Zukunftsdorf

Zemmin belegt im Vorpommern-Kreiswettbewerb tollen dritten Platz

Das muss ein Ortsteil erst einmal schaffen: Beim kreislichen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ kam Zemmin auf Platz drei.
So schön ist Zemmin. Dieser Platz gehört zu den Kleinoden, die der Ort zu bieten hat. Zu jeder Jahreszeit lohnt es s
So schön ist Zemmin. Dieser Platz gehört zu den Kleinoden, die der Ort zu bieten hat. Zu jeder Jahreszeit lohnt es sich, am Dorfteich, zwischen Kirche und Gemeinschaftsplatz, in Ruhe zu verweilen. Ulrike Rosenstädt
Roland Kick (rechts), stellvertretender Vorsitzender des Zemminer Heimatvereins „Summyn 1990 e.V.“ nahm die Auszei
Roland Kick (rechts), stellvertretender Vorsitzender des Zemminer Heimatvereins „Summyn 1990 e.V.“ nahm die Auszeichnung für den dritten Wettbewerbsplatz gern entgegen. Christian Johner
Blick auf das Gelände, das die Zemminer gemeinschaftlich ausgebaut und zu einem Schmuckstück entwickelt haben. F&uum
Blick auf das Gelände, das die Zemminer gemeinschaftlich ausgebaut und zu einem Schmuckstück entwickelt haben. Für alle Generationen und auch für Gäste ist etwas dabei. Ulrike Rosenstädt
Zemmin

Klein, aber oho! Ganz in diesem Sinne herzlichen Glückwunsch an den zur Gemeinde Bentzin gehörenden Ortsteil Zemmin, der jetzt beim Wettbewerb des Landkreises Vorpommern-Greifswald „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ den dritten Platz belegt hat. „Das ist natürlich ganz toll. Wir freuen uns sehr“, reagierte Benzins Bürgermeistern Grit Gawrich auf Nordkurier-Nachfrage, nachdem dieses tolle Ergebnis bekanntgegeben wurde.

Jury schaute sich das Dorf genau an

Die Mitstreiter des Heimatvereins „Summyn 1990 e.V.“ hatten sich um die Teilnahme an dem Wettbewerb beworben. Es folgte eine Begehung der Kommission im Dorf, das sich in den zurückliegenden Jahren immer weiter zu einem Schmuckstück herausgeputzt hat. Nun wurde das Engagement sowohl auf Vereins- als auch auf privater Ebene öffentlich anerkannt. Und das nicht allein moralisch, denn der Platz drei bringt der Heimatvereinskasse auch einen Scheck in Höhe von 1000 Euro ein.

Wofür dieses Preisgeld verwendet wird, steht noch nicht so ganz fest. Zwar gibt es schon erste Vorstellungen, wie Bürgermeisterin Grit Gawrich bereits gehört hat. Doch die Entscheidung über den Einsatz des Geldes fällt am Freitag, 8. Oktober, während der Jahreshauptversammlung des Vereins. „An diesem Tag kommen wir zusammen und werden einen Beschluss darüber fassen, was mit den 1000 Euro passieren soll“, kündigte Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Piek an. Auch er freute sich sehr, dass die Zemminer mit einem sehr gepflegten Dorf, zahlreichen Aktivitäten und Initiativen punkten konnten.

Wunderbarer Ort zum Leben

Das Dorf hat sich in den zurückliegenden Jahren zu dem entwickelt, was es heute ist, nämlich ein wunderbarer Ort zum Leben, in dem auch das Gemeinschaftsgefühl eine große Rolle spielt. Der Chef des Vereins betonte in diesem Zusammenhang, dass der Zemminer Roland Kick sich als stellvertretender Heimatvereinsvorsitzender um die Teilnahme an dem kreislichen Wettbewerb gekümmert und sehr engagiert hat: „Ihm gilt großer Dank. Das ist alles wirklich toll gelaufen. Wir sind stolz auf diesen dritten Platz“, sagte Jürgen Piek.

Ferdinandshof hat gewonnen

Auf Rang eins schaffte es übrigens die Großgemeinde Ferdinandshof aus dem Amt Torgelow-Ferdinandshof, die nun einen Siegerscheck in Höhe von 2000 Euro in ein Projekt der Gemeinde stecken kann. Hinter Ferdinandshof belegte Fahrenwalde aus dem Amt Uecker-Randow-Tal den zweiten Platz. Bürgermeister Stefan Zimmermann nahm immerhin noch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro mit in seine Gemeinde.Wäre es nach Vorpommern-Greifswalds Vize-Landrat Jörg Hasselmann gegangen, dann hätten alle neun Teilnehmer den Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen. „Ich würde alle Teilnehmer zum Sieger erklären“, sagte Hasselmann bei der Auszeichnungsveranstaltung im Ferdinandshofer Ortsteil Aschersleben. Eine Jury, die in der Woche vom 20. bis zum 24. September alle neun teilnehmenden Dörfer bereiste und sie anhand vorgegebener Kriterien bewertete, legte nach dieser Arbeit schließlich die Rangfolge der Platzierungen fest.

Sieger wünschen sich einfacheres Baurecht

„In allen teilnehmenden Dörfern hat sich gezeigt, dass es einen Zusammenhalt gibt, der von einem Dorf- und Vereinsleben geprägt ist. Da zieht man an einem Strang“, sagte Jörg Hasselmann. Der ländliche Raum sei inzwischen auch wieder für jüngere Leute attraktiver geworden, sagte der Vize-Landrat: „Wir müssen junge Leute wieder in die Dörfer bekommen. Der Bedarf ist auch da. Aber leider sind wir nicht mehr in der Lage, Baufelder vorzuhalten.“ Die gegenwärtige Gesetzgebung sei viel zu schwerfällig, betonte Jörg Hasselmann. Die Landesbauordnung müsse von der Landesregierung überarbeitet werden, um das Bauen zu erleichtern, so Hasselmann weiter. Ferdinandshofs Bürgermeister Gerd Hamm schlug in die gleiche Kerbe: „Auch wir haben bei Bauanträgen so unsere Probleme. Da besteht dringender Handlungsbedarf.“

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