MEHRERE BÄUME UMGESTÜRZT

Unwetter stört große Feuerwehr-Feier in Alt Tellin

Die Gastgeber der Auszeichnungsveranstaltung für verdiente Feuerwehrleute des Amtsbereiches Jarmen-Tutow mussten nach kurzer Zeit geschlossen für Stunden den Saal verlassen.
Altbekanntes Problem: Auch dieser Alleebaum an der Straße zwischen Schmarsow und Ostner Wald erwies sich wieder als m&au
Altbekanntes Problem: Auch dieser Alleebaum an der Straße zwischen Schmarsow und Ostner Wald erwies sich wieder als mächtig hohl. Feuerwehr
Knifflige Aufgabe: Eine mächtige Linde wurde zur unüberwindbaren Barrikade auf dem Weg von Schmarsow Richtung Tellin
Knifflige Aufgabe: Eine mächtige Linde wurde zur unüberwindbaren Barrikade auf dem Weg von Schmarsow Richtung Tellin. Feuerwehr
Zwischen Neu Tellin und Ostner Wald riss es zwar nur einen Ast aus der Krone, doch der blockierte den Gemeindeweg über di
Zwischen Neu Tellin und Ostner Wald riss es zwar nur einen Ast aus der Krone, doch der blockierte den Gemeindeweg über die gesamte Breite. Fotos: Feuerwehr Feuerwehr
Schmarsow.

Eigentlich stand für zahlreiche Feuerwehrleute der Region Jarmen-Tutow ein gemeinsamer gemütlicher Auftakt ins Wochenende auf dem Programm. Denn Vertreter aller Löschtruppen des Amtsbereiches trafen sich am Freitagabend zur jährlichen Auszeichnungsveranstaltung für verdiente Kameraden und Kameradinnen aus ihren Reihen – diesmal in der Alt Telliner Gaststätte „Storchenbar“.

Doch ein mit ungeahnter Gewalt auch über das Tollensetal hinwegziehendes Unwetter ruinierte die Planung nachhaltig. Ausgerechnet und insbesondere für die Gastgeber, die seit gut zwei Jahren zur in Schmarsow stationierten Feuerwehr der Nachbargemeinde Kruckow gehören. Deren Wehrführer Ricardo Kobernuhs stand nach der Ehrungsansprache für den Alt Telliner Brandbekämpfer Jens Jager gerade kurz vorm Ende seiner Laudatio auf die eigene Frau und Schmarsower Jugendwartin Cindy Kobernuhs, die als nächstes ausgezeichnet werden sollte, da stutzten er und seine Mannschaft plötzlich, weil um 19.21 Uhr Sirene und Piper ertönten.

Baum quer über der Fahrbahn

Grund war ein dicker Ast, den der Sturm aus der Krone eines der Bäume am Gemeindeweg zwischen Neu Tellin und Ostner Wald gedreht und quer über die Fahrbahn gelegt hatte. Da passte es bestens, dass die Schmarsower mit ihrem Löschfahrzeug und vorsichtshalber der Einsatzkleidung im Wagen zur Feier erschienen waren. Zusammen mit den Alt Tellinern machten sie sich zur Gefahrenstelle auf und ließen die übrige Festgemeinschaft alleine.

Doch kaum, dass sie dort die Motorkettensäge herausholten, ging die nächste Meldung über einen Windbruch ein: Der aus der Schmarsower Wache nachrückende übrige Teil der Truppe kam nämlich nicht bis nach Neu Tellin durch, weil ihm eine entwurzelte mächtige Linde kurz hinter Schmarsow in Richtung Ostner Wald die Straße versperrte. „Die anderen haben die Stelle erst mal abgesichert, bis wir bei uns fertig waren, und das Ganze dann ordentlich ausleuchten konnten“, berichtete Wehrführer Kobernuhs dem Nordkurier. Wobei er und sein Team gerade diese alte Allee bereits bestens kennen, weil sie regelmäßig bei Unwettern dort aufräumen müssen. „Wir stellen dann immer wieder fest, dass diese Bäume alle kaum noch Wurzeln haben und zum Teil hohl sind.“ Von daher durchaus ein kleines Wunder, dass bisher niemandem etwas Schlimmeres zugestoßen ist.

Zwei Stunden mit großer Linde gekämpft

Diesmal erwies sich die Lage als durchaus schwierig, so die Einschätzung des Einsatzleiters angesichts des am Freitagabend gefällten Kaventsmanns: „Der lag komplett über die Straße und zwar richtig auf Spannung. Das war sehr knifflig und ließ sich nur Stück für Stück machen, wir mussten nach jedem Schnitt neu schauen, wie wir da ansetzen.“ Letztlich hätten sie rund zwei Stunden benötigt, um die Linde aufzuarbeiten.

Erst danach ging es zurück zur Feier in Alt Tellin, um wenigstens noch etwas vom Essen abzubekommen und mit den anderen Kameraden zusammenzusitzen. Allerdings machten sich die Schmarsower angesichts ihres unvorhergesehenen anstrengenden Abendprogrammes bald auf den Nachhauseweg. Und zwar offenbar genau zur rechten Zeit: Um 22.42 Uhr, mitten im Ostner Wald auf Höhe des Hexensteines, wurden sie erneut alarmiert. Diesmal wegen eines auf die Kreisstraße VG 103 gebrochenen Astes, der zwischen Schmarsow und Kruckow die Hälfte der Fahrbahn blockierte. So parkten die Feuerwehrleute dann doch deutlich später wieder im Gerätehaus ein als gedacht. Insgesamt seien 18 Mitglieder aus Alt Tellin und Schmarsow zum Einsatz gekommen, so Kobernuhs. Für seine Truppe waren das die Einsätze Nummer 23 bis 25 des Jahres.

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