Der Gebietsreform zum Trotz: Danilo Juhnke und sein Team von der Straßenmeisterei Demmin des Straßenbauamtes Neust
Der Gebietsreform zum Trotz: Danilo Juhnke und sein Team von der Straßenmeisterei Demmin des Straßenbauamtes Neustrelitz sind nach wie vor auch für die Bundes- und Landesstraßen in den Amtsbereichen Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz zuständig. Karsten Riemer
Die Straßenmeisterei Demmin ist nach wie auch für die B 110 im gesamten Bereich des ehemaligen Landkreises Demmin z
Die Straßenmeisterei Demmin ist nach wie auch für die B 110 im gesamten Bereich des ehemaligen Landkreises Demmin zuständig, sprich bis hiner Jarmen. Foto: Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Kreisgebietsreform

Wo Demmin immer noch für Jarmen und Loitz zuständig ist

Seit der Kreisgebietsreform ist zwar gut ein Jahrzehnt vergangen. Doch nach wie vor gibt es noch einen Bereich, wo Demmin auch für die Region Jarmen/Loitz verantwortlich ist.
Jarmen

Wenn es um die Bundes- und Landesstraßen in der Region geht, dann bilden die Ämter Jarmen-Tutow und Peenetal/Loitz nach wie vor einen gemeinsamen Kreis mit dem benachbarten Demmin. Denn unabhängig von der Gebietsreform 2011 hat die dortige Straßenmeisterei des Straßenbauamtes (SBA) Neustrelitz ihre zuvor schon über Jahrzehnte bestehenden Zuständigkeiten für diese Amtsbereiche behalten, auch wenn alles zwischenzeitlich mal der Oberhoheit des SBA Güstrow unterstellt war. Dabei zählen Jarmen und Loitz heute zu Vorpommern-Greifswald, während die Hansestadt und ihr Umland zur Mecklenburgischen Seenplatte gehören. Aber das hatte bisher nur Auswirkungen auf die Kreisstraßen.

So fällt beispielsweise die B110 nach wie vor bis an die ehemalige ostvorpommersche Kreisgrenze zwischen Groß Toitin und Padderow in die Verantwortung des Demminer SBA-Stützpunktes, ebenso wie die L35 durch den Amtsbereich Jarmen-Tutow zwischen Tollense und Peene. Genauso sieht es für die B194 nördlich von Demmin bis hinter Loitz aus, wo erst an der Waldkante bei Vorbein-Ausbau der Zuständigkeitsbereich des SBA Stralsund beginnt. Ähnlich verhält es sich bei der in Schleifen durch den Landstrich führenden L261, einschließlich des Preußendamms bei Loitz und des weiteren Verlaufs bis in die Gemeinde Görmin hinter deren Ortsteil Groß Zastrow, wo der alte Kreis Demmin jenseits der Brücke über die A20 endete.

Von daher haben Betriebsstellenleiter Danilo Juhnke und sein Team nicht nur für die Kontrolle und den Unterhalt dieser Strecken den Hut auf, sondern kümmern sich dort bei Bedarf auch um Frost und Schnee, sprich das Räumen und Streuen. Dabei allerdings existierten einige Besonderheiten und Abweichungen zu den sonstigen Regeln, wie der Mann dem Nordkurier erläuterte. Schließlich hätten sich die verschiedenen Meistereien in Vorpommern auf bestimmte Optimierungen in ihren Grenzbereichen verständigt. „Wir haben das Ganze so gestaltet, dass wir überall richtig drehen können.“ Sprich die Fahrzeuge nicht auf freier Strecke halten und wenden müssen.

Sonderregelungen im Grenzbereich

Deshalb rollt der Demminer Winterdienst beispielsweise auf der B110 bis ins Dorf Padderow hinein und schiebt so einige Hundert Meter mehr. Auf der L261 bei Groß Zastrow hingegen spart er sich ein Stück „seiner“ Strecke und kehrt gleich an der alten Landesstraßenabfahrt hinterm Dorf wieder um. Ähnlich verhält es sich laut Juhnke mit der B194 nördlich von Loitz, wo die Kreuzung mit der Kreisstraße nach Düvier beziehungsweise Sassen den Wendepunkt darstellt. In diesem Bereich existiert zudem eine Sondervereinbarung mit der Peenestadt: Die Straßenmeisterei räumt und streut auch den kleinen Abschnitt der Gemeindestraße entlang von Schwinge-Siedlung zwischen L261 und B194. Seine Leute würden dort also nicht einfach den Schneepflug hochnehmen.

Einen Extra-Status in Sachen Winterdienst besitzt derweil die L35: Bei der sind die Demminer Kollegen genau wie bei der parallel verlaufenden Autobahn A20 völlig außen vor. Stattdessen zeichnet auf der ehemaligen B96 von Altentreptow bis an die Abfahrt Breechen hinter der Jarmener Peenebrücke die Straßenmeisterin Stavenhagen verantwortlich. „Das stammt noch aus der Aufteilung zu Zeiten vom Straßenbauamt Güstrow“, erläuterte Danilo Juhnke. Wobei die Kollegen aus der Reuterstadt in diesem Abschnitt häufig auf Partnerbetriebe zurückgreifen, weshalb dort bei Schnee und Frost kaum die typischen orangefarbenen Fahrzeuge zu beobachten sind.

 

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