Die Modernisierung der Pestalozzi-Schule sorgt im Haushaltsentwurf 2023 das erst mal seit 2017 wieder für Kreditschulden.
Die Modernisierung der Pestalozzi-Schule sorgt im Haushaltsentwurf 2023 das erst mal seit 2017 wieder für Kreditschulden. Karsten Riemer
Haushalt

Stadt Demmin hat seit langem wieder Schulden

Eine Millionensumme an Schulden taucht nach Jahren wieder im städtischen Haushaltsentwurf auf. Der Grund ist allerdings keine Misswirtschaft.
Demmin

Mit dem Haushaltsentwurf für das kommende Jahr zeichnet sich ab, dass Verwaltung und Politik – dank finanzieller Reserven der Vorjahre – erneut ein ausgeglichenes Stadtsäckel präsentieren können. Nichtsdestotrotz taucht im 2023er Zahlenwerk ein Posten auf, den es so von 2018 bis 2021 nicht gab und der im Grunde auch in diesem Jahr keine Rolle gespielt hat. Schulden.

Insgesamt vier Millionen Euro sind in den Unterlagen der Kämmerei bereits zum Stichtag 31. Dezember 2022 angeführt – auch wenn die Summe erst ab 2023 von Belang ist. Auf die Einwohnerzahl der Hansestadt gerechnet bedeutet das rund 380 Euro pro Bürger. Allerdings nicht aufgrund von Misswirtschaft der Stadt. Vielmehr bezieht sich die Summe auf einen Investitionskredit, welcher für den Umbau der Pestalozzi-Schule notwendig wird.

Stadtvertretung stimmte zu

Schon im Nachtragshaushalt 2021 stimmte die Stadtvertretung der Aufnahme zu. Abschließend genehmigt durch die Kommunalaufsicht mit Frist bis Ende dieses Jahres. Um einem erneuten Genehmigungsverfahren zu entgehen, musste die Verwaltung demnach handeln – unterstützt von einem weiterem Votum der Politik. „Der Auszahlungsbeginn ist der 31. Dezember 2022“, so Kämmerer Ronny Szabó.

Ein Schritt der Stadt, welcher sich indes erst in den kommenden Jahre wirklich auswirkt. Denn Fakt ist, dass die Kreditschulden bei einer geplanten Abzahlungsrate von rund 170 000 Euro jährlich fester Bestandteil künftiger Stadthaushalte sein werden.

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