Wie steht es um die Zukunft von Haus Demmin? Eine Frage, die beim Besuch des Ministers Reinhard Meyer erörtert wurde. Ein
Wie steht es um die Zukunft von Haus Demmin? Eine Frage, die beim Besuch des Ministers Reinhard Meyer erörtert wurde. Eine klare Antwort gibt es jedoch nicht. Christine Gerhard
Geschichte

Verhaltene Hoffnung für Haus Demmin

Die Debatte um Haus Demmin zieht sich bereits seit Jahren. Wie mit der Ruine umgegangen werden soll, ist jedoch weiter unklar. Die Machbarkeitsstudie in Arbeit.
Demmin

Seit Jahren spielt die Hansestadt Demmin in Vorpommern eine eher untergeordnete Rolle – und das, obwohl sie den inoffiziellen Tittel „Wiege Vorpommerns“ trägt. Mit Haus Demmin existiert zudem ein Gebäude, welches der regionalen Bedeutung der Stadt neuen Aufwind verleihen könnte. Das Problem: Es ist nicht mehr als eine Ruine, die weitere Nutzung immer noch ungewiss. Ein Besuch von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in der vergangenen Woche lässt jedoch verhaltene Hoffnung aufkeimen, dass dem Areal tatsächlich wieder Leben eingehaucht wird.

Angeleiert wurde das Treffen in der Hansestadt von der SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Anna-Konstanze Schröder. Tourismus, Stadtentwicklung und Zukunftsperspektiven für die Wirtschaft sollten dabei die zentrale Rolle spielen. Eben jene Themen also, die eng mit der Zukunft von Haus Demmin verwoben sind. „Ich freue mich, dass ich an diesem Tag die richtigen Leute zusammen gebracht habe. Wir werden sicher im Gespräch bleiben“, so die Abgeordnete.

Für das Thema sensibilisiert

Ein Punkt, den auch Bürgermeister Thomas Witkowski zu schätzen weiß. So sei die Gesamtsituation für das Areal besprochen und der Minister für das Thema sensibilisiert worden. Ergebnis: Laut Witkowski hält der Wirtschaftsminister das einst prachtvolle Gebäude für erhaltenswert. „Das Ziel ist erreicht, dass es in den Fokus der Landesregierung gerückt ist“, sagt er.

Etwas wirklich Greifbares brachte der Termin indes nicht. Denn in wie weit das Land den Erhalt von Haus Demmin fördern kann, ist offen. Nicht zuletzt, weil die Machbarkeitsstudie für das gesamte Areal weiterhin aussteht. „Wir sind so verblieben, dass wir noch einmal vorsprechen dürfen, wenn sie fertig ist“, so Witkowski. Dann könne über mögliche Fördertöpfe entschieden werden.

Über dem Zeitrahmen schwebt jedoch ebenfalls ein Fragezeichen. Fest steht lediglich, wann Haus Demmin bei den Stadtvertretern wieder eine hervorgehobene Rolle spielt. „Nach der Sommerpause gehen wir in die politische Diskussion“, sagt er.

Unterbringung des Museumsfundus

Dennoch kamen erste Ideen aus der Studie laut Witkowski schon beim Ministerbesuch auf den Tisch. Und die bezogen ein weiteres Dauerthema der Stadt mit ein. Konkret ging es während der Gespräche um die Unterbringung des Museumsfundus, welcher kürzlich offiziell zum Besitz der Hansestadt wurde. „Ganz uncharmant ist das Thema Museum hier nicht“, sagt Witkowski.

Zwar geht die Debatte um den Fundus bereits in dieser Woche mit der eigenes eingerichteten Arbeitsgruppe in eine neue Runde. Klare Ergebnisse sind aber ebenfalls erst nach der politischen Sommerpause zu erwarten, wenn die Stadtvertretung darüber entscheiden kann, ob ein Museum als solches überhaupt gewünscht ist. Fazit: Beide Themenfelder – egal ob sie miteinander verknüpft werden oder nicht – beschäftigen Verwaltung und Politik noch über Monate. Ausgang ungewiss.

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