SCHNELLES INTERNET

Tourismus-WLAN bleibt in Demmin eng begrenzt

Das Land Mecklenburg-Vorpommern strebt mit den Tourismus-WLAN-Hotspots die weitere Digitalisierung von Urlaubsregionen an. Als einer der ersten Standorte darf sich Demmin über einen neuen Internetzugangspunkt freuen.
Der Startschuss für die Tourismus-WLAN-Hotspots des Landes ist geglückt. Die Einwahl ins schnelle Internet klappt am
Der Startschuss für die Tourismus-WLAN-Hotspots des Landes ist geglückt. Die Einwahl ins schnelle Internet klappt am Hanseufer auf den mobilen Geräten ohne Probleme. Karsten Riemer
Demmin.

Gerade für Regionen, die Touristen anlocken wollen, wie die Hansestadt Demmin, ist die Digitalisierung ein wichtiger Faktor, um auch langfristig die Bedürfnisse der Urlauber sowie der Einheimischen zu stillen. Freie WLAN-Netze sind dabei ein entscheidender Punkt. Der Ausbau eines öffentlich zugänglichen Internets bleibt landesweit vielerorts immer noch hinter dem Bedarf zurück, doch es kann dennoch ein Fortschritt vermeldet werden.

So ist die Wiege Vorpommerns nun auch die Wiege der Tourismus-WLAN-Hotspots in Mecklenburg-Vorpommern. Zumindest ein Teil davon. Denn insgesamt 21 der Zugangspunkte wurden am Mittwoch offiziell im Land in Betrieb genommen. 260 sollen es nach Vorstellung der Landesregierung bis 2021 werden. Dabei steht ganz konkret der Nutzen für die Urlauber im Fokus.

Wichtiger kostenloser Service für Gäste

„Demmin kann ab sofort für Einheimische und Gäste einen wichtigen Service anbieten und die multimediale Versorgung und Information im Bereich der Stadtinformation erheblich aufwerten und kostenlos für Nutzer ermöglichen“, so der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe.

So ist auch die erste Seite, die nach der Einwahl ins Netzwerk erscheint, speziell auf den touristischen Bedarf zugeschnitten. „Darin gibt es eine Liste mit Dingen, die beispielsweise in der Umgebung besucht werden können“, sagt Carsten Pescht vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit den lokalen Akteuren soll diese Datenbank nach und nach ausgebaut werden. Was nicht nur den Gästen Informationen liefert, sondern auch regionalen Unternehmen eine Plattform bietet, sich zu präsentieren.

150-Meter-Umkreis ist abgedeckt

Neu ist das Konzept eines offenen WLAN an der Stadtinformation allerdings nicht. So wurden hier sowie am Luisentor bereits im vergangenen Jahr Zugangspunkte eingerichtet, welche im weitesten Sinne einen ähnlichen Zweck erfüllen sollen. Die nun offensichtliche Dopplung am Hanseufer sah Bürgermeister Michael Koch (CDU) bereits Anfang des Jahres nicht als Problem an. Vielmehr könnte durch das neue Netz ein deutlich größerer Bereich – inklusive dem Hanseviertel – versorgt werden. Mit dem städtischen WLAN war das bislang so nicht möglich.

Und in der Tat übertrifft die Sendeleistung des neuen Netzes die des vorhandenen um Längen. Ein Umkreis von gut 150 Metern rings um die Stadtinformation ist abgedeckt, was das andere Ufer der Peene problemlos einschließen dürfte. Im Vergleich dazu schafft der bisherige Zugangspunkt der Stadt nur rund 15 Meter.

Bisher keine Gelder aus dem EU-Topf

Für die restlichen knapp 82 Quadratkilometer der Hansestadt sieht es beim freien Zugang zum Internet aber vorerst größtenteils düster aus. Zwar gab es Ideen, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden eine flächendeckende Versorgung zu entwickeln, die Pläne seien laut Koch jedoch momentan etwas eingeschlafen. Fördermittel, wie sie beispielsweise die Stadt Anklam aus dem europäischen Topf „WiFi4EU“ erhält, sind derzeit ebenfalls nicht in Sicht. „Da sind wir bislang nicht berücksichtigt worden, bleiben aber dran“, sagt Koch.

Der Fokus der Stadt liegt derzeit ohnehin auf anderen Bereichen des Internets. „Wir werden jetzt erstmal die Breitbandversorgung verbessern“, sagt er. Bis Ende 2022 sollen die Ausbauarbeiten umgesetzt sein. Dann könnten auch wieder Strategien wie Gast-Zugänge in die WLAN-Netze öffentlicher Gebäude auf den Plan kommen, so diese Zugang zum schnellen Internet haben. „Aber das ist noch Zukunftsmusik“, sagt der Bürgermeister.

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Kommentare (4)

haben hier Probleme relativ einfache physikalische Zusammenhänge zu erfassen. Weder ein altes noch ein neues Netz kann eine Sendeleistung haben. Die deutsche Sprache ist hier eindeutig: Es handelt sich um die Leistung eines Senders. Da wundert auch die völlig sinnentfremdete Verwendung von "Breitband" nicht weiter. Und was sollen "WLAN-Netze" sein - ein drahtloses (lokales) Netz(werk) hätte in diesem Fall genügt - dann bitte demnächst auch über Bauwerk-Bauten schreiben!

15Jahre zu spät - 5G?

denn wenn ich nicht wenigstens mit Handy oder Tablet ins Internet kann, was um Gottes Willen mach denn dann in Demmin 😳

Wer seine Augen vom digitalen Endgerät (mit eingebauter Überwachungsfunktion unter Systemzensur) lösen kann, wird wesentlich mehr entdecken können als die von einer verkommenen Obrigkeit gewünschten Aktivitäten.