COVID-19

Viele neue Corona-Fälle im Bereich Jarmen

Die Corona-Lage am mittleren Peenetal hat sich innerhalb von nur zwei Tagen stark verändert und die buchstäblich rote Laterne dabei sozusagen die Peene-Seite gewechselt. Einen größeren Ausbruch gibt es derweil im nahen Gützkow.
Nach einem Corona-Ausbruch sollen die Mitarbeiter in allen Bereichen eines Pflegeheims in Gützkow nur noch unter Vollschutz agieren. (Symbolfoto)
Nach einem Corona-Ausbruch sollen die Mitarbeiter in allen Bereichen eines Pflegeheims in Gützkow nur noch unter Vollschutz agieren. (Symbolfoto) Sebastian Gollnow
Jarmen ·

Stand noch zu Wochenbeginn insbesondere der Amtsbereich Peenetal/Loitz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 185 als Spitzenreiter in der Nordhälfte Vorpommern-Greifswalds im Brennpunkt des Corona-Geschehens, so hat nun plötzlich das Amt Jarmen-Tutow diese Rolle übernommen. Dort schnellte der Wert laut der am Freitagnachmittag vom Landratsamt veröffentlichten Übersicht auf 239 empor und sorgte so für die Einfärbung der Landkarte an dieser Stelle mit jenem Signalrot, das die Verwaltung gerade erst neu für Hochrisikogebiete über der Marke von 200 eingeführt hat.

Im Südzipfel des Kreises findet sie inzwischen überall Anwendung, dort reichen mehrere Städte beziehungsweise Ämter sogar schon an die Schwelle von 400 heran, absoluter Ausreißer nach oben ist Ueckermünde mit einem Inzidenz-Wert von 817. Ohnehin ist derzeit einzig das Amt Lubmin (48) übrig, das unter der 50 liegt. Basis für diese gestrige Darstellung sind die Datensätze vom Vormittag, in die alle erfassten Fälle einschließlich des Donnerstags einflossen.

Mindestens zehn Corona-Infektionen in Diakonie-Pflegeheim

Demnach stieg die Zahl positiv getesteter Personen in Jarmen und Umgebung von Dienstagabend, als der Inzidenz-Wert noch bei 90 lag, um gleich 13 auf nunmehr 110 Personen seit dem Frühjahr. Insgesamt gelten jetzt 18 Menschen als aktive Fälle, so viele gleichzeitig wie noch nie. Die meisten weist die Peenestadt selbst auf, weitere leben laut den in die Lagekarte eingetragenen Punkten in den Gemeinden Bentzin, Kruckow und Tutow.

Noch größer indes ist der entsprechende Kreis im benachbarten Gützkow geworden, wo es einen Covid-19-Ausbruch im Nikolaiheim des Pommerschen Diakonievereins gibt. Von mindestens zehn betroffenen Personen aus Personal und Bewohnerschaft ist die Rede. In Absprache mit dem Gesundheitsamt wurden Separierungen und Isolierungen vorgenommen, die Mitarbeiter sollen in allen Bereichen nun mit Vollschutz agieren. Darüber informierte der Betreiber, unter dessen Fittichen neben vielen anderen Einrichtungen auch das Annastift in Jarmen steht, auf seiner Internet-Seite.

Inzidenzwert im Amt Peenetal/Loitz deutlich gesunken

Von der Ausbreitung her rückläufig, aber keineswegs schon entspannt zeigt sich die Pandemie-Lage derweil im Amtsbereich Peenetal/Loitz. Schließlich sank der Inzidenz-Wert innerhalb weniger Tage deutlich auf nun 67. Denn seit Dienstag kamen offenbar „nur“ vier neue Positivbefunde dazu, sodass sich deren Zahl seit Beginn der Corona-Krise auf 46 summiert. Nach wie vor allerdings gelten 14 Betroffene als aktive Fälle, da die Ansteckungsgefahr und Genesung ja erheblich länger als eine Woche dauern.

Unterdessen hat der Landkreis angesichts der sich zuspitzenden Lage am Freitag eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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