Beim Einsäen passte das Wetter perfekt. Doch nun hoffen alle Beteiligten auch auf Regen, damit die Saat gut aufgehen kann
Beim Einsäen passte das Wetter perfekt. Doch nun hoffen alle Beteiligten auch auf Regen, damit die Saat gut aufgehen kann. Loitzer Bauhof/ ZVG
Schwere Technik kam zu Wochenbeginn auf dem Gelände der Königswiese zum Einsatz. Die Manpower und die Drille stellte
Schwere Technik kam zu Wochenbeginn auf dem Gelände der Königswiese zum Einsatz. Die Manpower und die Drille stellte die Trantower Agrar GmbH zur Verfügung. Loitzer Bauhof ZVG
Blick auf die Loitzer Königswiese im Wonnemonat Mai. Schon in wenigen Wochen sollen hier, in der Mitte der Stadt, reichli
Blick auf die Loitzer Königswiese im Wonnemonat Mai. Schon in wenigen Wochen sollen hier, in der Mitte der Stadt, reichlich bunte Pflanzen für einen schönen Farbtupfer sorgen. Loitzer Bauhof ZVG
Sommer

Vorpommerns Königswiese und ihr buntes Geheimnis

Ein paar Wochen noch, dann soll sie in voller Blüte stehen. Für die Königswiese in Loitz hat sich nicht nur ein örtlicher Landwirtschaftsbetrieb ordentlich ins Zeug gelegt.
Loitz

Das könnte eine ganz schön bunte Angelegenheit werden: Blaue Lupine, Lila Phacelia, Sonnenblumen, Sommerwicken, Malven, einige Ringelblumen und noch andere Pflanzen sollen nämlich dafür sorgen, dass die Königswiese in Loitz in diesem Sommer ein richtiger Hingucker wird.

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Landwirt hilft mit Technik

Nachdem zum Ende der zurückliegenden Woche vom städtischen Bauhofteam die rund ein Hektar große Fläche noch einmal gemäht wurde, kam inzwischen Technik zum Einsatz, die die Firma Trantower Agrar GmbH & Co. KG Vorpommern zur Verfügung stellte. „Es handelte sich dabei um eine Drille mit Scheibenegge“, erklärte auf Nordkurier-Nachfrage der Leiter des Bauhofes Maik Maschmeier. Heißt wohl für Stadtkinder übersetzt – es wurde gedrillt und gleichzeitig eingesät.

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Ein Termin, bei dem auch Bürgermeisterin Christin Witt kurz vorbeischaute. Sie freute sich, dass es in diesem Jahr erneut mit einer gemeinschaftlichen Aktion von Peenestadt und Trantower Agrarbetrieb geklappt hat. Die Firma hatte ihren Mitarbeiter Enrico Schramma samt Technik nach Loitz geschickt. Diese Aktion ist gleichzeitig so etwas wie ein Startschuss in Richtung sommerliches Erscheinungsbild für die Stadt. Schon in wenigen Tagen sollen auch die Blumenampeln entlang der Hauptstraße wieder aufgehängt werden.

Geduld ist nötig

Auf der Königswiese wird es jetzt wohl bis Juli dauern, bis die Pflanzen in die Höhe gewachsen sind. „Wir wollen mal hoffen, dass es in den nächsten Tagen nun auch mal ordentlich regnet, damit die Saat gut aufgeht“, sagte die Bürgermeisterin. Erst dann werde sich zeigen, was in den Saatenmischungen, die verdrillt wurden, tatsächlich alles steckte. „Das wird schon“, ist Maik Maschmeier ganz optimistisch. Bereits zum dritten Mal hat er mit seinem Team diese sommerliche, naturbelassene Gestaltung der Königsweise mit vorbereitet. „Das ist eine gute Lösung, die hier zunächst gefunden wurde. Es sieht anständig aus, auf jeden Fall besser als in den Jahren davor“, sagte er. Zudem hofft der Leiter des Bauhofs, dass die Blühwiese auch einen gewissen Respekt ausstrahlt, dass nicht Müll oder Grünschnitt dort illegal abgekippt werden.

Dem kann sich die Rathauschefin nur anschließen: „Wir hatten diese Situation schon. Diese zusätzliche Arbeit, die die Männer aufbringen müssen, um diese Dinge dann wieder fachgerecht zu entsorgen, kostet Zeit. Zeit, die den Bauhof-Mitarbeitern dann fehlt, um andere Aufgaben zu erledigen. Die gibt es gerade im Frühjahr und Sommer mehr als reichlich“, appellierte sie an die Vernunft der Bürger.

Ball spielen bleibt weiter erlaubt

Dennoch könne die Wiese auch genutzt werden, um dort mal mit den Kindern Ball zu spielen oder „einfach mal auf einer Decke dort Platz zu nehmen, um beispielsweise ein Buch zu lesen“, sagte Christin Witt. Wer die Wiese zur Naherholung nutzt, was natürlich nicht verboten sei, solle aber auch dafür sorgen, Abfälle, die dabei möglicherweise anfallen, wieder wegzuräumen. Es sei nicht geplant, dort Bänke oder Papierkörbe aufzustellen – jedenfalls bisher noch nicht.

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