EINTRITTSPREISE

Was soll der Badespaß in der Biberburg denn nun kosten?

Die Diskussion ums Eintrittsgeld für die Biberburg ist neu entbrannt. Die einen wollen den Eintritt halbieren, die anderen ihn ganz streichen. Der Stadtverwaltung wäre am liebsten, wenn alles bleibt wie bisher.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Ordnungsamtschef Jörg Küthe griff bei der Saisoneröffnung in der Biberburg selbst zum Wasserschlauch. Weniger f
Ordnungsamtschef Jörg Küthe griff bei der Saisoneröffnung in der Biberburg selbst zum Wasserschlauch. Weniger froh ist er über den Vorschlag, den Eintritt ins Freibad ganz zu streichen. Denny Kleindienst
Die diesjährigen Besucherzahlen im Demminer Naturerlebnisbad Biberburg stimmten. Doch würden noch mehr Demminer komm
Die diesjährigen Besucherzahlen im Demminer Naturerlebnisbad Biberburg stimmten. Doch würden noch mehr Demminer kommen, wenn der Eintritt wegfällt oder halbiert wird? Denny Kleindienst
Demmin.

Sowohl die AfD als auch die UWG wollen an der Preisschraube drehen. Beide Fraktionen haben im jüngsten Demminer Sozialausschuss einen eigenen Antrag gestellt, um die Entgeltordnung für die Benutzung des städtischen Freibades zu ändern. Die AfD schlägt vor, die Eintrittspreise in der kommenden Saison zu halbieren. Ferner sollten auch die Schulen, die nicht in Trägerschaft der Stadt sind, das Freibad unentgeltlich für den Schwimmunterricht nutzen können. Die AfD verspricht sich davon, dass gerade sozial schwache Familien noch häufiger das Freibad besuchen können.

Auch der UWG geht es um die Entlastung der Bürger. Sie will das Eintrittsgeld fürs Schwimmbad allerdings gleich ganz streichen. Die UWG begründet ihren Antrag damit, dass die Preiserhöhungen der letzten Jahre sich nicht gerechnet haben. Ohne Eintritt würden zugleich die Kosten für die Kassierung wegfallen. Denn es kostet Geld, Eintritt zu kassieren.

Ohne Eintritt weniger Sicherheit befürchtet

Demmins Ordnungsamtsleiter Jörg Küthe sprach sich derweil ganz klar gegen den kostenfreien Freibadbesuch aus. Weil die Kassierer außerdem eine Ordnungsfunktion übernehmen. Küthe ist der Auffassung, dass die Sicherheit im Freibad höher ist, wenn jemand an der Kasse sitzt und damit klar ist, wie viele Besucher sich gerade auf dem Gelände befinden. Wenn kein Eintritt fällig ist, würden vielleicht auch Leute kommen, die gar nicht baden wollen. Die Kassierer würden aber „auffällige Personen erkennen“, so der Amtsleiter.

Er sagte außerdem, dass der Pächter, der auch den Kiosk betreibt, bereits angekündigt hat, nur dann weiterzumachen, wenn alles wie bisher bleibt. Pächter und Stadt betreiben das Freibad in Kooperation. So sind die zwei Schwimmmeister bei der Stadt angestellt. Der Schwimmmeister trägt die Verantwortung, ist sozusagen Chef im Bad. Hinzu kommen aber noch die Rettungsschwimmer, die wiederum die Betreiberfirma stellt. Laut Küthe ist es durchaus schwierig, Rettungsschwimmer zu finden.

Erpressung vorgeworfen

Und so sagte der Ordnungsamtsleiter dem Ausschuss, angesichts der drohenden Kündigung des Pächters bei freiem Eintritt: „Wir gehen die Gefahr ein, die Biberburg im nächsten Jahr nicht aufmachen zu können.“ Woraufhin Eckhardt Tabbert (UWG) sogleich erwiderte: „Wir lassen uns nicht erpressen!“ Er sagte weiter und klang dabei gänzlich bedenkenlos: „Das wird trotzdem weiter laufen.“

Demmins stellvertretender Bürgermeister Ronny Szabó gab schließlich noch zu bedenken, dass ein Eintritt, der einmal gestrichen ist, in den Folgejahren schlecht wieder eingeführt werden kann. Das sieht auch Herbert Frank (CDU) so, der seinerseits darauf hinwies, dass nicht einmal zehn Leute in diesem Jahr die Vergünstigung beantragt haben. Am Ende gab es im Sozialausschuss für keinen der beiden Anträge eine Mehrheit.

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