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Vandalismus

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Unbekannte wüten am Bahnhof von Demmin

Offensichtlich von außen eingeschlagen wurden die Fensterscheiben am Demminer Bahnhofsgebäude.
Offensichtlich von außen eingeschlagen wurden die Fensterscheiben am Demminer Bahnhofsgebäude.
Georg Wagner

Zerstörte Scheiben, beschmierte Mauern: Vandalismus gibt es am Demminer Bahnhof immer wieder. Jetzt hat er einen traurigen Höhepunkt erreicht.

Im vergangenen Jahr waren es „nur” mannsgroße Graffiti, jetzt hat sich der Vandalismus am Demminer Bahnhof in echter Zerstörungswut geäußert.

Hoher Sachschaden

Bislang unbekannte Täter haben vermutlich in der Nacht zum 9. August 2018 an sechs großen Sprossenfenstern die Scheiben zerstört und damit Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro verursacht. Am Morgen zeigte sich der Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft, Roman Gau, fassungslos über diesen Akt der Gewalt.

„Da geht mir jedes Verständnis für ab”, sagte er. Die Gesellschaft, der das Bahnhofsgebäude gehört, will nun bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten und die zerstörten Fenster erst einmal mit Platten notsichern – schon allein, um Verletzungen vorzubeugen.

Kommentare (1)

Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1877 wird nicht mehr gebraucht. Es darf aber auch nicht abgerissen werden. Als Baudenkmal steht es unter Denkmalschutz. Der Eigentümer muss es instand halten. Der beleuchtete blau-gläserne Schriftzug "Demmin" ist übrigens auch schon zerstört. Der gehört der Deutschen Bahn. Doch sie erneuert ihn nicht mehr. Es wäre sinnlos. Traurig, wie kaputt Demmin geworden ist! In der Schweiz stehen hunderte alte Trinkwasserbrunnen mit Jugendstilfiguren. Die meisten davon sind über hundert Jahre alt und kein Mensch krümmt ihnen auch nur ein Haar.