SCHWEINEZUCHT ALT TELLIN

Wann geht der Prozess zur Ferkelfabrik weiter?

Mehr als ein Jahr sind seit dem Prozessbeginn um die Genehmigung für die Schweinezucht Alt Tellin vergangen. Eine Fortsetzung des Verfahrens ist nicht absehbar.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Am 15. März 2017 startete vor dem Verwaltungsgericht Greifswald der Prozess um die Genehmigung für Europas mutmaßlich größte Ferkelfabrik in der Gemeinde Alt Tellin. Doch einen Termin für die Fortsetzung der mündlichen Verhandlung gibt es auch gut 15 Monate später immer noch nicht.
Am 15. März 2017 startete vor dem Verwaltungsgericht Greifswald der Prozess um die Genehmigung für Europas mutmaßlich größte Ferkelfabrik in der Gemeinde Alt Tellin. Doch einen Termin für die Fortsetzung der mündlichen Verhandlung gibt es auch gut 15 Monate später immer noch nicht. Stefan Hoeft
Am 15. März 2017 startete vor dem Verwaltungsgericht Greifswald der Prozess um die Genehmigung für Europas mutmaßlich größte Ferkelfabrik in der Gemeinde Alt Tellin. Doch einen Termin für die Fortsetzung der mündlichen Verhandlung gibt es auch gut 15 Monate später immer noch nicht. Foto: Stefan Hoeft
Am 15. März 2017 startete vor dem Verwaltungsgericht Greifswald der Prozess um die Genehmigung für Europas mutmaßlich größte Ferkelfabrik in der Gemeinde Alt Tellin. Doch einen Termin für die Fortsetzung der mündlichen Verhandlung gibt es auch gut 15 Monate später immer noch nicht. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Aufgrund der dort grundsätzlich zu klärenden Fragen zu Dingen der Schweinehaltung und des Klagerechts von Umweltverbänden steht das Verwaltungsgericht Greifswald weit über die Region hinaus im Blickpunkt. Foto: Stefan Hoeft
Aufgrund der dort grundsätzlich zu klärenden Fragen zu Dingen der Schweinehaltung und des Klagerechts von Umweltverbänden steht das Verwaltungsgericht Greifswald weit über die Region hinaus im Blickpunkt. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können.
 Fotos: Stefan Hoeft
Die neue Anwälte des Unternehmens sollen ausreichend Zeit bekommen, um sich die umfangreichen Unterlagen zu dem Rechtsstreit anschauen zu können. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Aufgrund der dort grundsätzlich zu klärenden Fragen zu Dingen der Schweinehaltung und des Klagerechts von Umweltverbänden steht das Verwaltungsgericht Greifswald weit über die Region hinaus im Blickpunkt.
Aufgrund der dort grundsätzlich zu klärenden Fragen zu Dingen der Schweinehaltung und des Klagerechts von Umweltverbänden steht das Verwaltungsgericht Greifswald weit über die Region hinaus im Blickpunkt. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Greifswald.

Dass Gerichtsverfahren durchaus dauern können, erst recht wenn es um eventuell weitreichende Entscheidungen geht, das scheint in Deutschland fast schon akzeptierter Standard. Doch bei den jeweils Betroffenen sorgt so etwas durchaus für Frust, vor allem wenn sie mit Hilfe der Richter-Entscheidung hoffen, Grundlegendes ändern zu können.

Wie im Fall der Schweinezucht Alt Tellin, wo die Kläger – der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit Unterstützung der lokalen Bürgerinitiative „Rettet das Landleben am Tollensetal“ – nicht nur die Betriebsgenehmigung für Europas wohl größte Ferkelfabrik in Frage stellen, sondern sozusagen wie nebenbei die dort praktizierte Haltungsform generell. Doch gingen schon Jahre ins Land, bis das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Greifswald überhaupt eröffnet wurde.

Insbesondere bei den Tierschutzbelangen und dem Status der Biogas-Anlage sah die Kammer noch weiteren Erarbeitungsbedarf, eventuell sogar in Form weiterer Gutachten. So fiel die Entscheidung fiel, das Ganze zu vertagen. Die mündliche Verhandlung soll in einem noch zu bestimmenden weiteren Termin fortgesetzt werden. Bis heute, also mehr als 15 Monate danach, gibt es allerdings kein Signal für eine weitere Sitzung.

Neue Anwälte müssen sich einarbeiten

Der wegen seiner Bedeutung für die Agrarbranche und den Tierschutz in ganz Deutschland von überregionalem Medieninteresse begleitete Prozessauftakt im März 2017 weckte durchaus große Hoffnungen bei den Gegnern der Anlage. Denn die Kammer um den Vorsitzenden Richter Holger Brucksch machte keinerlei Anstalten, auch nur irgendeinen Kritikpunkt als unwichtig oder völlig unberechtigt abzutun, sondern nahm sich innerhalb von rund sechs Stunden sämtlicher Themen ausgiebig an. Und deutete dabei einige Zweifel an der Argumentation von Unternehmen und Behörden an.

„Im Moment hängt es daran, dass die Prozessbevollmächtigten der Betreibergesellschaft ihr Mandat niedergelegt haben“, erklärt Heinz-Gerd Stratmann, Pressesprecher am Verwaltungsgericht Greifswald, auf Nordkurier-Anfrage. Denn die neuen Anwälte bekämen jetzt erst mal die Möglichkeit, sich in die Akten einzulesen. Von ein paar Wochen ist da die Rede, zumal das Ganze allein angesichts des Umfangs der Unterlagen durchaus eine Herausforderung darstellt. „Danach wird entschieden, wie es weiter geht.“

Viele Unwägbarkeiten also, die Stratmann davor zurückscheuen lassen, auch nur in im Geringsten eine Andeutung zu machen, wie lange sich das „Publikum“ noch in Geduld üben muss. „Da eine Prognose abzugeben, wäre unseriös zur Zeit.“ Zumal ja viele weitere Verfahren auf der Abarbeitungsliste von ihm und seinen Kollegen stehen und je nach Dringlichkeiten vorrücken dürften in der Schlange. „Es ist halt so, dass wir genügend zu tun haben“, so der Kommentar des Pressesprechers.

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