POLIZEI ERMITTELT

Wieder Brandstiftung in Demmin – Zeugen gesucht

Die Serie der Brände in Demmin reißt nicht ab. Dieses Mal wurden gleich drei Brände gelegt. Zum Glück blieb das Waldgebiet Sandbergtannen verschont, aber mit einem Verkaufsstand ist wohl auch ein Arbeitsplatz vernichtet worden.
Polizeisprecherin Kathrin Jähner macht sich Notizen zum Tatort in der Heinestraße, wo ein WC-Häuschen und ein
Polizeisprecherin Kathrin Jähner macht sich Notizen zum Tatort in der Heinestraße, wo ein WC-Häuschen und ein Verkaufsstand brannten. Kai Horstmann
In der Heine Straße brannte zuerst ein WC-Häuschen und dann dieser Verkaufsstand.
In der Heine Straße brannte zuerst ein WC-Häuschen und dann dieser Verkaufsstand. Kai Horstmann
Am Pensiner Weg brannte eine Papiertonne.
Am Pensiner Weg brannte eine Papiertonne. Kai Horstmann
Am Saarplatz brannte ein Container.
Am Saarplatz brannte ein Container. Kai Horstmann
Demmin.

Nach mehreren Bränden in Demmin bittet die Polizei eindringlich um Mithilfe. Wie Polizeisprecherin Kathrin Jähner klarstellt, benötigen die Ermittler zur Beendigung dieser Brandserie die Hilfe der Bevölkerung. Insgesamt sind seit April acht Brände gelegt worden. Erst in den Sandbergtannen, nun kokelte der Feuerteufel Samstagnacht erneut.

Diesmal brandschatzte der Täter nachts. Vielleicht war es ja auch gar nicht derselbe Täter wie zuvor, der am Sonnabend um 0.15 zuerst ein Toilettenhäuschen in der Heinestraße in Brand steckte. Von der Toilette ist nur noch ein verschmolzener blauer Plastikbrei auf dem Boden zu sehen. Das Feuer griff zudem auf den danebenstehenden Verkaufsstand eines Spargelhofes über und vernichtete nicht nur den Stand, sondern vermutlich auch einen Arbeitsplatz. Aber damit hatte der Täter offenbar noch nicht genug. Wenige hundert Meter weiter zündete er um 0.45 Uhr am Saarplatz einen Abfallcontainer an. Eine halbe Stunde später entdeckte die Polizei im Pensiner Weg eine brennende Papiertonne.

Beamte hoffen auf Hinweise

Um den Fall zu lösen, hofft die Polizei auf Hinweise und auch auf „Kommissar Zufall“. Dazu werden jede Menge Informationen benötigt. „Jedem, dem etwas Verdächtiges auffällt, sollte das der Polizei melden. Das ist wie ein Puzzle, das dann ein Gesamtbild ergibt“, erklärt Kathrin Jähner. Manchmal, so die Polizeisprecherin, sind es kleine Bemerkungen, die der Täter eventuell in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis von sich gibt, oder Fotos, die er verschickt. Für die Polizei ist es zudem wichtig zu wissen, wer während des Brandes und der Löschmaßnahmen in der Nähe ist. „Wir werden jedem Hinweis nachgehen. Das muss man sich wie eine Rasterfahndung vorstellen. Auch wenn eine Person in der Vergangenheit bereits mit Brandstiftungen polizeilich in Erscheinung ist, werden wir das in die aktuellen Ermittlungen miteinbeziehen und prüfen“, betont Kathrin Jähner.

Polizei hat Streifen verstärkt

Wie diese neuen Brandstiftungen ins Bild passen, darüber kann nur spekuliert werden. „Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Brandes wird als hoch eingeschätzt. Die Beamten der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Demmin ermitteln auf Hochtouren. Zusätzlich hat die Polizei ihre Streifen in Demmin verstärkt“, so Kathrin Jähner.

Die Polizei bestätigt zwar, erste Hinweise erhalten zu haben, möchte aber aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen. Ebenfalls nicht bestätigen möchte Kathrin Jähner, dass es sich um Jugendliche handelt. „Um so wichtiger ist es, dass sich weitere Zeugen bei der Polizei melden“, fordert die Polizeisprecherin.

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