ANGEBOT VOM KREIS AN DEMMIN

Symbolische 13 Euro für den Museumsfundus?

Der Landkreis hat der Stadt Demmin eine Frist für ihr Angebot gesetzt.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Was passiert mit dem Demminer Museumsfundus? Es scheint, als drängt der Landkreis die Stadt zu einer Entscheidung.
Was passiert mit dem Demminer Museumsfundus? Es scheint, als drängt der Landkreis die Stadt zu einer Entscheidung. Denny Kleindienst
Demmin.

Die jüngste Stadtvertretersitzung war so gut wie gelaufen, als Roland Thoms (SPD) sich zu Wort meldete und das „sensationelle Angebot“ ansprach. Man war in dieser letzten Sitzung der Stadtvertretung vor der Kommunalwahl, der letzten also in dieser Zusammensetzung, schon beim Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ angelangt, als Thoms auf das Angebot des Landrates an den Bürgermeister zu sprechen kam, für 13 Euro den Museumsfundus an die Hansestadt zu überführen.

Bürgermeister Michael Koch (CDU) wandte sogleich ein, dass es derzeit noch keine belastbare Aussage zu den weiteren Kosten gibt. Was kostet die Unterbringung, wie viel die Sicherung des Fundus? „Natürlich“, so Koch weiter, „sind die Kosten nicht im Haushalt 2019 eingeplant.“

In seinem Schreiben hat der Landrat Heiko Kärger (CDU) dem Demminer Bürgermeister zum einen angeboten, dass die Stadt den gesamten Demminer Museumsfundus für den symbolischen Preis von 13 Euro erwerben kann. Zum anderen bittet er darin um eine verbindliche Antwort bis zum 15. Mai. Den Stadtvertretern erklärte Koch: „Mein Bestreben ist die Verlängerung des Angebotes.“

Dafür bekam Koch dann auch durch die Bank weg grünes Licht von den Stadtvertretern. „Wir wissen doch alle, was am 26. Mai ist“, sagte Bernd Koltz (Die Linke) und sprach sich dafür aus, die Museumsfrage aus der Wahl herauszunehmen. Das hielt auch Reinhardt Friedrichs (SPD) für eine gute Idee. Er nannte das Stichwort „Museum“ und sagte: „Es brennt doch irgendwo bei jedem.“

Sollte es die Verlängerung des Angebotes allerdings nicht geben, müssen die Stadtvertreter in jedem Fall noch einmal zusammenkommen, auch darüber herrschte Einigkeit. In was für einer Sitzung oder in welchem Ausschuss das dann auch sein mag.

Der Bürgermeister will nun zunächst noch weitere „belastbare Zahlen“ vom Landkreis bekommen. Er sagt auch: „Bis zum 15. Mai sind es noch zwei Monate.“ Klar dürfte jedoch auch sein: Der Landkreis drängt die Stadt in der schon lange offenen Museumsfrage zu einer Entscheidung.

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