Kein Parteitag in Demmin

Tennishalle schmettert AfD-Tagung ab

Die AfD möchte ihre Rotlicht-Frau Petra Federau loswerden und muss dazu einen weiteren Landesparteitag abhalten. Das ist aber gar nicht so leicht, denn in den eigentlich vorgesehen Tagungsort darf die Partei nun nicht mehr.  
Georg Wagner Georg Wagner
AfD-Sprecher Leif-Erik Holm und seine Parteigenossen sind nicht in der Demminer Tennishalle erwünscht.
AfD-Sprecher Leif-Erik Holm und seine Parteigenossen sind nicht in der Demminer Tennishalle erwünscht. Georg Wagner
Leif-Erik Holm Foto: Georg Wagner
Leif-Erik Holm Foto: Georg Wagner Georg Wagner
Im Februar hielt die AfD ihren Landesparteitag in der Demminer Tennishalle ab. Jetzt bekam sie von dort für den 28. Mai eine Ausladung geschickt. Foto: Georg Wagner
Im Februar hielt die AfD ihren Landesparteitag in der Demminer Tennishalle ab. Jetzt bekam sie von dort für den 28. Mai eine Ausladung geschickt. Foto: Georg Wagner Georg Wagner
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Demmin.

Als die AfD im Februar ihren Landesparteitag in der Tennishalle in Demmin abhielt, war ihre Spitze mit einem auf alle Fälle zufrieden: mit dem Tagungsort. Für den Vorstand lag es da nahe, den relativ kurzfristig anberaumten Parteitag am 28. Mai erneut hier abzuhalten. "Es gab auch schon positive
Signale aus Demmin", sagt Landessprecher Leif-Erik Holm. Doch in der vergangenen Woche bekam er dann die Ausladung auf den Tisch.

Hatte die Betreibergesellschaft der Tennishalle womöglich einen Wink von der CDU bekommen, die dort alljährlich ihren Politischen Aschermittwoch abhält? Diese Mutmaßung wird von der Geschäftsleitung entschieden zurückgewiesen: absolut nichts dran. Über die tatsächlichen Gründe aber hüllt sich die Geschäftsleitung in Schweigen.

Mögliche Gründe für die Absage

Zu der Absage haben möglicherweise auch zahlreiche Medienanfragen beigetragen, die dem Vernehmen nach in den vergangenen Tagen bei der Leitung eingingen. Schon im Vorfeld des Februar-Parteitags wirkte dort mancher nicht mehr besonders glücklich über die schon Monate im Voraus angemeldete Veranstaltung, nachdem um sie politischer Streit entbrannt war. Jetzt sollen auch Sicherheitsbedenken zu der Absage beigetragen haben. Eine Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

Dass die AfD nach der bereits erfolgten Kandidatenkür und Festlegung der Listenplätze für die Landtagswahl überhaupt noch einmal einen Landesparteitag braucht, liegt an einer Personalie. Sie will ihre derzeit auf Platz drei stehende Spitzenfrau Petra Federau von der Liste streichen. Federau soll einen Escort-Service für Scheichs in Saudi-Arabien betrieben haben.

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