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Jetzt auch Partner in der Schule

Jörg-Uwe Braun (rechts) und Dariusz Michalak besiegeln die Schulpartnerschaft zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Demmin und einem Bobolicer Gymnasium. Für Michalaks Stellvertreterin Anna Kuropatnicka (links) ist es ein wichtiger Moment. „Wir schreiben Geschichte“, meint sie.
Jörg-Uwe Braun (rechts) und Dariusz Michalak besiegeln die Schulpartnerschaft zwischen dem Evangelischen Schulzentrum Demmin und einem Bobolicer Gymnasium. Für Michalaks Stellvertreterin Anna Kuropatnicka (links) ist es ein wichtiger Moment. „Wir schreiben Geschichte“, meint sie.
Kirsten Gehrke

Zwei Jahre haben sie sich beschnuppert, jetzt machten sie Nägel mit Köpfen. Eine Demminer Schule und ein Bobolicer Gymnasium sind nun Partner.

Der Unterricht ist unterschiedlich. Das macht es ja so spannend, meint Jörg-Uwe Braun. Der Schulleiter des Evangelischen Schulzentrums „Katharina von Bora“ verspricht sich viel von der Zusammenarbeit. Mit seinem Team und polnischen Amtskollegen aus dem Gymnasium „Agaty Mroz-Olszewskiej“ Bobolice bereitet er gerade den nächsten Lehreraustausch für März in Demmins Partnerstadt vor. Um die Lehrerpersönlichkeit in der modernen Zeit soll es gehen, wie gerecht werde man diesem. „Darüber wollen wir uns austauschen“, meint Braun.

Seit fast zwei Jahren gibt es freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Schulen. Nun wurde am Donnerstag die Partnerschaft feierlich besiegelt. Die Schulleiter Jörg-Uwe Braun und Dariusz Michalak unterzeichneten in Demmin einen Kooperationsvertrag. Angefangen hatte alles bei offiziellen Besuchen in den Partnerstädten. Wie sich sich Vize-Bürgermeister Günter Behnke erinnert, sei in den Gesprächen der Wunsch nach Schulpatenschaften immer größer geworden. So entstand der Kontakt zum Evangelischen Schulzentrum.

„Das ist eigentlich, was wir immer wollten“

Bei einem ersten Treffen in Bobolice, dann beim Gegenbesuch wurden die Beziehungen konkreter. „Es geht um das Verständnis für die deutsche und polnische Lebensweise, diese erlebbar zu machen“, erklärt Braun. Zweimal seien Demminer Jugendliche schon in Bobolice, einmal die Polen in der Hansestadt gewesen. Die Jugendlichen seien bei diesen Schüleraustauschen in Familien untergebracht, um Kultur und Sprache kennen zu lernen.

Behnke freut sich über die Kooperation. „Das ist eigentlich, was wir immer wollten mit der Partnerschaft, dass persönliche Kontakte entstehen.“ Das Interesse des Austausches werde immer größer. Lernen an der Bobolicer Partnerschule 240 Schüler, 13-  bis 15-Jährige, sind es in Demmin 170. Beide Seiten wollen sich respektieren und voneinander lernen. Im Juni erwarten die Demminer wieder Gäste aus Boblolice. Zuvor treffen sich die Lehrer in Polen.