttelnd, während er gerade dabei war, die Post aus dem Briefkasten zu holen. Die von Schlaglöchern und Rissen übersäte Straße am Hopfenfeld glich am Montag immer noch einer Huckelpiste.

Besonders schlecht ist der Zustand innerhalb der U-förmigen Kurve, die vom Hauptweg abzweigt. Die Stadtverwaltung hatte die längst überfällige Straßensanierung extra bis 2019 zurückgestellt, damit die Anlieger dank der neuen Gesetzgebung keine Straßenausbaubeiträge mehr zahlen müssen.

Zur Kasse gebeten werden sie allerdings trotzdem, da der Wasser- und Abwasserzweckverband Demmin/Altentreptow in Absprache mit dem städtischen Bauamt parallel die Kanalisation erneuert. Solche Kanalarbeiten fallen allerdings aus dem Kommunalen Abgabegesetz heraus, was zur Folge hat, dass die Kosten automatisch auf die Bewohner umgelegt werden.

Auftrag ist vergeben

„Vor vier Wochen wurde uns auf der Einwohnerversammlung versprochen, dass es im Oktober endlich losgehen soll. Bauarbeiter sucht man hier im Wohngebiet aber bislang vergebens“, sagte der entrüstete Senior, der mit seiner Meinung nicht allein dasteht. In den vergangenen Tagen klingelte auch beim Nordkurier häufig das Telefon, weil so mancher Anwohner wissen wollte, wann die Sanierung der Holperstraße denn nun startet. „Auf jeden Fall noch in diesem Monat“, versicherte Thomas Engler auf Nordkurier-Nachfrage, ohne ein konkretes Datum nennen zu wollen.

Der Auftrag sei bereits an die Firma „Peene Baugesellschaft“ in Neukalen erteilt worden. Sobald alle erforderlichen Baumaterialien geliefert seien, könne mit den Arbeiten begonnen werden. Über den genauen Termin würden alle betreffenden Haushalte noch schriftlich informiert, so der stellvertretende Bauamtsleiter.

Doch bevor die Instandsetzung der Straße überhaupt in Angriff genommen werden kann, soll zunächst das neue Doppel-Pumpwerk durch den Zweckverband installiert werden. Wie der Demminer Betriebsstellenleiter der Gesellschaft für kommunale Umweltdienste (GKU), André Schönerstedt-Jankowski versicherte, wird die Wasserversorgung während der Baumaßnahme durchgehend gewährleistet sein.

Spätestens Ende Juli 2020 sollen die rund 1,2 Millionen Euro teuren Sanierungs- und Kanalisationsarbeiten am Hopfenfeld komplett abgeschlossen sein. „Wenn wir gut durch den Winter kommen, klappt es vielleicht sogar schon im Frühjahr“, meinte Thomas Engler.

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