TANNENBAUM-SAMMLUNG

▶ Wenn die Feuerwehr anrückt, ist wirklich Schluss mit Weihnachten

Immer Anfang Januar ziehen die Kameraden der Passower Wehr in besonderer Mission durch die Ortsteile der Gemeinde Görmin. Mit Feuereifer dabei waren auch Mädchen und Jungen der Jugendwehr.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
Vorsicht, pikende Angelegenheit: Diese beiden jungen Feuerwehrmänner aus Passow gehörten mit zu der starken Truppe,
Vorsicht, pikende Angelegenheit: Diese beiden jungen Feuerwehrmänner aus Passow gehörten mit zu der starken Truppe, die in der Gemeinde Görmin Tannenbäume einsammelte. Ulrike Rosenstädt
Sebastian Herold und seine Tochter Reneé hatten die Aufgabe, die aussortierten Weihnachtsbäume auf den Hänger
Sebastian Herold und seine Tochter Reneé hatten die Aufgabe, die aussortierten Weihnachtsbäume auf den Hänger zu holen und sie dort zu stapeln. Der Herold-Junior, nämlich Tyler, war ebenfalls mit von der Partie, er sammelte die Bäume von den Gehwegen auf. Ulrike Rosenstädt
Runter vom Gehweg und rauf auf den Anhänger. Den hatte der Chef des Landwirtschaftlichen Betriebes Görmin zur Verf&u
Runter vom Gehweg und rauf auf den Anhänger. Den hatte der Chef des Landwirtschaftlichen Betriebes Görmin zur Verfügung gestellt. Ulrike Rosenstädt
Das große Fahrzeug mit dem Anhänger hätte in Alt Jargenow nicht mal eben einfach so wenden können. Also z
Das große Fahrzeug mit dem Anhänger hätte in Alt Jargenow nicht mal eben einfach so wenden können. Also zog nur der Unimog los. Ulrike Rosenstädt
In Göslow legte die Mannschaft am Sonnabend eine kurze Pause ein, denn die Sonne zeigte sich und wollte unbedingt mit auf
In Göslow legte die Mannschaft am Sonnabend eine kurze Pause ein, denn die Sonne zeigte sich und wollte unbedingt mit auf ein Erinnerungsfoto. Ulrike Rosenstädt
Passow.

Wenn die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passow auf Tour gehen, macht Tannenbäume einsammeln richtig Spaß. Seit fast 20 Jahren bieten sie zu Jahresbeginn für die Einwohner der Gemeinde Görmin diesen Service an. Immerhin sind es insgesamt acht Orte, die sie ansteuern. In diesem Jahr startete eine Gruppe von zehn Männern und Frauen gemeinsam mit Mädchen und Jungen aus der Jugendwehr Punkt 13  Uhr am Gelände des Görminer Landwirtschaftsbetriebes „Peenetal“. Dort stand ein Anhänger bereit, der routiniert ans Löschfahrzeug montiert wurde. Bevor es los ging, reichte die Zeit noch für ein einladendes „Hallo“, einen freundlichen Blick von allen und ein „Ja, der Betrieb unterstützt uns bei dieser Tour schon seit vielen Jahren mit Technik“ von Wehrleiter Thomas Hertel.

 

Jeder wusste, wo sein Platz ist und was er oder sie während der Tour zu tun hat. Erste Station: Böken. Dort fiel die Ausbeute mager aus. Doch immerhin landeten in diesem Ort die ersten drei ausrangierten Bäume auf dem Anhänger. Den bestiegen dann auch Reneé und Sebastian Herold. Vater und Tochter, beide Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Passow, erwiesen sich als ein eingespieltes Team. Und noch jemand aus der Familie war mit im Einsatz, nämlich Tyler. Der Schüler der Regionalen Schule Loitz erzählte auf dem Weg zum nächsten ausgemusterten Tannenbaum, dass er „schon richtig lange mit zur Jugendwehr Passow gehört, nämlich seit bereits sechs Jahren“. Auch am Abend, beim Verbrennen der Bäume auf dem Gelände der Passower Wehr, durfte er mit dabei sein.

 

Gruß und Dank fliegen über den Gartenzaun

Doch vorher gab’s für alle noch jede Menge Arbeit zu erledigen. Von Böken ging’s weiter nach Göslow. Dort war schon etwas mehr zu tun. Entweder standen die Bäume direkt an den Grundstücken oder an Sammelplätzen, wie am Neubaublock im Ort. Sobald die Kinder, die zum Teil schon recht stark Entnadelten entdeckten, liefen sie los. Gabriele Schakow, Leitern der Jugendwehr, mahnte immer wieder zur Vorsicht: „Passt auf vorbeifahrende Autos auf, helft euch gegenseitig“.

In der Tat waren am frühen Sonnabendnachmittag auf den Straßen einige Autofahrer unterwegs. Alle begegneten den Kameraden der Wehr freundlich, Grüße und Dankesworte flogen über den Gartenzaun. Auf die Frage, ob die Einwohner auch mal ein warmes Getränk rüber reichen, sagte Wehrleiter Thomas Hertel: „Das gerade nicht, aber das macht auch nichts, wir wollen die Tour ja auch flott durchziehen.“ Allerdings, im Ortsteil Groß Zastrow, gebe es eine Familie, die immer etwas an den ausgemusterten Tannenbaum hängt. „Das ist echt nett, wir freuen uns immer“, sagte der Wehrchef.

Doppelt so viele Bäume wie im Vorjahr eingesammelt

Der Arbeitsablauf wurde in Neu Jargenow einmal kurz unterbrochen: Das Lösch- und das Begleitfahrzeug blieben vor der Zufahrt zum Ort stehen, nur der Unimog machte sich auf den Weg: „Die Straße ist so schmal, da kann ich nicht wenden, mit dem Hänger schon gar nicht“, sagte Ronny Kaiser. Aber die Kameraden der Passower Truppe wussten sich zu helfen: Die Bäume, die sie in Alt Jargenow einsammelten, wurden kurz am Unimog befestigt. Bis zum Hänger waren es nur wenige Meter. Ehe sich alle versahen, nahmen Reneé und Sebastian Herold sie entgegen.

Die Tour dauerte insgesamt über vier Stunden. Auch in Trissow, Groß Zastrow, Görmin und schließlich Passow, dem Heimatort der Wehr, gab es jede Menge zu tun. Vor allem in Passow, denn dort wurde auch das Verbrennen der Bäume vorbereitet. Noch am selben Abend hatten die Feuerwehrkameraden zur gemütlichen Runde eingeladen. „An diesem Abend herrschte richtig gute Stimmung. Es waren rund 50 Gäste gekommen“, informierte am Ende des Tages der Passower Feuerwehrmann Ronny Kaiser. Er hatte übrigens noch eine beachtliche Zahl auf Lager: „Wir haben diesmal insgesamt 140 Bäume eingesammelt“. Im Jahr zuvor sollen es „nur“ 70 gewesen sein.

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