GULASCHKANONE DER AFD

Suppen-Aktion der AfD von Protest begleitet

Die Fronten zwischen Demminer AfD und dem Kreisdiakonischen Werk sind verhärtet. Jetzt unterstrich die Partei mit kostenlosem Gulasch für die Kunden der städtischen Tafel ihr Anliegen. Kritiker sehen das als Provokation im Streit um Spenden.
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AfD-Fraktionschefin Norina Mittendorf war mit der Aktion für die Tafelkunden zufrieden. Künftig könnte es öfter kostenloses Mittag geben. Karsten Riemer
Auf der anderen Seite regte sich aber auch Protest. Das Aktionsbündnis 8. Mai bezog Stellung und versuchte über die
Auf der anderen Seite regte sich aber auch Protest. Das Aktionsbündnis 8. Mai bezog Stellung und versuchte über die Hintergründe der AfD aufzuklären. Karsten Riemer
Demmin.

Proteste gegen Kanonen sind weltweit immer wieder ein großes Thema. Dass allerdings eine Gulaschkanone Ziel von Demonstrationen wird, ist neu. Während sich die eine Seite als friedliche Unterstützer begreift, sehen die Protestler eine Provokation in dem Mittagsangebot der örtlichen AfD. Zwischen den Fronten stehen die Bedürftigen der Demminer Tafel, die auf ein kostenloses Essen hoffen. Im Rahmen des Konflikts zwischen dem Kreisdiakonischen Werk als Träger der Tafel und der Alternative für Deutschland, hat das Gulasch jedenfalls einen bitteren Beigeschmack.

Der Konflikt zwischen Politik und Wohlfahrt hatte sich auch auf den Standort der Gulaschkanone niedergeschlagen. Denn während die eilig angemeldete Gegenveranstaltung des Aktionsbündnis 8.  Mai auf dem Parkplatz vor der Tafel Stellung bezog, blieb für die AfD nur, auf ein abseitiges Gelände auszuweichen. Und das entgegen der Ankündigung, das Mittag direkt auf dem Tafelgelände zu verteilen. „Wir dürfen es dort nicht, aber ein Privateigentümer hat die Fläche nebenan freigegeben“, so die AfD-Fraktionschefin Norina Mittendorf. Trotz der vorausgegangenen Streitigkeiten um die Spenden wolle sich die Partei diese Aktion nicht verbieten lassen.

Bereits Ende vergangenen Jahres war es zum Eklat zwischen AfD und dem Kreisdiakonischen Werk gekommen, als dieses Spendengelder kommentarlos zurück überwies. Schon damals ließ die Alternative für Deutschland verlauten, künftig über Sachspenden für die Bedürftigen nachzudenken. Und diese zeigten sich auch dankbar für das kostenlose Essen am Freitag. Wunderbar und nett sei das von der Partei, hieß es. Von den 100 Portionen, die die AfD kalkuliert hatte, gingen knapp 70 über die Theke. „Wir sind zufrieden“, so Mittendorf.

„Das ist Bauernfängerei”

Harsche Kritik gab es dennoch. „Das ist einfach nur Bauernfängerei“, äußerte ein älterer Tafelkunde entrüstet. Allein war er mit dieser Ansicht nicht. Ähnlich klare Worte fand auch Heinz Wittmer vom Aktionsbündnis. „Das ist einfach nur ein Politikum und es geht nicht darum, Menschen zu helfen“, sagte er. Völlig absurd sei es, dass sich die Partei unbedingt bei der Tafel aufdrängen wolle. Denn die Wirtschafts- und Sozialpolitik der AfD würde die Armut nur weiter verschärfen. Die Gulaschkanone ist nach seiner Meinung reine Augenwischerei. Zudem brauche es für gutes Essen keine AfD. Jeden Freitagnachmittag gebe es beispielsweise im interkulturellen Café 3K eine Küche für alle, bei der Bedürftige auch nichts spenden müssten.

Die Vorwürfe kann AfD-Fraktionschefin Mittendorf indes nicht nachvollziehen. „Wir verstehen das nicht als Provokation“, sagte sie. Weder die Aktion an sich, noch die Ortswahl ist ihrer Meinung nach ein Problem. Da im Vorfeld explizit Kunden der Tafel an die AfD herangetreten waren, sei die Veranstaltung auch für diese gedacht. „Außerdem ist hier Platz, da bietet sich das an“, so Mittendorf. Um dem allgemeinen Konflikt nicht weiter neues Futter zu geben, könnte aber auch über eine andere Örtlichkeit nachgedacht werden.

Das würde allerdings bedeuten, dass es überhaupt ein nächstes Mal geben muss. „Es könnte eine langfristige Geschichte werden“, sagte Norina Mittendorf. Auch unabhängig von einem Wahljahr, wie sie betonte. Im Vorfeld wurde das von Gegnern der Aktion allerdings bereits angezweifelt.

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Kommentare (6)

Am 31.01.2020 ist gegen 16 Uhr unser Hund im Kronwald entlaufen. Es handelt sich um eine Hündin mit dem Namen Nora. Sie ist ein Hirtenhundmischling im Alter von 7 Monaten. Die ist sehr zutraulich. Wer sie gesehen hat bzw. weiß, wo sie ist möchte sich bitte melden bei Fa. Krakau in Rustow.

Mir kommen diese Leute vor,wie die Sekte,die es verbietet Blut von anderen zu nehmen,wenn es bei einer Verletzung nötig wäre . Ein Kindergarten ist dagegen noch harmlos. Leidtragende sind wieder diejenigen,die darauf angewiesen sind.

ist ideologisch verbrämt. Sie kann nichts dafür. Blass vor Wut steht sie in ihrem grünen Vorzelt und kann nichts tun, außer sich zu ärgern. Die strahlende Siegerin dagegen heißt NORINA MITTENDORF.

Die AFD ist eine rechststaatliche Partei, dei nicht verboten wurde. Das politische parlamentarische Zusammenspiel erfordert es eben von allen Beteiligten, das man sich akzeptiert und auch zusammenarbeitet, man ist rechtlich von vielen Menschen gewählt, also gewollt! Warum soll ich von jemanden der für mein Wohl eintritt nicht eine preisgünstige Mahlzeit anehemen. Die s.g. Volksparfteinen sind so eingestellt das zuerst ihre Privatinteressen der Oberen im Vordergrund stehen (Kokert neuer Chefposten, SPD siehe AWO Affäre......) Für mein persönliches Wohl haben diese noch nichts getan und meine Rente wird auch nicht mehr als ein Bettelalmosen sein. Also was solls,: wer dem Volk Gütig ist wird gewählt nach Volkes Wille und nicht nach kindhaften Diskussionrunden und Selbstbeweihräucherungen und dummen Anschuldigungen anderer. Sich damit abfinden können keine Volksparteien nur hetzen. Ich selbst bin weder links noch rechts, sondern achte nur auf Dinge die von staatlicher Seite fürs eigenen gemeine Volk wirksam werden und das ist heute nicht viel und nicht fürs Ausland.

... die einen Vertreter hat, den man offiziell als Faschisten bezeichnen darf und der sich genau so benimmt und dem viele zujubeln in der AfD, sollte man nicht einmal den Dreck unter dem Fingernagel entgegen nehme. Was gewählt und erlaubt ist , muss noch lange nicht gut und richtig sein.

Wenn es sie nicht schon geben würde, so müsste man sie erfinden.