Produktion vor Ort
Tutower wollen ihren Senf zurück

Geht es nach dem Willen der Tutower, dann könnte sich dieses Tor, hinter dem sich derzeit das DDR-Museum befindet, schon bald für die Wiederaufnahme der Senfproduktion öffnen.
Geht es nach dem Willen der Tutower, dann könnte sich dieses Tor, hinter dem sich derzeit das DDR-Museum befindet, schon bald für die Wiederaufnahme der Senfproduktion öffnen.
Ulrike Rosenstädt

Der Tutower Bürgermeister lässt nicht locker: Beharrlich verfolgt Roland Heiden die Idee, die Produktion des Tutower Senfes wieder nach Hause zu holen. Der Landkreis unterstützt ihn dabei.

Die Tutower sind nach wie vor scharf darauf, die Senfproduktion nach Tutow zurückzuholen. Nachdem diese Idee von Bürgermeister Roland Heiden schnell die Runde gemacht und er dafür auch reichlich Rückendeckung erhalten hatte, ließ er in den folgenden Wochen nicht locker. Zum aktuellsten Stand der Gemeindeinitiative „Rückführung der Senfproduktion nach Tutow“ sagte der Bürgermeister jetzt: „Die zuständigen Mitarbeiter für Wirtschaftsförderung in unserer Kreisverwaltung, beim Landkreis Vorpommern-Greifswald, sind durchaus hellhörig geworden, als ich ihnen erzählt habe, was wir vorhaben. Ich wurde gebeten, Material zu der Immobilie einzureichen, in der die Produktion künftig Einzug halten und der Senf hergestellt werden könnte.“

Die einstige Produktionsstätte existiert immer noch. Dort, wo der Senf einst vom Band in Richtung Kaufhallen verschickt wurde, ist heute ein DDR-Museum eingerichtet. Es sei gut vorstellbar, genau an diesem Ort auch die Produktion des einstigen Tutower Aushängeschildes erneut zu etablieren. „Ich habe mit den Betreibern des Museums gesprochen. Auch sie sind durchaus offen für unser Projekt. Ich habe sie gebeten, alle Unterlagen, die sie vom Gebäude noch haben, zusammenzusuchen, um sie uns als Gemeinde zur Verfügung zustellen. Ich bin auf Offenheit gestoßen, die Recherche zum Haus dürfte also nicht das Problem sein“, kündigte Roland Heiden an.

Viele Fragen noch zu klären

Mit diesen Papieren werde er dann so schnell wie möglich erneut beim Landkreis vorsprechen. „Man hat mir in Greifswald gesagt, erst auf der Grundlage der Kenntnisse über die Immobilie, also einem möglichen Produktionsplatz, kann man uns helfen, einen neuen Betreiber für die Senfproduktion zu finden“, deutete der Bürgermeister an. Mehr ins Detail möchte Roland Heiden zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gehen. Zwischenfazit: Nichts muss, alles kann klappen. Ob ein Start-Up-Unternehmen sich künftig der Tutower Senf-Produktion annimmt, ob sich das jetzige Museumsgebäude tatsächlich eignet, das alles wird noch zu klären sein.