Historisches Gebäude

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Startschuss für Amtsgericht-Sanierung im Herbst

Dieser Anblick dürfte den Demminern und Durchreisenden bald erspart bleiben: Für die Sanierung des historischen Gerichtsgebäudes bereitet der landeseigene BBL derzeit die ersten Ausschreibungen vor.
Dieser Anblick dürfte den Demminern und Durchreisenden bald erspart bleiben: Für die Sanierung des historischen Gerichtsgebäudes bereitet der landeseigene BBL derzeit die ersten Ausschreibungen vor.
Georg Wagner

Rein äußerlich ist es zwar noch nicht zu sehen, aber die Sanierung des historischen Demminer Gerichtsgebäudes nimmt jetzt konkrete Formen an. Vor Ort sorgt das für Zufriedenheit – gemischt mit Skepsis.

Ein seit Jahren laufendes Demminer Trauerspiel scheint sich jetzt zum Besseren zu wenden. Nach Auskunft des landeseigenen „Betrieb für Bau und Liegenschaften“ (BBL) wurde im Juli die Entwurfsplanung zur Sanierung des historischen Gerichtsgebäudes baufachlich genehmigt und vom Finanzministerium haushaltsrechtlich anerkannt. Damit ist ein wesentlicher Schritt genommen, um das unter Denkmalschutz stehende Haus in der Clara-Zetkin-Straße wieder in einen ansehnlicheren Zustand zu versetzen.

Genutzt werden soll es in Zukunft ausschließlich für die Justiz. Laut BBL-Sprecherin Anne Jonas soll die derzeit in den rückwärtigen Gebäudeteilen untergebrachte Zweigstelle des Amtsgerichts Neubrandenburg erweitert werden. Das Obergeschoss soll künftig für das Gericht dienen, im Keller sollen Gewahrsamszellen eingerichtet werden. Das Erdgeschoss werde als Archivfläche hergerichtet, erklärte sie auf Anfrage des Nordkurier.

Sanierung durch Amtsgerichts-Reform gestoppt

Derzeit werden laut Anne Jonas die ersten Ausschreibungen zur Instandsetzung von Gebäudesubstanz, Fassade, Dach und Fenstern sowie für den Gerüstbau vorbereitet. „Die ersten Submissionen finden bereits im September statt.“ Ende Oktober oder Anfang November dieses Jahres werde voraussichtlich der Bau beginnen, die planmäßige Fertigstellung sei für Dezember 2020 vorgesehen, teilte sie im Einzelnen mit.

Ursprünglich sollte es schon vor Jahren saniert werden. Das wurde dann aber im Zuge der Reform der Amtsgerichtsstrukturen gestoppt. Seither kämpfte vor allem die „Arbeitsgruppe Amtsgericht“ um den Stadtvertreter Reinhardt Friedrichs (SPD) und den früheren Bürgermeister Ernst Wellmer (CDU) zunächst um den Erhalt des Justizstandortes und dann um das historische Gebäude selbst.

Kommentare (1)

Und das nicht erst seit gestern! Eine gute Drainage wird nicht genügen.