Loitzer Sehnsüchte nach einem richtigen Bäcker: Johannes Klee und Nouma Adler von der Hofbäckerei aus Hohenbr&u
Loitzer Sehnsüchte nach einem richtigen Bäcker: Johannes Klee und Nouma Adler von der Hofbäckerei aus Hohenbrünzow hatten auch gestern wieder alle Hände voll zu tun. Stefan Hoeft
Bei ihm gibt’s die Leberwurst auch mal auf den Finger: Torsten Weinkauf hielt am Mittwoch am Verkaufswagen der Firma Str
Bei ihm gibt’s die Leberwurst auch mal auf den Finger: Torsten Weinkauf hielt am Mittwoch am Verkaufswagen der Firma Strauß die Loitzer Stellung. Stefan Hoeft
Parken verboten: Mittwochs bleibt das Areal vorm Loitzer Rathaus vorerst den Ständen des neuen Wochenmarktes vorbehalten.
Parken verboten: Mittwochs bleibt das Areal vorm Loitzer Rathaus vorerst den Ständen des neuen Wochenmarktes vorbehalten. Stefan Hoeft
Neustart

Wiederbelebter Loitzer Wochenmarkt findet großen Anklang

Die Chancen für einen dauerhaften Loitzer Wochenmarkt lassen sich nur schwer abschätzen. Der Neubeginn lässt aber auf mehr hoffen. Vor allem eines war der Renner.
Loitz

„Endlich wieder frisches Brot“, „mal ein anderer Geschmack“, „einen echten Bäcker haben wir hier ja nicht mehr“: Die Kommentare am Mittwochvormittag am Stand der Hofbäckerei Klee aus Hohenbrünzow waren vielfältig und die über den Verkaufstresen wechselnden Tüten voll. Wohl nicht umsonst standen die ersten Kunden dort gleich um 8  Uhr an, als der Startschuss für den zweiten Loitzer Wochenmarkt fiel. Meister Johannes Klee, erst seit Kurzem im Geschäft, hatte sich auch an der Premiere sieben Tage zuvor beteiligt und da seine Kisten mit 95 Broten bereits zur Mittagszeit leer. Damals befanden sich aber doppelt so viele Stände auf dem Platz vorm Rathaus und zogen im Zusammenspiel mit dem Wetter und der Neugier deutlich mehr Menschen an.

Wie früher: Leberwurst gibt’s zum Probieren auf den Finger

„Einmal im Monat, immer den ersten Mittwoch, machen wir einen größeren Markt“, begründet Anette Riesinger die Unterschiede. Sie knüpfte gut ein halbes Jahr Kontakte und rannte den Leuten die Türen ein, um dieses Veranstaltungsformat in der Peenestadt anzusiedeln. Denn andere Orte stehen schon viele Jahre auf den Tour-Listen, überdies will und kann nicht jeder Anbieter jede Woche dabei sein, egal ob nun aus Sortiments- oder Termingründen. Neben dem Bäcker zeigten zumindest der Gemüsehof Kampe aus Süderholz, der Fleisch- und Wurstdelikatessen-Anbieter „Peenewild“ aus Grammentin, Jack’s Hähnchengrill aus Greifswald und die Dorffleischerei Strauß aus Zarnekow bei Karlsburg wieder Präsenz.

Letztere bietet neben selbst gemästetem Geflügel vom kleinen Perlhuhn bis zur ausgewachsenen Gans und Eiern auch so einiges an Salaten und Fleisch aus eigener Herstellung, ergänzt um Schafsprodukte von einem Zulieferer. „Ich schmier den Leuten zum Kosten auch die Leberwurst auf den Finger, die alten kennen das ja noch so von früher“, erzählte der Mann im Verkaufswagen, Torsten Weinkauf, mit einem Schmunzeln. Gerade zu einem Neuanfang wie in Loitz lohne es sich um so mehr, immer mal ein paar Proben unters Volk zu bringen, die Kundschaft also buchstäblich anzufüttern. Schließlich lieben es auch die Vorpommern, neue Geschmacksvariationen zu testen, erst recht wenn das Lebensmittel-Handwerk vor Ort rar gesät ist.

Weitere Händler sind jederzeit willkommen

Bäckermeister Klee kam am Mittwoch wohlweislich mit einigen Backwaren mehr in die Peenestadt, hatte erstmals auch Kuchen dabei. Als der Renner erwiesen sich einmal mehr die Dinkelbrote. Und da das Übrige ebenfalls einen Abnehmer fand, dürfte er nächste Woche wieder mit von der Partie sein.

Anette Riesinger steht weiteren Verkäufern sehr offen gegenüber, immerhin lassen sich die Reihen angesichts der Platzreserven vom Rathaus bei Bedarf problemlos aufziehen. Sie selbst indes wünscht sich vor allem noch einen Blumen- und Pflanzenhändler, um das Standard-Sortiment für die Wochen-Märkte abzurunden. Außerdem jemanden, der den Kaffee-Verkauf aus ihrer Hand übernimmt. Jener fand gestern erneut regen Zuspruch, genauso wie die vom Bauhof gelieferten und aufgestellten Sitzgelegenheiten. Zumal die Idee des Ganzen ja ist, nicht nur in der Region verwurzelte neue Einkaufsmöglichkeiten zu schaffen, sondern damit auch einen Anlaufpunkt, an dem sich die Menschen regelmäßig treffen und miteinander reden können. Das funktionierte die ersten beiden Male schon bestens.

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