STAATSANWALTSCHAFT

Verfahren nach Übergriff auf syrische Familie eingestellt

Im September wurde eine syrische Familie in Demmin bedrängt. Gegen einen Verdächtigen wird keine Anklage erhoben. Das heißt aber nicht, dass das Verfahren beendet ist.
Nordkurier Nordkurier
Der Übergriff ereignete sich im Erdgeschoss dieses Hauses in der Demminer Rosestraße.
Der Übergriff ereignete sich im Erdgeschoss dieses Hauses in der Demminer Rosestraße. Denny Kleindienst
Demmin.

Die Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg wird keine Anklage gegen einen Mann aus Demmin erheben. Nach dem Übergriff auf eine syrische Familie in der Demminer Rosestraße im September war der 38-Jährige als Tatverdächtiger ermittelt worden. Bei dem Vorfall war nachts gegen die Fenster und die Tür der Erdgeschosswohnung geschlagen und durch das Fenster hindurch nach dem jugendlichen Sohn der Familie gegriffen worden.

Anfang des Jahres hatte die Polizei dann ihren Abschlussbericht zu dem Übergriff verfasst und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Die musste entscheiden, ob gegen den Tatverdächtigen Anklage erhoben wird. Sie entschied sich dagegen. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft dem Nordkurier erklärt, ist das Verfahren eingestellt worden. „Das heißt aber noch nicht, dass das Verfahren beendet ist.”

Noch kann gegen die Einstellung des Verfahrens eine Beschwerde eingelegt werden. Dann, so die Sprecherin, würde zunächst geprüft werden, ob es Gründe gibt, das Verfahren wieder aufzunehmen. Die Neubrandenburger Staatsanwaltschaft selbst kann das Verfahren wieder aufnehmen. Sollte sie keinen Grund für die Beschwerde sehen, würde der Fall an die nächsthöhere Instanz übergeben. Das ist die Generalstaatsanwaltschaft.

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