ARBEITSUNFALL MIT FORKE

Tödlicher Unfall erschüttert Borrentin

War eine selbst verschuldete Kopfwunde der Grund für den Tod eines Mannes, der am Mittwoch auf einem Acker bei Borrentin zusammenbrach? Das ist eine der Fragen, die sich mancher in dem Dorf nun stellt.
Georg Wagner Georg Wagner
Alle Hilfe durch die Rettungskräfte war vergebens: Ein 55-Jähriger aus Borrentin ist nach einem Unfall trotz ständiger Reanimierung im Krankenhaus verstorben.
Alle Hilfe durch die Rettungskräfte war vergebens: Ein 55-Jähriger aus Borrentin ist nach einem Unfall trotz ständiger Reanimierung im Krankenhaus verstorben. Georg Wagner/Symbolfoto
Borrentin.

Tiefe Betroffenheit herrschte bei vielen Borrentinern am Donnerstag über den tödlichen Arbeitsunfall vom Vortag. „Tragisch“, „das ist schon schlimm“ – so und ähnlich klangen die Kommentare von Passanten, die auf der Straße anzutreffen waren. Die meisten von ihnen hatten erst aus der Zeitung erfahren, was geschehen war, und die auf eine kurze Pressemitteilung der Polizeiinspektion Neubrandenburg zurückgehende Meldung musste naturgemäß noch vieles offenlassen. Die Ermittlungen standen erst am Anfang.

Demnach hatte sich am Mittwoch ein 55-jähriger Mann vormittags mit einer Forke selbst am Kopf verletzt und sich eine Platzwunde zugefügt. Er soll sich aber geweigert haben, damit zum Arzt zu gehen. Am Nachmittag beobachteten dann Zeugen, wie er beim Verladen von Mist auf einem Acker bewusstlos zusammenbrach. Alle Reanimierungsversuche durch den Rettungsdienst blieben vergebens. Der Mann verstarb abends im Kreiskrankenhaus Demmin.

Wie mittlerweile bekannt wurde, handelte es sich bei dem 55-Jährigen um einen alleinstehenden Mann. Er soll einem Nachbarn bei der Arbeit geholfen haben. Nach einer im Dorf kursierenden Version des Vorganges am Nachmittag sollen Kinder den Bewusstlosen entdeckt und an der Straße einen Lkw angehalten haben, dessen Fahrer dann die Rettungsleitstelle anrief.

Voraussichtlich keine Obduktion des Leichnams

Eine offizielle Bestätigung für diesen Hergang gibt es bisher so wenig wie eine Antwort auf die Frage, ob die Platzwunde am Kopf ursächlich für den Tod des Mannes war oder er aus einem anderen Grund zusammenbrach. Es sei ja auch die Frage, wie er sich verletzt habe, meinte ein Arbeiter am Vormittag. „Man kann sich mit der Forke stechen oder mit dem Stiel verletzten. Auf alle Fälle sind Kopfverletzungen immer kritisch.“

Eine endgültige Antwort auf diese Frage wird es möglicherweise nie geben, obwohl die Kriminalpolizei sowie Vertreter des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGUS) schnell vor Ort waren. Sie hatten laut Polizei noch am Mittwoch die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Allerdings wird es voraussichtlich keine Obduktion des Leichnams geben. „Zunächst einmal muss eine ordentliche Leichenschau gemacht werden“, sagte Pressesprecherin Diana Mehlberg gegenüber dem Nordkurier. Davon hängen dann auch die Erkenntnisse ab. „Für die Polizei ist immer wichtig, dass eine Fremdeinwirkung ausgeschlossen werden kann.“ Das scheint nach ihrer Darstellung hier der Fall.

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