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Super: Sarower überziehen Konto

Angesichts immer klammer werdender Kassen müssen die Gemeinden gut rechnen und planen. Doch nicht immer gelingt das. In Sarow sorgte der Storch für ein Defizit.

Das Geld in den Gemeinden ist fast überall knapp. Da braucht es realistische Planungen, damit am Ende eines Jahres die Kasse stimmt. Bei einem Konto in der Gemeinde Sarow hat das nicht so richtig geklappt, wie Bürgermeister Friedhelm Wyrwich verrät. Das Konto wurde überzogen. „Und darüber bin ich richtig froh“, meint das Gemeindeoberhaupt. Verkehrte Welt in Sarow?

Nein, denn die Gemeinde zahlt für jedes Baby, dass in Sarow oder in den dazugehörigen Ortsteilen Törpin, Ganschendorf und Gehmkow geboren wird, ein so genanntes Begrüßungsgeld. Eltern dürfen sich über 50 Euro pro Baby freuen.

Doch der Teufel steckt wie so oft im Detail: Denn wer vermag schon vorher zu sehen, wie viele Kinder tatsächlich im Verlauf eines Jahres geboren werden. Und so stellt die Gemeinde pauschal 200 Euro in diese Baby-Kasse ein, immer auch in der Hoffnung, dass das Geld überreicht werden kann. Schließlich setzt jedes Kind dem demografischen Wandel etwas entgegen.

Und im vergangenen Jahr gab es sechs Mädchen und Jungen, die in die Gemeinde Sarow hineingeboren wurden. Macht summa summarum 300 Euro, 100 mehr als eingeplant war. Verständlicherweise freut sich der Bürgermeister über den Zuwachs in seiner Gemeinde und gibt die damit verbundenen 100 Euro mehr auch gerne für diesen guten Zweck aus. Überhaupt stimmt ihn die Einwohnerentwicklung positiv. „Seit 2011 sind die Zahlen relativ konstant“, meint Friedhelm Wyrwich.

Nach vielen Jahren, in denen auch in Sarow mehr Einwohner die Gemeinde verließen statt, dass sie dazukommen, ist das ein Trend, der sich möglichst auch 2014 fortsetzen sollte. Ende November 2013 zählte die Gemeinde Sarow 746 Kinder, Frauen und Männer.