AUTOFAHRER WÜTEND

Vollsperrung der B 110 bei Tutow kam früher als gedacht

Der Baustart an der B 110 bei Tutow war längst überfällig. Dass die Vollsperrung jetzt aber ein paar Tage früher als erwartet losging, sorgte für Unverständnis. Insbesondere die Beschilderung ist für Autofahrer ein Ärgernis.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Wer von Demmin kommt und den Feldweg entlang fahren möchte, muss erst einmal eine Ordnungswidrigkeit begehen und das Verkehrsschild missachten, weil die Zufahrt zum Feldweg hinter dem Schild liegt.
Wer von Demmin kommt und den Feldweg entlang fahren möchte, muss erst einmal eine Ordnungswidrigkeit begehen und das Verkehrsschild missachten, weil die Zufahrt zum Feldweg hinter dem Schild liegt. Kai Horstmann
Die Baumaßnahmen an der B 110 sind in vollem Gange.
Die Baumaßnahmen an der B 110 sind in vollem Gange. Kai Horstmann
Imbiss in 500 Metern. Die Besitzer hoffen, dass sie auch nach den Baumaßnahmen noch bestehen.
Imbiss in 500 Metern. Die Besitzer hoffen, dass sie auch nach den Baumaßnahmen noch bestehen. Kai Horstmann
Die hohen Absätze zwischen Fahrbahn und Erdboden machen ängstlichen Autofahrern und Autofahrern mit tiefergelegten Autos große Sorgen.
Die hohen Absätze zwischen Fahrbahn und Erdboden machen ängstlichen Autofahrern und Autofahrern mit tiefergelegten Autos große Sorgen. Kai Horstmann
Am Ortsausgang von Jarmen steht ein Sackgassenschild und der Hinweis auf die Baustelle.
Am Ortsausgang von Jarmen steht ein Sackgassenschild und der Hinweis auf die Baustelle. Kai Horstmann
An der Ampelkreuzung ist das Hinweisschild nach Demmin außer Kraft gesetzt wegen der Sanierung der B110.
An der Ampelkreuzung ist das Hinweisschild nach Demmin außer Kraft gesetzt wegen der Sanierung der B110. Kai Horstmann
Auf dem Feldweg wird es manchmal recht eng.
Auf dem Feldweg wird es manchmal recht eng. Kai Horstmann
Der Bus fährt auf dem ehemaligen Radweg, der für Rettungswagen und Busse freigegeben ist. Aber beim Durchfahren muss der Faher zuerst die Absperrung beiseite schieben. Bei Rettungswagen kann dieses Hindernis kostbare Zeit kosten.
Der Bus fährt auf dem ehemaligen Radweg, der für Rettungswagen und Busse freigegeben ist. Aber beim Durchfahren muss der Faher zuerst die Absperrung beiseite schieben. Bei Rettungswagen kann dieses Hindernis kostbare Zeit kosten. Kai Horstmann
Sarah Sandow (29) Krankenschwester aus Tutow: "Ich muss mein 3jähriges Kind vor der Nachschicht abends zu meinen Eltern bringen und morgens abholen. Früher war es bis Marienfelde fünf Minuten. jetzt sind es 20 Minuten und das viermal, als 80 Minuten insgesamt, die ich länger fahre."
Sarah Sandow (29) Krankenschwester aus Tutow: "Ich muss mein 3jähriges Kind vor der Nachschicht abends zu meinen Eltern bringen und morgens abholen. Früher war es bis Marienfelde fünf Minuten. jetzt sind es 20 Minuten und das viermal, als 80 Minuten insgesamt, die ich länger fahre." Kai Horstmann
Als Dirk Wietzorek (gelbe Warnweste) von der Unteren Straßenverkehrsbehörde auf dem Parkplatz beim Imbiss ankommt, hört er sich viele Sorgen der Bürger an.
Als Dirk Wietzorek (gelbe Warnweste) von der Unteren Straßenverkehrsbehörde auf dem Parkplatz beim Imbiss ankommt, hört er sich viele Sorgen der Bürger an. Kai Horstmann
Absperrung der B110: Weil der Feldweg keine offizielle Umleitung ist, wurde auch kein dementsprechendes Schild aufgehängt.
Absperrung der B110: Weil der Feldweg keine offizielle Umleitung ist, wurde auch kein dementsprechendes Schild aufgehängt. Kai Horstmann
Auf der B110 wird zuerst die Teerdecke abgefäst.
Auf der B110 wird zuerst die Teerdecke abgefäst. Kai Horstmann
Kruckow.

Und plötzlich war die Bundesstraße B 110 dicht. Vollsperrung! Um 7.40 Uhr wurden am Montag die Absperrgitter aufgestellt und am Parkplatz mit dem Imbiss gab's sofort ein Verkehrschaos. Viele Autofahrer schimpften, weil sie nicht wussten, wie man weiterfahren kann. Auf der Ausweich-Strecke über den Feldweg könne man sich allenfalls das Auto kaputt fahren, Begegnungsverkehr sei kaum möglich. Im Vorfeld waren Ausweichtaschen versprochen worden, die jetzt aber doch nicht gebaut worden seien, so die wütenden Autofahrer. Dafür lägen große Steine auf dem Feldweg und beim Ausweichen versacke man im Gelände.

Noch vorige Woche hatte der Nordkurier von Andreas Herold, Dezernent beim Straßenbauamt Neustrelitz, die Auskunft erhalten, erst am Montag werde beschlossen, wann die Vollsperrung komme. "Nun kam die Vollsperrung schon früher, da war ich nicht ganz auf den Laufenden.", entschuldigt sich Herold.

Der Nordkurier macht den Feldweg-Check

Als erstes fahren wir den Feldweg entlang. Die Straße ist relativ eben und kann bei einer niedrigen Geschwindigkeit recht problemlos befahren werden. Die versprochenen Ausweichtaschen fehlen, aber es gibt genug Möglichkeiten zum Ausweichen. Auch wenn natürlich Vorsicht geboten ist.

Wo geht's lang?

Ein wirkliches Ärgernis ist die Beschilderung. Gerade Ortsfremde standen ratlos am Imbiss-Parkplatz. "Der Feldweg ist keine offizielle Umleitung, deshalb fehlt da das entsprechende Schild. Diesen Weg sollen nur Anwohner, kleine Busse und Rettungswagen bis 3,5 t befahren dürfen", sagt Dirk Wietzorek von der Unteren Straßenverkehrsbehörde.

Dauert es länger als gedacht?

Für weitere Aufregung sorgte in Tutow dann noch eine andere Meldung. Ein Anwohner hat ein Schild gesehen, dass die Bauarbeiten bis Mai 2017 gehen. Dabei wollten die doch bis Dezember fertig sein. "Es stimmt, die Bauarbeiten gehen bis in den Mai hinein. Aber wir hoffen, dass die Vollsperrung bis zum Dezember wieder aufgehoben wird. Auf jeden Fall bemühen wir uns, diesen Termin einzuhalten. Nur versprechen können wir das nicht. Der Rest der Baumaßnahmen kann dann bei laufendem Verkehr gemacht werden", beruhigt Herold.

Weitere Informationen zu der Sperrung auf der B110, insbesondere zu den fehlenden und teils noch falschen Verkehrsschildern, finden Sie in unserer Bildergalerie (siehe oben).

 

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