Bilanz am Kummerower See:

See macht Touristiker glücklich

Wenn die Touristiker am Kummerower See auf den diesjährigen Sommer zurückblicken, gehen die Mundwinkel nach oben. Und das, obwohl zumindest die Schönwetter-Urlauber offenbar flatterhafter werden.

Von links: Bianka Pommerenke, Michael Brandt und Margitta Klatt vom Campingplatz in Sommersdorf freuen sich über die Sommer-Saison 2013. Anderen am Kummerower See geht es da genauso.
Jörg Döbereiner Von links: Bianka Pommerenke, Michael Brandt und Margitta Klatt vom Campingplatz in Sommersdorf freuen sich über die Sommer-Saison 2013. Anderen am Kummerower See geht es da genauso.

„Schlafen“, antwortet Ingo Ernst auf die Frage, was er denn nach der Saison zu tun gedenke. Natürlich sagt er das nur im Scherz – aber ein Fünkchen Wahrheit steckt schon darin. Von Mai bis September hat er in seinem Kanu- und Fahrradverleih „Abenteuer Peenetal“ in Verchen kaum eine ruhige Stunde.

Da fällt die Entspannung eben in die kalte Jahreszeit – vor allem nach einer Saison wie dieser. „Dieses Jahr war es sehr gut“, zieht Ingo Ernst Bilanz. Deutlich mehr Touristen als im Vorjahr hätten das gute Wetter ausgenutzt, um Schiffstouren auf der Peene zu unternehmen oder entlang des Kummerower Sees zu radeln.

Ingo Ernst steht mit seiner positiven Bilanz keineswegs allein da. Wo man auch fragt, entlang des Kummerower Sees kann sich keiner über die Saison beklagen. „Ich bin zufrieden, das Wetter hat gestimmt“, bilanziert Sigrid Borchert von der Gaststätte und Pension Aalbude in dem gleichnamigen Ortsteil von Dargun. Michael Brandt vom Campingplatz in Sommersdorf schließt sich an: „Im Vergleich zum vergangenen Jahr war es eine sehr gute Saison.“ Ganze 14 Prozent mehr Gäste als 2012 hätten den Weg nach Sommersdorf gefunden, darunter hauptsächlich Familien mit Kindern bis 14 Jahre. Die Gäste blieben im Schnitt drei Tage. Doch auch die Zahl der Urlauber, die länger als zwei Wochen in Sommersdorf weilten, habe sich erhöht. „Wir sind zuversichtlich, dass wir bei den Übernachtungen die Bestmarke aus dem Jahr 2005 knacken“, meint Michael Brandt. Er habe beobachtet, dass viele Camper zunächst an die Ostsee gefahren sind und dann wieder zurück kamen, weil sie dort keinen Stellplatz gefunden hatten.

Die Verbindung zur Ostsee ist auch für Gunter Meitzner ein gewichtiges Pfund im Wettbewerb um die Touristen. „Viele Gäste nutzen uns als Zwischenstopp auf dem Weg zur Ostsee oder erkunden von hier aus die Ostsee-Inseln“, sagt der Seniorchef des Hotels Gravelotte. Auch er zeigt sich zufrieden mit der Saison. Die hört für das Hotel Gravelotte anders als für manch anderen Touristiker aber nicht auf, wenn die kalten Monate beginnen. Denn im Winter kommen die Stammgäste. „Wir sind bis April jedes Wochenende ausgebucht“, freut sich Gunter Meitzner. Vom guten Wetter sieht er seine Saison nicht abhängig. „Die angemeldeten Gäste kommen.“