Ideenwettbewerb

Welche neuen Ideen sollen in Demmin wahr werden?

Welche Idee soll Demmin noch schöner und lebenswerter machen? Darüber können die Demminer noch bis 30. August abstimmen.
Über neun Ideen für ein schöneres Leben in der Stadt können die Demminer bis Ende August abstimmen.
Über neun Ideen für ein schöneres Leben in der Stadt können die Demminer bis Ende August abstimmen. Karsten Riemer
Demmin

Bekommt Demmin einen Stand-up-Paddle-Verleih oder doch lieber einen Kurzfilmworkshop? Entsteht auf dem Kreisel eine Skulptur oder wird es doch eher die Sitzgelegenheit am Haus Demmin? Wird auf dem Marienhain Geschichte lebendig oder die ev. Kirche im Miniaturformat nachgebaut? Über all das und mehr entscheiden in der Endrunde des vom Demminer KulturRING ausgerufenen Ideenwettbewerb im Laufe des Monats die Bürger.

Die neun Ideen in der engeren Auswahl, von denen pro Rubrik jeweils eine umgesetzt wird, sind den gesamten August unter www.kulturring-demmin.de/ausschreibungen/ und im Schaufenster des T30-Vereins in der Treptower Straße 30 ausgestellt. Kurzbeschreibungen sind auch in den unten stehenden Infokästen zu finden. Sollten die Kosten für ein Projekt das zur Verfügung stehende Budget von jeweils 2000 Euro an Fördermitteln nicht erreichen, könnten je nach Idee mehrere Durchgänge geplant werden, erklärt Sarah Dittrich vom T30-Verein, der zusammen mit dem Verein Lübecker Speicher den KulturRING verantwortet.

„Wir werden auf jeden Fall schauen, dass alles Geld für die Umsetzung eingesetzt wird und damit auch in Demmin ankommt“, verspricht sie. Wer mitentscheiden möchte, welche drei Ideen gefördert werden, kann sein Votum bis 30. August entweder online abgeben, oder einen ausgefüllten Stimmzettel in den Briefkasten des T30-Vereins werfen. Darüber hinaus werden Mitarbeiterinnen des KulturRING am 4. und am 11. August auf dem Markt sowie am 17. August am Marienhain um Beteiligung werben. Die Sieger-Ideen werden nach Auszählung der Stimmen zum Tag der offenen Tür des T30-Vereins am 4. September präsentiert.

Rubrik „Mein Jugendwunsch”:

1. Stand-Up-Paddle-Verleih für Jugendliche: Laut Ideengeberin sollte die Leihgebühr für ein Board sechs Euro nicht übersteigen und die Ausstattung bis zu drei Stunden genutzt werden können. Die Jury sieht in dem Konzept zwar eine versicherungstechnische Herausforderung, hält jedoch eine Pop-up-Variante noch in dieser Saison für denkbar.

2. Kurzfilm-Workshop: In einem einwöchigen Workshop während der Herbstferien sollen Jugendliche anhand eines Kurzfilms Storytelling, Konzeption, Dreh- und Postproduktion lernen. Zentral sind dabei Themen wie Gleichberechtigung, Demokratie und Frauen. Das Endprodukt soll öffentlich gezeigt werden.

3. Kooperatives Abenteuerspiel: Der Verein, der hinter dieser Idee steckt, plant ein Konzept ähnlich dem des „Escape Room“. Dabei soll eine Schulklasse auf eine einsame Insel entführt werden, von der die Schüler nur durch gemeinsame sportliche Aktivität und Rätselraten entkommen können. Nach dem langen Lockdown mit Homeschooling kann es gar nicht genug Gemeinschaft, Spaß und Sport geben, findet der Verein.

Rubrik „Mein Kulturwunsch”:

1. Musikskulptur im Kreisverkehr: In Anlehnung an das musikalische Potenzial der Hansestadt durch Musikgymnasium, Chorverband, Musikschule und mehrere Ensembles möchte die Ideengeberin einen etwa drei Meter hohen Kontrabass aus Beton und Stahlstangen an einem Kreisverkehr installieren. Damit möchte sie die Musik in der Stadt sichtbar machen und Demmins Außenwirkung verbessern.

2. Sitzgelegenheit am Haus Demmin: Am gerne besuchten Haus Demmin fehlen Bänke, meint der Ideengeber. Eine Sitzgelegenheit, verziert mit Kettensägekunst und einem Willkommensschild würde er gerne an der Infotafel aufstellen. Weitere Bänke mit Überdachung könnten folgen. Zudem könnte ein Skulpturenpark entstehen und die Menschen in die Natur locken. Laut Jury wäre das Konzept trotz laufender Machbarkeitsstudie umsetzbar.

3. Kreativkurs: Mehrere Schüler wünschen sich einen professionellen Kreativkurs, in dem sie neue Techniken lernen und ausprobieren können. Damit möglichst viele von dem Angebot profitieren können, soll der Kurs im Jugendhaus stattfinden.

Rubrik „Mein Stadtwunsch”:

1. Lichtinstallation Marienhain: In der Marienhain-Kapelle befanden sich vor 1945 neben einem Stadtmodell auch einige historische Ansichten von Demmin. Diese Werke von Karl Rumpel, die entfernt oder übermalt wurden, sollen mit Beamern und Geräuschen nachempfunden werden. Die Installation soll Besucher in die Vergangenheit entführen und Stadtgeschichte visuell erlebbar machen.

2. Kreisverkehrsgestaltung: Gewünscht ist ein positiver erster Eindruck der Hansestadt Demmin durch eine ansehnliche Gestaltung des Kreisverkehrs am Lidl. Die Ideengeberin stellt sich ein Kunstobjekt aus Stahlblech, etwa in Form einer Hansekogge, eines Willkommens-Schriftzugs oder einer Stadtsilhouette und/oder eine Bepflanzung vor.

3. St. Bartholomaei als Miniatur: Mit Bewehrungsmatten und -eisen soll die Kirche St. Bartholomaei als drei bis vier Meter hohes Kunstobjekt nachgebaut werden. In die Matten könnten Wünsche eingestanzt und alles mit Beleuchtung inszeniert werden, schlägt der Ideengeber vor. Besonders in der Adventszeit würde das Kunstwerk so seine Wirkung entfalten.

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