DEMMINER MÜHLENGRABEN

Stadt bietet Skippern Hilfe beim Krauten an

Im heißen Sommer dieses Jahres stand Bootsbesitzern am Demminer Mühlengraben nicht nur der Schweiß im Gesicht, sondern auch pure Verzweiflung. Dichtes Grünzeug hinderte sie mitunter am Auslaufen. Jetzt liegt ein Lösungsvorschlag auf dem Tisch.
Georg Wagner Georg Wagner
Im August zogen THW und Stadthandwerker ganze Grasinseln aus dem Mühlengraben, doch das Ergebnis hielt nicht lange vor. Einige Wochen später war das Gewässer wieder dicht.
Im August zogen THW und Stadthandwerker ganze Grasinseln aus dem Mühlengraben, doch das Ergebnis hielt nicht lange vor. Einige Wochen später war das Gewässer wieder dicht. Georg Wagner
Demmin.

Für die Freizeitskipper im Demminer Mühlengraben dürfte das in der Erinnerung bleibende Bild dieses Sommers vor allem eine Farbe haben: grün. Je länger die Sommerhitze andauerte, desto grüner wurde es – Kraut und Entengrütze so weit das Auge reichte. Zeitweilig war der schwimmende Bewuchs so dicht, dass sie nicht einmal mehr mit ihren Motorbooten auslaufen konnten, und die schweißtreibende Anstrengung, mit Harken dagegen vorzugehen, wirkte wie die reinste Sisyphusarbeit.

Als das Technische Hilfswerk (THW) und die Stadthandwerker im August im Auftrag der Stadt wenigstens die größten Grasinseln aus dem Wasser zogen, brachte das zwar vorübergehend Erleichterung, doch die hielt nicht lange an.

Bei alledem stellte sich dann auch noch die Frage, wer überhaupt für die Freihaltung des Gewässers verantwortlich sei. Das Wasser- und Schifffahrtsamt sah sich für das Nebengewässer der Peene nicht in der Pflicht, die Stadt gleichfalls nicht. Verantwortlich seien die Nutzer, also die Bootsfahrer, hieß es.

Ein Viertel die Stadt, drei Viertel die Vereine

Mittlerweile aber ist die Stadt ihnen ein Stück entgegengekommen. Laut Bürgermeister Michael Koch gab es am 13. September ein Treffen mit Vereinsvertretern im Rathaus. Dabei erklärte sich die Stadt bereit, in Zukunft ein Viertel der Entkrautungskosten zu übernehmen. Die übrigen drei Viertel sollten die drei Vereine tragen. Damit entfielen auf jeden Bootsschuppen etwa 50 Euro. „Die Vereine wurden gebeten, dieses Angebot zu prüfen“, berichtete Koch in der Stadtvertretung. „Auf den Rücklauf warten wir noch.“

Das Warten wird sich wohl nicht mehr allzu lange hinziehen. Der Wassersportverein „Osthafen“ beispielsweise will an diesem Wochenende ein Treffen abhalten. Bisher sind die Meinungen dort nach Kenntnis des Vorsitzenden, Armin Schroeder, gespalten. Einige Sportfreunde hätten ihm mitgeteilt, das Angebot annehmen zu wollen, doch das gilt nicht für alle. Zudem stellt sich für Schroeder die Frage, wie es mit einer Beteiligung der nicht in Vereinen organisierten Bootsbesitzer am Mühlengraben steht.

Bei den beiden anderen Vereinen waren die Vorsitzenden am Freitag nicht zu erreichen.

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