Geschwindigkeitskontrolle

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Umleitungsstrecke wird zur Blitzerfalle

Das rote Kreuz auf dem Hinweisschild ist verschwunden. Von Demmin aus können Autofahrer nun wieder direkt nach Burow fahren.
Das rote Kreuz auf dem Hinweisschild ist verschwunden. Von Demmin aus können Autofahrer nun wieder direkt nach Burow fahren.
Denny Kleindienst

Die Vollsperrung in Letzin-Siedlung sorgte auf der Umleitungsstrecke ein Jahr lang für reichlich Verkehr. Häufig geblitzt wurde dort in der Zeit ebenfalls.

Ein Jahr lang mussten Autofahrer wegen der vollgesperrten Straße in Letzin-Siedlung auf andere Strecken ausweichen. Und das war für manchen nicht das einzige Ärgernis. Die offizielle Umleitung lief von Burow über Altenhagen. Um von Altentreptow nach Demmin zu kommen, bot es sich aber an, schon einen Abzweig früher zu nehmen und von Altentreptow aus über Tützpatz zu fahren. Das macht kilometermäßig kaum einen Unterschied, der Weg führt allerdings durch mehr Ortschaften und die Straßen dazwischen sind fast durchgehend mit 80 km/h Schildern versehen.

In schöner Regelmäßigkeit standen just in der Zeit von Juli letzten bis Juli diesen Jahres Blitzer am Rande der beiden Landesstraßen 27 und 272. Auf Nordkurier-Nachfrage teilt Kreissprecherin Haidrun Pergande mit, dass vom Landkreis während der Umleitungszeit 35 Messungen vorgenommen wurden, insgesamt etwas mehr als 200 Stunden. „Dabei sind 10947 Fahrzeuge gemessen worden, wovon 582 zu schnell unterwegs waren.“

Bürger hatten Kontrollen beantragt

Geblitzt wurde auf den beiden Umleitungsstrecken also zwei- bis dreimal im Monat. Wie hoch die Bußgeldeinnahmen waren, konnte die Sprecherin nicht sagen, da Bußgelder sortiert nach Straßen oder Blitzer-Standorten nicht erfasst würden. Angesichts der üblichen Bußgeldhöhe für zu schnelles Fahren und fast 600 Geblitzten kann man wohl von Einnahmen im fünfstelligen Bereich ausgehen.

Einer der Gründe für die zusätzlichen Kontrollen war Pergande zufolge die erhöhte Unfallgefahr durch den Mehrverkehr auf den Umleitungsstrecken. „In diesem Fall kam hinzu, dass Anliegergemeinden und Bürger wegen des starken Verkehrs und zu hoher Geschwindigkeiten Kontrollen beantragt hatten“, teilt Haidrun Pergande mit.