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Wehr-Plan wird heiß diskutiert

VonGerald GräfeNach einem Jahr Diskussion liegt der Entwurf zur künftigen Struktur der Darguner Feuerwehren vor: Zu entscheiden haben darüber nun die ...

VonGerald Gräfe

Nach einem Jahr Diskussion liegt der Entwurf zur künftigen Struktur der Darguner Feuerwehren vor: Zu entscheiden haben darüber nun die Stadtvertreter.

Dargun.Ja sie weiß, bei ihr wird nun wohl wieder das Telefon ständig klingeln. Roswitha Trost, Leiterin des Ordnungs-, Sozial- und Bauamtes in der Darguner Stadtverwaltung, kennt die Befindlichkeiten der bis vor kurzem noch vier Ortswehren im Stadtgebiet. Doch es könne bei deren Ausstattung mit Fahrzeugen und Technik nicht nach dem System „Wünsch dir was“ gehen. Deshalb habe ein Jahr lang eine Arbeitsgruppe den derzeitigen Stand des Feuerlöschwesens erfasst und die künftige Struktur diskutiert. Vertreter von Wehren und der Fraktionen im Stadtparlament haben ein Arbeitspapier erstellt, welches den Stadtvertretern zur Beschlussfassung vorliegt.
„Harten Tobak“ bedeutet das für die einst eigenständigen Brandschutzhelfer in Groß Methling: Deren Spritzenhaus soll, so Trost, den Vorstellungen der Arbeitsgruppe nach zum kommenden Jahresende geschlossen werden. Die Mitglieder der Methlinger Löschgruppe würden demnach ihren Dienst im zwei Kilometer entfernten Spritzenhaus der Ortswehr Stubbendorf ableisten.
„Rosiger“ sieht es für die Brudersdorfer Feuerwehrleute aus: Bis vor kurzem noch eigenständige Ortswehr, haben sie sich als Löschgruppe ihren Stubbendorfer Kameraden angeschlossen. Damit ist die Zukunft des Brudersdorfer Spritzenhauses mit dessen derzeitiger Technik erst einmal gesichert.
Bei ihrer Entscheidung zur künftigen Ausgestaltung des Darguner Brandschutzwesens sollen sich die Stadtvertreter aber nicht nur auf das hausgemachte Papier der Arbeitsgruppe verlassen, wie Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) betont. Das Gefahrenpotential soll über einen Brandschutzfachmann analysiert werden.
Damit, so Graupmann und Trost, erhalte man fundierte Aussagen zum nötigen Ausrüstungsbedarf der Darguner Gemeindewehr. Mit ins sprichwörtliche Boot würden die großen Unternehmen und die Sozialeinrichtungen genommen werden. Denn gerade auch die möglichen Gefahren, die von den Lebensmittelbetrieben und den Seniorenheimen ausgehen könnten, gelte es zu erfassen. Das könnte auch bedeuten, dass die örtliche Wirtschaft sich künftig an der finanziellen Ausstattung der Feuerwehren beteiligen würde, wie es Gemeindewehrführer Hartmut Antenen vorschlug.