Ausflug ins Mittelalter: Das Hanseviertel lädt die Demminer und ihre Gäste zu attraktiven Veranstaltungen ein.
Ausflug ins Mittelalter: Das Hanseviertel lädt die Demminer und ihre Gäste zu attraktiven Veranstaltungen ein. Christine Gerhard
Tourismus

So soll das Demminer Hanseviertel noch schöner werden

Das Hanseviertel in Demmin erweist sich als städtischer Besuchermagnet. Um es noch attraktiver zu machen, sind künftig einige Baumaßnahmen geplant.
Demmin

Ein lauschiges Plätzchen mitten in der Stadt ist das Demminer Hanseviertel. Das kleine Mittelalterdorf am Rande des Hafens lockt immer mehr Besucher an, freut sich Ronny Szabó. „Die Saison konnte in diesem Jahr erstmals wieder pünktlich im Mai starten“, erläutert Demmins Kulturamtsleiter. Und das bringt Einnahmen in die Stadtkasse: „Geplant waren für dieses Jahr 13.000 Euro Eintritt, wir haben aber jetzt schon 14.719 Euro zu vermelden. Außerdem waren 15.000 Euro Erlöse aus Warenverkauf geplant; wir haben aber bislang sogar schon 22.497 Euro eingenommen.“

Zwei wichtige Veranstaltungen werden im Hanseviertel in diesem Jahr voraussichtlich noch stattfinden: Am 24. September sind Anwohner und Gäste zum Erntefest im mittelalterlichen Ambiente eingeladen. Auch ein Adventsmarkt soll in diesem Jahr wieder seine Tore öffnen, meint Szabó: „Wenn wir dies komplett über den Verein organisieren, dann bekommt die Stadt einen weiteren Höhepunkt, ohne dass dies den Etat belastet.“

Um das Gelände noch besser nutzen zu können, sind weitere Maßnahmen vorgesehen. Ganz oben auf der Liste: eine Toilette. Dafür soll ein Container aufgestellt und „mittelalterlich“ verkleidet werden. Ein Leader-Antrag soll die Finanzierung ermöglichen. Ein weiteres Problem ist der Anleger. Er ist marode und deshalb gesperrt. Um ihn nutzbar zu machen, ist schwere Technik notwendig, berichtet Bürgermeister Thomas Witkowski. Deshalb können die Arbeiten erst nach Saisonschluss beginnen.

Ausbau der Gastronomie nicht so einfach möglich

Auch der Rundweg soll weiter ausgebaut werden. Zur Finanzierung bereitet das Bauamt derzeit einen Antrag an den Vorpommernfonds vor. Um das Hanseviertel zur Straße hin besser sichtbar zu machen, soll im Herbst zudem das Schild am Eingang erneuert werden. Bürgermeister Witkowski würde gern auch das Schild an der Einfahrt um 90 Grad drehen – Fundamente seien vorhanden, aber für Werbeaufsteller an Bundesstraßen gelten strenge Regeln: „Wenn es nicht geht, dann müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.“

Auch Neubauten auf dem Gelände seien leider nicht so einfach möglich, sagt der Bürgermeister. Dabei wäre eine Umkleide fürs Personal sehr willkommen. Und auch Überlegungen zum Ausbau der Gastronomie scheitern daran, dass die vorhandenen Räumlichkeiten dafür nicht ausreichen.

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