BRÜCKEN-BAUARBEITEN

Vollsperrung im Tollensetal kommt näher

Eine marode Flutbrücke im Tollensetal bei Alt Tellin muss repariert werden. Schon jetzt ist das Befahren eingeschränkt. Eine Vollsperrung der Kreisstraße VG 106 steht an.
Seit Dezember ist die Fahrbahn der Kreisstraße an der Flutbrücke zwischen Broock und Tollense stark eingeengt, zude
Seit Dezember ist die Fahrbahn der Kreisstraße an der Flutbrücke zwischen Broock und Tollense stark eingeengt, zudem die Tonnage begrenzt. Die angekündigte Vollsperrung zum 1. April soll nun allerdings wohl bis zum Beginn der Bauarbeiten dort hinausgeschoben werden. Stefan Hoeft
Wegen der Verkehrsbeschränkungen bei Broock gibt es weiträumige Umleitungen, fast alle führen irgendwie üb
Wegen der Verkehrsbeschränkungen bei Broock gibt es weiträumige Umleitungen, fast alle führen irgendwie über die L 35, hier bei Hedwigshof/Daberkow. Stefan Hoeft
Bröckel-Brücke: Dieses Überführungsbauwerk gilt schon lange als Sorgenkind, doch jetzt muss der Landkreis
Bröckel-Brücke: Dieses Überführungsbauwerk gilt schon lange als Sorgenkind, doch jetzt muss der Landkreis zwingend handeln. Stefan Hoeft
Alt Tellin.

Zwar ist die Kreisstraße VG 106 wegen des schlechten Zustandes der sogenannten Flutbrücke am Südufer der Tollense bei Broock bereits seit Anfang Dezember nur noch eingeschränkt befahrbar und für den 1. April 2020 ist schon offiziell vom Landratsamt eine Vollsperrung angekündigt. Doch dieser Termin mitten in der Woche hängst mit dem Baugutachten zusammen und stellt nicht automatisch den Termin für den Baustart zum Beheben der Probleme dar.

Das hat Vorpommern-Greifswalds Straßenmeisterei-Chef Hardy Rieck gegenüber dem Nordkurier klargestellt. Er rechnet schon allein angesichts der einzuhaltenden Ausschreibungs- und Vergabefristen mit einem späteren Beginn. Diese wichtige Verbindung wäre also gekappt, ohne dass sich erstmal etwas Sichtbares vor Ort tut.

Allerdings strebe die Verwaltung nicht nur eine möglichst frühzeitige Realisierung des Vorhabens an, sie wolle auch die Vollsperrung diesem Terminplan anpassen – wenn die Substanz der Flutbrücke es zulässt. Mit dem Prüfingenieur sei vereinbart, das Nadelöhr so lange wie möglich über den besagten 1. April hinaus offen zu halten, möglichst eben bis zur Umsetzung von Abriss und Neubau. Letzterer soll in Form eines großen Wellstahlrohres erfolgen. Das fällt deutlich kostengünstiger aus als ein Brückenbauwerk samt Gründung und lässt sich erheblich schneller realisieren.

„Wenn das alles gut vorbereitet ist und das Wetter mitspielt, gehen wir von maximal zehn Arbeitstagen aus“, erläuterte Rieck. „Die Bauweise, die zu erwartenden Einschränkungen und der zeitliche Ablauf entsprechen denen beim Ersatzneubau der ersten Flutbrücke vor zwei Jahren. Von daher haben die Anwohner eine Vorstellung davon, was sie erwartet“, hieß es dazu vom Kreis-Pressesprecher Achim Froitzheim.

Umleitungen über die L 271 Demmin-Burow

Doch auch der überörtliche Verkehr ist erheblich von den Einschränkungen betroffen – bereits jetzt mit der Reduzierung des Tonnagelimits auf 3,5 Tonnen und der Durchfahrtbreite auf 2,5 Meter. Immerhin stellte die VG 106 weit und breit die einzige derart ausgebaute Querung des Tollensetales dar, die nächste findet sich erst bei Klempenow mit der L 35.

Und genau diese ostwärts gelegene Landesstraße schlägt der Landkreis auch als Ausweichroute vor. Anzusteuern von Broock über den Abzweig Golchen oder über die L 271 Demmin-Burow. Wobei erstere Variante insbesondere bei Winterwetter kaum zu empfehlen scheint, weil die Strecke durch den Wald von Hohenbüssow nach Golchen weder geräumt noch gestreut wird.

 

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