Trotz Dürre:

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Störche legen bei Nachwuchs zu

Kein seltenes Bild in diesem Sommer: Insgesamt acht Dreierbruten gab es im Demminer Gebiet.
Kein seltenes Bild in diesem Sommer: Insgesamt acht Dreierbruten gab es im Demminer Gebiet.
Birger Schütz

Weniger Brutpaare, mehr Jungstörche: Das ist das kurios anmutende Ergebnis der diesjährigen Storchen-Bilanz in der Region.

Der Jungstorch aus dem Demminer Eichholz hatte ziemlich viel Glück im Unglück: Den rabiaten Rauswurf und metertiefen Sturz aus dem elterlichen Nest überlebte der Vogel mit dem noch schwarzen Schnabel mit nichts weiter als einem Schrecken.

Der gefiederte Glückspilz gehört zu insgesamt 61 Jungstörchen, die in diesem Jahr in der Demminer Region ausgebrütet und aufgezogen wurden. „Das ist ein wenig besser als im Vorjahr“, erklärt Friedhelm Ziemann, der den Bestand der Weißstörche seit Beginn der 80er-Jahre im Demminer Altkreis überwacht und betreut.

„Wir hatten ja wieder weniger Brutpaare“, erzählt er, „insgesamt nur 33!“ Im Vorjahr seien es noch vier Paare mehr gewesen. Diese hätten damals aber zwei Junge weniger aufzogen. Doch nicht nur die Gesamtzahl der jungen Adebare sei 2018 etwas angestiegen. Auch die Bruten waren größer. So habe es im Altkreis acht Dreierbruten gegeben. In Beggerow, Demmin, Loitz und Siedenbrünzow mussten die arg beschäftigten Altvögel sogar Viererbruten aufziehen.

Trotz der Hitze und der mehrere Wochen anhaltenden Trockenheit hätten die Störche anscheinend genügend Nahrung auf den Wiesen und Äckern gefunden, erklärt der verblüffte Storchenbetreuer. „Das hängt wahrscheinlich mit der langen Feuchtigkeit im Frühjahr zusammen“, vermutet Friedhelm Ziemann. „Die Frösche haben damals gut abgelaicht und die Regenwürmer hatten sich noch nicht verkrochen.“ Sie dienen den Jungstörchen in der ersten Zeit als wichtige Eiweiß-Quelle.

Kommentare (1)

von den Störchen erzählen. Und sie werden uns fragen "Störche, was ist das?"