AUSSICHTSTURM IM WACHSEN

Wir haben bald den schönsten Peeneblick

Vom Peenetal zu Peene-Stahl sind es nur zwei Buchstaben, so gesehen wars es beinahe logisch, die Neukalener Firma den neuen Aussichtsturm an der Randower Schleife bauen zu lassen. Nun wächst die Kanzel. Die Peene kriegt einen "Hingucker"!
Thoralf Plath Thoralf Plath
Der Turmbau zu Randow: Peter Kagel und Heiko König von der Firma Stahlbau Neukalen schrauben am Rand des Peenetals die neue Aussichtsplattform zusammen.
Der Turmbau zu Randow: Peter Kagel und Heiko König von der Firma Stahlbau Neukalen schrauben am Rand des Peenetals die neue Aussichtsplattform zusammen. Thoralf Plath
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Demmin.

So eine Aussicht hatten Peter Kagel, Heiko König und Jan Schliedermann sicherlich noch nie an ihrem Arbeitsplatz. Der Betriebshof der Neukalener Peene-Stahl GmbH jedenfalls kann so ein Panorama nun ganz bestimmt nicht bieten: Kilometerweit fliegt der Blick über den Amazonas des Nordens vom Aussichtsturm aus, den die drei Stahlbauer aus dem Mecklenburgischen gerade für uns Vorpommern aufstellen am Rand der alten Randower Schleife. So heißt der vor 80 Jahren begradigte Peene-Mäander, der zwischen Demmin und Randow der B 194 so beeindruckend nahe kommt.

Als das Straßenbauamt der Bundesstraße jetzt endlich den seit Jahren geforderten Radweg spendierte, wuchs die Idee eines „Hinguckers“: an der höchsten Stelle des Talrandes einen sechs Meter hohen Aussichtsturm für Radwanderer und Natur-Touristen zu bauen. Der Blick über das Moor ist einzigartig, im Flachwasser des gefluteten Polders sammeln sich von Frühjahr bis Herbst tausende Wildenten. Kraniche rasten hier und viele Silberreiher, Seeadler nutzen den reich gedeckten Tisch als Jagdrevier. Der Turm am Rand des Vogelparadieses dürfte da im Frühling schnell zu einem neuen Ausflugsziel von hiesigen und durchreisenden Fahrradfahrern mit Sinn für Wildnis avancieren - viele Orte gibt's ja mittlerweile nicht mehr im rapide zuwuchernden Peenetal, in dem der Blick kaum noch über die Schilfkanten der Ufer reicht.

„Für uns war der Turm auch ein Novum“, sagt Ronald Normann, Chef des Güstrower Straßenbauamtes. „Und es wird ein Einzelprojekt bleiben. Es bot sich in diesem Fall einfach an, aber wir werden nun in Zukunft nicht jeden Radweg in der Region mit solchen Aussichtspunkten ausstatten.“ Der Peene-Tower kommt ohnehin in Eigentum der Stadt, die dann auch für die Unterhaltung zuständig ist – in den ersten Jahren noch mit Geld aus dem Straßenbauamt.

Übrigens: Von der Plattform der achteckigen Stahlkanzel aus kann man bei gutem Wetter sogar den Kirchturm von Loitz sehen.

 

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