FEINE SAHNE FISCHFILET

So lief die Biber-Olympiade beim "Wasted in Jarmen"

Zum Auftakt ihres vierten „Wasted in Jarmen” wollten die Gastgeber von Feine Sahne Fischfilet groß auftrumpfen: Bei der ersten Biber-Olympiade mussten sie zittern. Am Ende entschied König Fußball.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Den Hausherren fast den Sieg vermasselt: Toni Rosner, Viola Bernd, Esther Schmitt, Nils Muders, Patrik Federhen, Karolin Rosne
Den Hausherren fast den Sieg vermasselt: Toni Rosner, Viola Bernd, Esther Schmitt, Nils Muders, Patrik Federhen, Karolin Rosner und Daniel Bernd (von links) traten bei der ersten Biber-Olympiade als Besucher-Team an und hielten den Wettkampf bis zum Schluss offen. Stefan Hoeft
Plötzlich wieder alles paletti: Dank des Sieges von Kai Irrgang (links) und Olaf Ney beim Euro-Paletten-Weitwurf blieb di
Plötzlich wieder alles paletti: Dank des Sieges von Kai Irrgang (links) und Olaf Ney beim Euro-Paletten-Weitwurf blieb die Band doch noch im Rennen. Stefan Hoeft
Dumm gelaufen: Zwar konnte sich Trompeter Max Bobzin beim Wettschwimmen anfangs etwas absetzen, doch dann ging seinem bengalis
Dumm gelaufen: Zwar konnte sich Trompeter Max Bobzin beim Wettschwimmen anfangs etwas absetzen, doch dann ging seinem bengalischen Feuer ohne Fremdeinwirkung die Puste aus. Stefan Hoeft
Dumm gelaufen: Zwar konnte sich Trompeter Max Bobzin beim Wettschwimmen anfangs etwas absetzen, doch dann ging seinem bengalis
Dumm gelaufen: Zwar konnte sich Trompeter Max Bobzin beim Wettschwimmen anfangs etwas absetzen, doch dann ging seinem bengalischen Feuer ohne Fremdeinwirkung die Puste aus. Stefan Hoeft
Der Mann für die verbale Würze: Fernsehkoch Ole Plogstedt moderierte den Wettkampf. Und kam angesichts seines Outfit
Der Mann für die verbale Würze: Fernsehkoch Ole Plogstedt moderierte den Wettkampf. Und kam angesichts seines Outfits bald selbst mächtig ins Schwitzen. Stefan Hoeft
Überholen ohne einzuholen: Während die Band-Mitglieder noch nach den Bierdosen im Strandsand suchten, war die Konkur
Überholen ohne einzuholen: Während die Band-Mitglieder noch nach den Bierdosen im Strandsand suchten, war die Konkurrenz längst beim Austrinken. Stefan Hoeft
Gegen diesen Bullen hatte „Monchi” keine Chance, nach neun Sekunden ging es abwärts.
Gegen diesen Bullen hatte „Monchi” keine Chance, nach neun Sekunden ging es abwärts. Stefan Hoeft
Zwischen Siegesgewissheit und dem großen Zittern: Die Erleichterung der Fischfilets über ihren knappen Sieg bei der
Zwischen Siegesgewissheit und dem großen Zittern: Die Erleichterung der Fischfilets über ihren knappen Sieg bei der ersten Biber-Olympiade war deutlich sicht- und hörbar. Stefan Hoeft
Masse mit Klasse: Auch als Torwart wusste Sänger Jan Gorkow zu brillieren, diesen scharfen Strafstoß hielt er ganz
Masse mit Klasse: Auch als Torwart wusste Sänger Jan Gorkow zu brillieren, diesen scharfen Strafstoß hielt er ganz sicher. Und sorgte mit seinem eigenen Treffer am Ende für die Entscheidung. Stefan Hoeft
Masse mit Klasse: Auch als Torwart wusste Sänger Jan Gorkow zu brillieren. Sein Team konnte sich erst über den von i
Masse mit Klasse: Auch als Torwart wusste Sänger Jan Gorkow zu brillieren. Sein Team konnte sich erst über den von ihm gehaltenen Strafstoß freuen und dann über seinen Treffer zum Sieg. Stefan Hoeft
Am Ende musste das Strafstoß-Duell über den Gesamtsieg entscheiden, doch auch Trompeter Jakobus North (links) zeigt
Am Ende musste das Strafstoß-Duell über den Gesamtsieg entscheiden, doch auch Trompeter Jakobus North (links) zeigte da Nerven. Stefan Hoeft
Wo der Strand zur Wettkampf-Arena wird: Mancher vom Publikum genoss die Sitz- und Stehplätze mit Flüssigkühlung
Wo der Strand zur Wettkampf-Arena wird: Mancher vom Publikum genoss die Sitz- und Stehplätze mit Flüssigkühlung im Zarrenthiner Kiessee. Stefan Hoeft
Als noch alles im grünen Bereich war: Die Auftakt-Disziplin „Pfeffi-Saufen” ging an die Gastgeber.
Als noch alles im grünen Bereich war: Die Auftakt-Disziplin „Pfeffi-Saufen” ging an die Gastgeber. Stefan Hoeft
Jarmen.

