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Wie lässt sich das Katzen-Elend in Tutow stoppen?

Armes Kätzchen: Man mag dieses Tier aus Tutow gar nicht anschauen. Was es für Qualen leidet, ist vorstellbar.
Armes Kätzchen: Man mag dieses Tier aus Tutow gar nicht anschauen. Was es für Qualen leidet, ist vorstellbar.
Kerstin Lenz

In Tutow sind jüngst Katzen aufgetaucht, deren Anblick einen gruseln lässt. Für Tierschützer bestätigt der Fall einen Missstand, auf den sie immer wieder hinweisen.

Die Fotos wurden jüngst via Facebook verbreitet. Der Mann, der sie in dem sozialen Netzwerk geteilt hat, schrieb dazu die Frage, was denn da in Tutow herumläuft, ob das noch Katzen sind? Die Frage ist angesichts der Fotos sogar nachvollziehbar. So stehen die dünnen Haare der Tiere zu Berge, das Gesicht der einen Katze ist regelrecht entstellt.

Auch Kerstin Lenz vom Tierschutzverein Demmin und ihre Kollegen vom Neubrandenburger Verein wurden auf die Bilder aufmerksam und haben schnell reagiert. „Die eine Katze ist eingefangen und wird noch heute von ihren Qualen erlöst. Die Kleine versuchen wir weiter einzufangen und dann tierärztlich behandeln zu lassen“, teilte sie am Samstag mit.

Kastrationspflicht für Freigänger

Sie glaubt, dass da noch mehr Katzen im Bereich des Pommernrings in Tutow unterwegs sind, die niemandem gehören, schätzungsweise 10 bis 15 Tiere. Auch sie sollen eingefangen und der Bestand durchkastriert werden.

„Wir brauchen dringend die Kastrationspflicht für Freigänger“, sagte Kerstin Lenz. Die Landesregierung in Schwerin plant derweil, die Landeszuschüsse für die Kastration von Freigängerkatzen ab 2018 komplett zu streichen.Tierschützer fürchten als Konsequenz aus der Entscheidung eine weitere unkontrollierte Vermehrung der Katzen im Land.