HOCHWASSERSCHUTZ

Stillstand an den Bürgerwiesen in Demmin

Die Verzögerungen der Arbeiten an den Demminer Bürgerwiesen ziehen sich hin. Wo es früher an Personal fehlte, wird heute händeringend auf den benötigten Stahl und ausstehende Gutachten gewartet. Die Verantwortlichen sind dennoch zuversichtlich.
Karsten Riemer Karsten Riemer
In den vergangenen Wochen hat sich an den Demminer Bürgerwiesen nicht all zu viel getan. Die Verzögerungen für den Baustart
In den vergangenen Wochen hat sich an den Demminer Bürgerwiesen nicht all zu viel getan. Die Verzögerungen für den Baustart des Hochwasserschutzes dauern an. Foto: Karsten Riemer
Richtgrabenweg Demmin Bürgerwiesen Baumaßnahme Hochwasserschutz
Richtgrabenweg Demmin Bürgerwiesen Baumaßnahme Hochwasserschutz
Demmin.

Es ist still an den Demminer Bürgerwiesen. Keine Baumaschine die mit lautem Getöse Stahl in den Boden presst, ist zu hören. Und das, obwohl bereits vor knapp einem Monat am 15.  Juli mit den Bauarbeiten am Hochwasserschutz begonnen werden sollte. Doch außer der vorsorglichen Verkehrseinschränkungen ist auf den ersten Blick bisher auf der Baustelle nicht viel passiert.

Das Projekt Hochwasserschutz wird schon von Anfang an durch Verzögerungen bestimmt. Der ursprünglich angedachte Baustart liegt vier Jahre zurück. Denn eigentlich sollte schon 2015 mit der Maßnahme begonnen werden. Damals ließ das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) die Arbeiten aus Personalnot verschieben. In jüngster Vergangenheit war es dann Stahl, der fehlte, um die Arbeiten zu beginnen.

Und während die Beweissicherung und die vorbereitenden Arbeiten inklusive Probepressungen bereits durchgeführt wurden, ruhen die Bauarbeiten aktuell. „Wir warten noch auf einen abschließenden Bericht der Beweissicherung“, sagt Valentina Piacentini von der zuständigen Baufirma Piacentini Costruzioni SPA. Das dauere allerdings länger als sie erwartet habe. Zuletzt waren Taucher eingesetzt worden, um den Zustand der Pfähle, die am Wassersportverein „Hanseat“ Demmin e.V. das Ufer befestigen, zu kontrollieren. „Die müssen den Bericht noch schicken“, so der für das Beweissicherungsverfahren zuständige Dr. Hermann Lubenow (Big-M GmbH). Im Großen und Ganzen sei die Beweissicherung aber abgeschlossen.

Angeblich keine Mehrkosten

Doch nicht nur der Abschlussbericht steht noch aus, auch der Stahl lässt weiter auf sich warten. „Wir hatten Probleme bei der Bestellung“, so Valentina Piacentini, die einräumt, dass die Verzögerungen der Lieferung dadurch selbstverschuldet sind. Bis Ende September rechnet Piacentini allerdings mit den fehlenden Spundwänden.

Auch Stalu-Amtsleiter Christoph Linke ist sicher, dass es sich nur um Zeitfragen handelt, bis die Hauptarbeiten beginnen können. „Für die Stahllieferung haben wir klar grünes Licht bekommen“, sagt er. Wann der Baustart sein wird, sei allerdings nicht klar. Die anhaltenden Verzögerungen sind, laut Linke, nicht absehbar gewesen.

Trotz der Wartezeit und dem fehlenden Fortschritt geht der Amtsleiter allerdings nicht davon aus, dass der finanzielle Rahmen für das Bauvorhaben nach oben korrigiert werden muss. „Wir gehen zurzeit nicht von Mehrkosten aus“, sagt Linke. Allgemein würden zusätzliche Kosten für den Auftraggeber nur bei beispielsweise einem neuen Auftragsvolumen entstehen. Und auch die ausführende Firma Piacentini Costruzioni SPA gibt sich zuversichtlich, was den finanziellen Rahmen angeht. „Nein es gibt dadurch keine Mehrkosten“, sagt Valentina Piacentini.

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