Bürgermeisterin Christin Witt, Grundschulleiterin Anke Kühn, Stadtpräsident Herbert Rösicke, Landtagsabgeo
Bürgermeisterin Christin Witt, Grundschulleiterin Anke Kühn, Stadtpräsident Herbert Rösicke, Landtagsabgeordneter Franz-Robert Liskow und Bauleiter Christoph Haker (von links) griffen zum Spaten, um symbolisch den Hortneubau zu starten. Ulrike Rosenstädt
Auf dieser Fläche entsteht derzeit der neue Loitzer Schulhort, den künftig bis zu 140 Kinder besuchen können.
Auf dieser Fläche entsteht derzeit der neue Loitzer Schulhort, den künftig bis zu 140 Kinder besuchen können. Ulrike Rosenstädt
Am Montag ging es zunächst mit der Absperrung der Baustelle los.
Am Montag ging es zunächst mit der Absperrung der Baustelle los. Ulrike Rosenstädt
Schulcampus geplant

▶ Symbolischer Start für neuen Hort in Loitz

Auf die Spaten fertig los: In strömendem Regen wurde am Montag der Startschuss für den Hortneubau in Loitz gegeben. Rund 2,7 Millionen Euro wird der Bau kosten.
Loitz

Bei einer Investition von rund drei Millionen Euro sollte wenig, besser gar nichts Unvorhergesehenes passieren, was den Baupreis weiter in die Höhe schnellen lässt. Somit war der gestrige, komplett verregnete, kalte Vormittag wohl der ideale Zeitpunkt, um ein neues geflügeltes Wort zu kreieren.

Frei nach dem Motto: „Einen Bau im Regen zu beginnen, bedeutet ganz viel Glück und gutes Gelingen.“ Christoph Haker, Mitarbeiter der Neubrandenburger Firma Baukonzept, die die gesamte Planung und auch die Baubetreuung des Hortneubaus in Loitz übernommen hat, sagte augenzwinkernd: „Also, so einem Sprichwort würde ich sehr gerne zustimmen“.

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Vertreter von Baufirmen, die Loitzer Bürgermeisterin Christin Witt, Stadtpräsident Herbert Rösicke, die beiden Leiter der Loitzer Schulen Anke Kühn und Frank Fandrich, Bauausschussvorsitzender Jens Steinfurth und natürlich Hortleiterin Dana Bleck ließen es sich gestern nicht nehmen, beim ersten Spatenstich persönlich mit von Partie zu sein. Zum Spaten griff auch Landtagsabgeordneter Franz-Robert Liskow (CDU), der sich in den zurückliegenden vier Jahren in Schwerin dafür eingesetzt hatte, dass das Projekt immer im Gespräch bleibt und von der Landesregierung umfänglich gefördert wird.

Grundschule zieht um

Das hat schon mal geklappt: Bei dem Hortneubau handelt es sich um eines der größten Loitzer Bauprojekte in den zurückliegenden Jahren. Allein könnte die Stadt dieses ambitionierte Vorhaben finanziell nicht stemmen: Das Land hilft. Konkret mit einer Kofinanzierung in Höhe von 430 000 Euro und einem Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung im ländlichen Raum.“ Dennoch muss die Stadt tief in die Kasse greifen, um nochmals rund 430 000 Euro beizusteuern. „Mit dem Hortneubau setzen wir ein klares Signal in Richtung Zukunft“, sagte Bürgermeisterin Christin Witt.

Denn nicht der Hort allein zieht auf das Gelände der Regionalen Schule in der Goethestraße. Ohne Grundschule kein Hort. Die zieht mit der Fertigstellung des neuen, modernen Gebäudes natürlich mit um, vom Wilhelm-Irrgang-Weg in die Goethestraße. „Mit dieser Entscheidung haben wir uns auch für das Entstehen eines Schulcampus ausgesprochen. Das ist eine Chance für Loitz“, ist der Leiter der Regionalen Schule, Frank Fandrich, fest überzeugt. Wohl wissend, dass die nächsten Monate zusätzliche Unruhe und sicher auch mehr Arbeit mit sich bringen.

Möglichst wenig Lärm

Bauleiter Christoph Haker und Bauamtsleiterin Christiane Strobl kündigten bereits gestern an, dass die beiden Schulleiter häufig zu den Bauablaufberatungen dazu gezogen werden müssen. Darüber hinaus werde Frank Fandrich gemeinsam mit seinen Kollegen beraten, ob während der Bauzeit Unterricht in andere Räume verlegt werden kann, um „die Lärmbelästigung für die Schüler so niedrig wie möglich zu halten.“

Dem schlechten Wetter zum Trotz wurden am Montag die ersten Vorbereitungen für die Einrichtung der Baustelle getroffen. Zunächst werden der Baugrund vorbereitet sowie alle Bauzäune und Absperrungen installiert. Wahrscheinlich wird für die geplante Bauzeit von etwa anderthalb Jahren der hintere Turnhalleneingang nicht mehr erreichbar sein. Im Sommer 2021 sollen der Hortneubau fertig und der Umzug der Grundschule abgeschlossen sein.

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