Vier Stunden lang musste die Feuerwehr in Demmin gegen das Hochwasser im Richtgrabenweg kämpfen.
Vier Stunden lang musste die Feuerwehr in Demmin gegen das Hochwasser im Richtgrabenweg kämpfen. Felix Schliwa
Das Wasser hat im Richtgrabenweg nach Angaben der Feuerwehr bis zu einem halben Meter hoch gestanden.
Das Wasser hat im Richtgrabenweg nach Angaben der Feuerwehr bis zu einem halben Meter hoch gestanden. Felix Schliwa
Das Regenwasser sprudelte aus den Gulli-Schächten.
Das Regenwasser sprudelte aus den Gulli-Schächten. Thomas Schult
Das durch Regenfälle entstehende Hochwasser im Richtgrabenweg ist nach Angaben der Feuerwehr und Anwohner nichts Neues.
Das durch Regenfälle entstehende Hochwasser im Richtgrabenweg ist nach Angaben der Feuerwehr und Anwohner nichts Neues. Thomas Schult
Nach dem Unwetter

Sturzartiger Regen bringt Straße in Demmin zum Überlaufen

Das Wasser habe wegen des sturzartigen Regens stellenweise eine Höhe von einem halben Meter erreicht, heißt es von der Feuerwehr. Stundenlang musste abgepumpt werden.
Demmin

Regenwasser sprudelte aus den Gulli-Schächten im Richtgrabenweg und gelangte sogar bis in die Häuser und Gärten der Anwohner. Eine Situation, die den einen oder anderen Demminer mitten in der Nacht zur Weißglut treiben kann. „Das ist eine Katastrophe”, ärgert sich Stadtvertreter Frank Ott, der selbst im Richtgrabenweg wohnt.

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Feuerwehr musste Wasser 4 Stunden lang abpumpem

Sein Garten habe komplett unter Wasser gestanden und die dort vorhandene Elektrik habe es ebenfalls erwischt, denn diese sei nun schrott. Nicht nur für Ott ist die Nacht von Freitag zu Sonnabend aufregend gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr musste wegen der Überschwemmungen ganze vier Stunden das Wasser im Richtgrabenweg abpumpen, wie Wehrführer Felix Schliwa sagt.

Das Wasser habe wegen des sturzartigen Regens stellenweise eine Höhe von einem halben Meter erreicht. Gegen 3 Uhr morgens ist der Einsatz dann vorbei gewesen, danach war von dem Hochwasser kaum noch etwas zu sehen. Bis auf einige größere Pfützen hinter den Wohnhäusern, sah es aus, als wäre nichts passiert.

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Während des Einsatzes sei jedoch ein Problem aufgetaucht, denn es haben einige Pumpen nicht funktioniert, wie Schliwa sagt. Dennoch haben die insgesamt 24 Einsatzkräfte das Hochwasser mit vier großen Pumpen erfolgreich bekämpfen können. Verletzte gab es nach Angaben der Feuerwehr zum Glück nicht.

„Man kann sich gar nicht vorstellen, mit was für einem Druck das Wasser aus den Gulli-Schächten kam”, erinnert sich der Demminer Wehrführer, der den Richtgrabenweg wegen der Auswirkungen solch starker Regenfälle sogar schon als „Problemkind” bezeichnet. Und das hat seinen Grund: Bereits vor zwei Wochen ist es in der selben Straße ebenfalls zu Überschwemmungen gekommen. Das Problem herrscht laut Stadtvertreter und Anwohner Frank Ott jedoch schon seit etwa 20 Jahren.

Abgeordneter sieht Stadt in der Pflicht

„Ich bin so verärgert, das sich niemand in der Verantwortung sieht, Geld in die Hand zu nehmen, um hier eine neue Leitung zu bauen”, zeigt sich Ott aufgebracht. Laut ihm ist es seit Jahren ein Problem, dass die im Richtgrabenweg bestehende Leitung, die die aus dem Zentrum der Stadt fließende Wassermenge, nicht aufnehmen kann. Doch der Richtgrabenweg war nicht die einzige Problemzone am vergangenen Wochenende.

Insgesamt dreimal musste die Feuerwehr laut Felix Schliwa ausrücken. Zuerst führte es die Einsatzkräfte in die Rosestraße, denn auch dort ist es zu Hochwasser gekommen. Die anderen zwei Einsätze fanden jedoch im Richtgrabenweg statt. Dort ging man nach Angaben der Feuerwehr sowohl vor als auch hinter den Wohnhäusern gegen das sich stark ansammelnde Regenwasser vor.

Und das scheint wirklich eine Menge gewesen zu sein. „Mein Messgerät zeigte von Freitagabend bis Sonnabendmorgen für Demmin 60 Liter Regen pro Quadratmeter an”, konstatiert Schliwa. Wie sich die Situation im Richtgrabenweg entwickelt, sollen kommende Regenfälle zeigen. Bei den Anwohnern ist das Maß jedenfalls voll.

 

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