Kerstin Lenz ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Demmin.
Kerstin Lenz ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Demmin. Kai Horstmann
Die Fundtiere des Amtes Demmin-Land werden jetzt bei Kerstin Lenz in Randow untergebracht.
Die Fundtiere des Amtes Demmin-Land werden jetzt bei Kerstin Lenz in Randow untergebracht. Kai Horstmann
Der Vertrag zwischen der Tiersammelstelle von Henry Ciesilski in Schönfeld und dem Amt Demmin Land wurde aufgelöst.
Der Vertrag zwischen der Tiersammelstelle von Henry Ciesilski in Schönfeld und dem Amt Demmin Land wurde aufgelöst. Kai Horstmann
Neuer Vertrag

Tierschutzverein Demmin ist jetzt für die Fundtiere im Amt zuständig

Bisher wurden Fundtiere des Amtes Demmin-Land bei Henry Ciesilski in Schönfeld abgegeben. Doch nun gibt es ein neues Vergabeverfahren und damit einen neue Anlaufstelle.
Amt Demmin-Land

Das Amt Demmin-Land hat die Unterbringung der Fundtiere neu geregelt. Im Rahmen des neuen Vergabeverfahrens hatten sich die bisherige Tiersammelstelle in Schönfeld von Henry Ciesilski und der Tierschutzverein Demmin um Kerstin Lenz in Randow beworben. Das Amt hat sich für den Tierschutzverein entschieden und einen sogenannten Fundtierpauschalvertrag mit ihm abgeschlossen. Der neue Vertrag betrifft aber nur den Amtsbereich, während die Hansestadt weiter an Ciesilski festhält. „Der Zuschlag wurde aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen erteilt“, erklärte Hagen Schröder.

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Neue Vorschrift machte den Schritt erforderlich

Wie der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes im Amt Demmin-Land hervorhob, waren die zuvor bestehenden Verträge mit Fristablauf zum Jahresende außer Kraft getreten beziehungsweise wurden fristgemäß gekündigt. „Es wurde eine vertragliche Neuorientierung erforderlich, da das Innenministerium im Juli 2020 eine neue Verwaltungsvorschrift über das Verfahren zum Umgang mit Fundtieren erlassen hatte. Diese Vorschrift hat den bis dahin geltenden Fundtiererlass inhaltlich in erheblichem Umfang verändert. Inhaltlich war die bestehende Vertragslage nicht mit der neuen Erlasslage in Einklang zu bringen.”

Verein bekommt pauschal 14.00 Euro jährlich

Der Pauschalvertrag sieht vor, dass der Tierschutzverein Hunde, Katzen und Kleintiere wie Meerschweinchen oder Hamster aufnimmt. Dafür erhält der Verein zwei Euro je Einwohner im Amtsbereich, was einer jährliche Summe von 14.000 Euro entspricht. „Wir können aber entscheiden, welche Tiere wir aufnehmen”, erklärte Kerstin lenz vom Tierschutzverein. Man werde keine Freigänger aufnehmen. „Das sind wildlebende Katzen, die an die Freiheit gewöhnt sind.”

Kastrationen bezahlt der Tierschutzbund

Damit die Anzahl der wilden Katzen aber nicht überhand nimmt, übernimmt der Tierschutzverein Demmin deren Kastration. Die Kosten dafür sind nicht in der ausgehandelten Summe enthalten. Hier läuft die Bezahlung über den Deutschen Tierschutzbund, dem der Verein angeschlossen ist. Der Tierschutzbund wiederum erhält für Kastrationen jährlich 30.000 Euro vom Land und verteilt diesen Betrag auf seine angeschlossenen Vereine. Zugleich legt der Tierschutzbund die gleiche Summe noch einmal dazu. „Nur wenn diese 60.000 Euro für die Kastrationen nicht ausreichen, müsste das Amt weitere Kosten für Kastrationen in ihrem Bereich begleichen“, schildert Kerstin Lenz.

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