Dass seit neuestem zum Repertoire der Punkband Feine Sahne Fischfilet auch eine Biber-Olympiade gehört, hat eine auf Helgoland beginnende Vorgeschichte. Denn als die sechs Musiker Ende April für das so genannte größte kleinste Festival der Welt namens „Rock’n’Roll Butterfahrt” auf Deutschlands einzige Hochseeinsel übersetzten, nahmen sie auch am dortigen Piraten-Fünfkampf teil. Und die vorpommerschen Recken holten sich nicht nur den Sieg, sondern ihr aus Jarmen stammender Frontmann und Sänger Jan „Monchi” Gorkow stellte obendrein noch einen neuen Weltrekord beim kombinierten Rapsöl- und Schnaps-Saufen auf.

Motiviert von so einem Titel, inspiriert von den schrägen Disziplinen auf Helgoland und immer auf der Suche nach weiteren „Schnapsideen” für das eigene Festival an der Peene, reifte rasch die Idee, etwas ähnliches selbst zu zelebrieren. Schnell war da die „Biber-Olympiade” geboren, wenn auch die Einzelheiten zu den sieben Stationen sozusagen auf den letzten Drücker geklärt wurden, wie sie gestern gestanden. Da trat FSF dann am späten Freitagvormittag an der Badeanstalt Zarrenthin gegen das Team „Mofa-Rennen Damscheid” aus Rheinland-Pfalz an. Dass die mit Viola und Daniel Bernd, Patrik Federhen, Nils Muders, Esther Schmitt sowie Karolin und Toni Rosner sogar eine Person mehr waren, akzeptierten die Musiker siegessicher. Immerhin lief das Ganze ja zu ihren Bedingungen.

Anfangs schienen sie diese Favoritenrolle tatsächlich gnadenlos ausspielen zu können, selbst wenn ihr Vorsprung beim Leeren eine Pfefferminz-Likör-Flasche knapp ausfiel und Fernseh-Koch Ole Plogstedt als Moderator keinen Hehl aus seiner Sympathie für die Herausforderer machte. Denn auch der Punkt für Runde zwei, das Jonglieren eines Fußballs, ging mit 87:31 klar an Feine Sahne. Wobei zwei Drittel ihrer Bilanz dem Talent von Bassist Kai Irrgang zu verdanken war, obwohl der früher in Loitz eher dem Handball frönte.

Feine Sahne Fischfilet verkalkuliert sich

Doch danach stemmten sich die Rheinland-Pfälzer buchstäblich gegen den vorfristigen Rauswurf bei der Biber-Olympiade. Ihr Bull-Riding-Kandidat hielt sich 20 Sekunden auf dem rotierenden Rindvieh, während Sänger „Monchi” bereits nach 9 Sekunden abgeworfen wurde. Und sogar Runde vier, bei der jede Gruppe jeweils drei von fünf in einem Karree vergrabenen Bierdosen aus dem Kiessee-Strand möglichst schnell ausbuddeln und austrinken musste, ging an die Besucher. Schließlich setzten sie bereits die dritte Dose an den Mund, als die anderen noch nach Nummer zwei und drei suchten. Da half der Band dann alle Trinkfestigkeit nichts mehr – Ausgleich. „Das haben wir nicht einkalkuliert”, musste Jan Gorkow zugeben.

 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Lass uns leben vor dem Tod...! #bullenreiten @wastedinjarmen @iuventa10 @oleplogstedt

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Dass es beim folgenden Schwimmwettkampf mit Bengalo in der Hand gleich zwei Zähler zu ergattern gab, machte die Sache am Ende noch prekärer für die Gastgeber und warf einige Fragen zum Lieferanten des Feuerwerkskörpers auf. Schließlich sah Trompeter Max Bobzin zwar anfangs wie der Gewinner aus, doch seine Flamme erschloss plötzlich und ohne Wasserkontakt. Seine vergeblichen Löschversuche an der gegnerischen Fackel brachten ihn obendrein beim Anschlag ins Hintertreffen.

So dass nur ein Sieg und die zwei Punkte beim Euro-Paletten-Weitwurf den Gesamtwettkampf offen halten konnten. Tatsächlich gelang es Schlagzeuger Olaf Ney und Kai Irrgang das hölzerne Teil rund einen halben Meter weiter als die Herausforderer zu schleudern – die Erleichterung der Band-Kollegen blieb unüberseh- und -hörbar.

„Monchi” beendet Zitterpartie

Dementsprechend musste das Fußball-Ziel-Kicken auf einen Hintern die Konkurrenz entscheiden, wobei sich im Publikum schnell zwei freiwillige "Ärsche” für diese Nummer fanden. Doch die ersten acht Schützen verfehlten den blanken Mors, bevor Trompeter Bobzin mit einen Volltreffer die scheinbare Entscheidung landete. Aber ausgerechnet mit dem letzten Schuss für die Mofa-Gang machte Patrik Federhen den Musikern noch einen Strich durch die Jubel-Rechnung.

Daraufhin bat Schiedsrichter Plogstedt jeweils drei Mannschaftsvertreter zum finalen Strafstoßschießen. Wobei sich Gorkow, Irrgang und Bobzin als gute Keeper erwiesen, letzterem das runde Leder aber im letzten Moment noch über die Finger ins Netz rutschte. Weil von ihnen selbst nur Christoph Sell den Ball im Kasten versenkte, konnte in der Folge jeder Fehlschuss die Olympiade entscheiden. Am Ende war es ausgerechnet der Jarmener „Monchi”, der mit seinem platzierten Strafstoß diese Zitterpartie zugunsten der Band beendete.

 

 

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