Noch sind die Türen des Demminer Kinos aufgrund der Pandemie geschlossen – doch einen Dauerzustand müssen Cine
Noch sind die Türen des Demminer Kinos aufgrund der Pandemie geschlossen – doch einen Dauerzustand müssen Cineasten vorerst nicht befürchten. Sobald die Maßnahmen gelockert werden, sollen sich die Säle des Filmecks wieder füllen. Christine Gerhard
Schließungsgerüchte

Überlebt Demmins Filmeck die Pandemie?

Rund zwei Jahre kämpft das Demminer Kino aufgrund der Pandemie mit dem stetigen Wechsel von Öffnen und Schließen. Das bringt Gerüchte zum Fortbestand des Lichtspielhauses mit sich.
Demmin

Den neusten Filmkracher auf der großen Leinwand sehen, dazu Popcorn und Cola – viel mehr als blasse Erinnerung sind klassische Kinobesuche in Zeiten der Pandemie zumeist nicht mehr. Die Lichtspielhäuser taumeln von einer Schließung in die nächste. Zwar ist die Stufenkarte des Landes Mecklenburg-Vorpommern jüngst auf Orange gesprungen – Freizeiteinrichtungen wie Kinos dürfen mit 2Gplus somit wieder öffnen – doch das gilt längst nicht überall. So haben in der Seenplatte weiterhin die RotPlus-Maßnahmen Bestand. Selbst wenn die Tendenz anhält und die entscheidenden Werte sinken, ist frühestens nach fünf Tagen – am Sonntag – mit einer Lockerung zu rechnen. Für das Demminer Filmeck bedeutet das aber vorerst weiter geschlossene Säle.

Mietvertrag für Kino bis Ende März

Derweil geistern erste Gerüchte durch die Hansestadt, dass das zum Dauerzustand werden könnte. Munkeleien, die Bürgermeister Thomas Witkowski, jedoch zurückweist. „Wir wollen alles versuchen, dass Kino in Demmin weiter möglich bleibt“, sagt er. So gebe es einen konstanten Austausch zwischen den Beteiligten. Der dürfte jedoch zumindest die Möglichkeit eines Schlussstrichs der Kinobetreiber aus Ueckermünde aufgrund der andauernden Corona-Ungewissheiten beinhaltet haben. „Wir konnten eine Kündigung abwenden“, so der Bürgermeister. Derzeit bestehe ein gültiger Vertrag. „Und wir hoffen, dass es so bleibt“, sagt er.

Eine Hoffnung, die auch Betreiber Andreas Kuhn teilt. „Wir wollen das schon weitermachen“, sagt er. Für die aktuelle Situation könnten schließlich weder die Demminer Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) als Vermieter noch die Betreiber etwas. Allerdings stehe über allem die Frage, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. Klar ist: Zumindest im ersten Quartal 2022 wird das Filmeck unabhängig von der Öffnung Bestand haben. „Wir haben jetzt erst mal bis Ende März verlängert“, sagt Kuhn.

Volles Programm, sobald Öffnung wieder möglich

Bis dahin müssten allerdings auch definitiv gesicherte Einnahmen her. Momentan bleibt diesbezüglich jedoch nur Improvisation. Statt Filmerlebnis gibt es derzeit daher den Kino-Snack für zwischendurch. Jeden Mittwoch von 16 bis 18  Uhr ist das Kino für den Verkauf von Popcorn und Nachos sowie Gutscheinen geöffnet.

Feststeht zudem, dass das Angebot sofort hochgefahren wird, sobald der Kinobetrieb wieder möglich ist. „Wenn es losgeht, dann geht es voll los“, sagt Kuhn. Ein umfangreicher Spielplan ist den Demminer Cineasten demnach also gewiss. Denn trotz aller Unwägbarkeiten der vergangenen Monate ist der Kampfgeist der Kinobetreiber noch nicht erloschen. „Kopf hoch und nach vorne gucken“, so Kuhn – ein Satz, den auch die Besucher des Filmecks bald wieder vor der Leinwand in die Tat umsetzen können, so es die Pandemie zulässt.

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