ÜBERRASCHENDES AUSSCHEIDEN

WOBAU-Geschäftsführer Roman Gau nimmt seinen Hut

Diese Personalie ist ein Paukenschlag in Demmin: Der langjährige Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Demmin GmbH (WOBAU) Roman Gau hat unerwartet seinen Hut genommen.
Roman Gau hat als Geschäftsführer der Demminer WOBAU GmbH überraschen seinen Hut genommern.
Roman Gau hat als Geschäftsführer der Demminer WOBAU GmbH überraschen seinen Hut genommern. Karsten Riemer
Demmin.

Von sommerlicher Ruhe ist in der Demminer Kommunalpolitik noch nichts zu spüren. Im Gegenteil: Dass der langjährige Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Demmin GmbH (WOBAU) Roman Gau unerwartet seinen Hut genommen hat, sorgte am Dienstag für einen Paukenschlag in der Hansestadt.

„Das hat uns schon ein bisschen überrascht”, so der WOBAU-Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Witkowski. Nach über 10 Jahren als Geschäftsführer ist das Ausscheiden Gaus für das kommunale Unternehmen ein herber Schlag. „Aber die Gesellschaft ist nicht in Gefahr”, stellt Witkowski klar. Die Arbeiten der Wobau sollen normal weiterlaufen. Ein Umstand, der auch den Mitarbeitern direkt kommuniziert worden sei, nach dem die Entscheidung bekannt wurde.

"Müssen gucken, wie wir die Kuh vom Eis kriegen"

Als offizielle Begründung für das Ende der Tätigkeiten für die Gesellschaft gibt der Aufsichtsrat persönliche Gründe des ehemaligen Geschäftsführers an. „Wir haben ihm da keine Steine in den Weg gelegt“, sagt Witkowski. Im Endeffekt hätten sich beide Parteien im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Ein Schnitt, der eine sofortige Wirkung hat. Zwar wurde Gau am Dienstag noch offiziell als Geschäftsführer im Impressum der WOBAU-Internetseite geführt, seinen Stuhl hat er jedoch schon geräumt. So laufen auch Anrufe über die bekannten Dienstnummern ins Leere. Für eine Stellungnahme war Roman Gau daher persönlich am Dienstag nicht erreichbar. 

Wie es jetzt an der Spitze der Wohnungsgesellschaft weitergehen wird, steht in den Sternen. Klar sei jedoch, dass schnell gehandelt werden muss. „Am Donnerstag gibt es eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats zu dem Thema“, sagt Witkowski. Möglicherweise könnte dann schon am Freitag eine Lösung vorliegen. Gespräche diesbezüglich würden bereits jetzt eifrig geführt „Wir müssen gucken, wie wir die Kuh vom Eis kriegen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.  Eine Idee gebe es aber durchaus. „Das muss allerdings erst formal besprochen und beschlossen werden“, so Witkowski. 

Dieser Artikel wurde am 7. Juli um 19.03 Uhr aktualisiert.

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Kommentare (1)

Letztlich wird für die anstehende Ergebniskosmetik bei dieser stadteigenen GmbH wieder der Steuerzahler herhalten müssen. Bereits an den kurzen Zitatfetzen hier ist erkennbar, daß dieses Unternehmen nur der Marktverzehrung und der politischen Einflußnahme dient. Man darf auf die nächsten Experimente gespannt sein? Die rollende Kugel befindet sich noch in der Beschleunigung.